Karlsruhe Kommt die Einigung?

Die Ex-Steffi hat sich verbarrikadiert
(Foto: ka-news)
Seit gestern laufen die von der Ex-Steffi verkündeten Aktionstage, in deren Verlauf für Solidarität zu den Bewohnern geworben werden soll.

Nach Informationen der Ex-Steffi wurde am vergangenen Dienstag in der Sitzung des Hauptausschusses der Stadt die Mittel zum Abriss des umkämpften Gebäudes bewilligt. Es soll sich um eine Million Euro handeln. Wie Michael Obert, Vorsitzender der FDP/Aufbruch-Fraktion und Mitglied im Hauptausschuss gegenüber ka-news erklärt, handle es sich hingegen um nur rund ein Drittel der genannten Summe. Außerdem, so Obert, handle es sich nicht um Gelder, die für die Räumung eingesetzt würden, wie es in der Mitteilung der Ex-Steffi heißt. Kosten für eine eventuelle Räumung fielen der Polizei zur Last.

Erneutes Gespräch steht bevor

"Die Mittel waren in Höhe von einer Million Euro im Haushalt eingestellt, jedoch gesperrt. In der Sitzung am Dienstag wurden sie entsperrt", erklärt Obert. So stünden die Gelder sofort bereit, wenn das Gelände von den jetzigen Bewohnern verlassen wird. Eine unmittelbare Räumung könne man daraus nicht schließen. "Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun", so Obert. Zudem, der Gemeinderat habe mit dem weiteren Verlauf der Geschehnisse nichts mehr zu tun.

Unterdessen laufen die Gespräche zwischen der Ex-Steffi und der Stadt in Person von Sozialbürgermeister Harald Denecken weiter. Morgen ist ein weiteres Treffen vereinbart worden, bei dem die Bewohner der Ex-Steffi mehrere konkrete Objekte auf den Tisch legen wollen. "Jetzt kommt es auf die Stadt an, Gesicht zu bewahren und schriftlich die nötige Zeit zu garantieren, die eine Zwangsräumung und die damit verbundenen Konsequenzen verhindert", heißt es in einer Mitteilung der Ex-Steffi.

Ex-Steffi geht demonstrieren

"Wir werden sehen, wo wir uns treffen", meint dazu Helga Riedel, stellvertretende Leiterin des Karlsruher Presseamts, zu einer möglichen Einigung. Die Bewohner der Ex-Steffi wüssten jedoch auch ganz genau, dass das bisherige Verfahren parallel zu den laufenden Gesprächen weiterlaufe. Man habe der Ex-Steffi ja bereits schon mehr Zeit zugestanden, als ursprünglich nötig wäre. Ansonsten werde man sich an getroffene Abmachungen halten.

In der Ex-Steffi möchte man nicht von der ursprünglichen Forderung abweichen. Die Bewohner, die das Haus seit kurzem noch weiter verbarrikadiert haben, fordern genügend Zeit, um eine neue Bleibe zu finden. "Was die Stadt nicht erkennt ist, dass die Suche nach einer Alternative eine langwierige Sache ist. Wir würden uns ja auch viel lieber auf die Suche konzentrieren können, als Barrikaden zu errichten", so ein Bewohner im Gespräch mit ka-news. Immerhin hat man in der Ex-Steffi mittlerweile das Gefühl, die Stadt nehme die Anstrengungen der Bewohner um eine alternative Bleibe wahr.

Am kommenden Samstag, 11. Februar, möchten die Bewohner der Ex-Steffi noch einmal öffentlich auf ihre Forderungen hinweisen. Ab 14.30 Uhr werden sie auf dem Stephanplatz für den Erhalt der Ex-Steffi demonstrieren.

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