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Karlsruhe Kombi-News: Unterirdische Haltestellen erhalten ihr Innenleben

An einigen Stellen ist inzwischen schon gut erkennbar, was die Fahrgäste der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) später einmal bei der Nutzung der neuen Anlagen der Kombilösung erwartet. Woran genau das zu erkennen ist, berichtet die Karlsruher Schienen-Infrastrukturgesellschaft in einer Pressemeldung.

So ist in den Haltestellen Kongresszentrum, Durlacher Tor, in der Zwischenebene über dem Gleisdreieck schon gut die endgültige Wandgestaltung der Treppenaufgänge und der Zwischenebenen zu erkennen. Die Handwerker, die mit einem Meißel die vom Rohbau mit glatter Oberfläche hinterlassenen Betonwände aufrauen, sind derzeit in den Haltestellen Kronenplatz und Europaplatz aktiv und arbeiten Quadratmeter für Quadratmeter die großen Flächen ab, in dem sie die oberen zwei, drei Millimeter des Betons abplatzen lassen.

Rolltreppen und Aufzüge führen schon in die Haltestelle hinab

Für den Komfort der Fahrgäste sind die Monteure der Rolltreppen und der Aufzüge zuständig: Sie haben wie im Durlacher Tor bereits Aufzüge in die dafür vorgesehenen Schächte "hineingestellt" oder bereiten diese Schächte wie derzeit in der Haltestelle Kronenplatz mit Spachtel- und Malerarbeiten auf die Montage vor. In der Haltestelle Durlacher Tor werden auch die ersten Rolltreppen eingebaut: Diese werden vormontiert angeliefert und werden mit Seilzügen dann auf die betonierten Schrägen gelegt. In die späteren Betriebsräume werden wie an der Haltestelle Kronenplatz Doppelböden eingebaut, unter denen elektrische Kabel geführt werden können.

Kombi-News 17.8.2018
In der Haltestelle Durlacher Tor werden Fahrtreppen eingebaut. | Bild: Kasig

Viele Flächen haben die Handwerker zu bearbeiten, die mit der Verkleidung der Wände in den Haltestellen beauftragt sind: Die mit hunderten Bohrlöchern an der Wand zu befestigende Unterkonstruktion aus Stahl wird derzeit in den Haltestellen Durlacher Tor und im Kongresszentrum erstellt.

Der letzte Beton fließt im Bahntunnel

Dem Anwachsen des Stroms der unterirdisch tätigen Handwerker entspricht das allmähliche Abrücken der Arbeiter, die noch den Rohbau ausführen. Lediglich in der Haltestelle Ettlinger Tor werden noch einige wenige Zwischenwände betoniert, zudem haben die Arbeiter noch die Betonage der Bahnsteige auf dem Plan.

Kombi-News 17.8.2018
In der Haltestelle Ettlinger Tor entstehen die Bahnsteigkanten. | Bild: Kasig

Erheblich mehr Beton wird in der Kriegsstraße verbaut: Zwar ist der Autotunnel-Abschnitt im Baufeld W 2 zwischen Ritterstraße und Lammstraße im Rohbau hergestellt und wird derzeit mit Erdreich überschüttet, so dass auch der letzte verbliebene Turmdrehkran am Dienstag, 28. August, abgebaut werden kann. Dafür geht es aber gleich nebenan im Baufeld W 3 zur Sache: Zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor werden Bohrschablonen für die exakte Lage der Bohrpfähle hergestellt. Die so in der Erde errichteten Bohrpfahlwände und die in eine Schlitz- beziehungsweise Dichtwand eingesetzten Spundwände – auch an ihnen wird bereits gearbeitet - sichern die Baugrube nach außen und bilden außerdem die nach außen liegende Schalung beim Bau der Tunnelwände.

Kombi-News 17.8.2018
In der Kriegsstraße zwischen Meidinger- und Adlerstraße werden bis zu 20 Meter tiefe Bohrpfähle hergestellt. | Bild: Kasig

In der Erde werden die Wände gebaut

In den Baufeldern O 3 und O 4 zwischen Ettlinger Tor und Adlerstraße werden die Arbeiten der Vorwoche fortgesetzt: Großbohrgeräte stellen im Erdreich auf bis zu 20 Meter Tiefe eine "Wand" her, die überschnittenen Bohrpfähle. Auf diese werden die "Kragarme" betoniert, Betonwinkel oder Platten, die oben waagrecht auf den Bohrpfählen sitzen und über die Autos fahren, während die Arbeiter darunter den Tunnel betonieren.

Im Baufeld O 2 – es erstreckt sich im Bereich westlich und östlich vom Mendelssohnplatz bis zur Einmündung der Kapellen- in die Kriegsstraße beziehungsweise Ludwig-Erhard-Allee – entstehen neue provisorische Fahrbahnen und auch eine neue provisorische Kreuzung am Südende der Kapellenstraße, die den ein- und abbiegenden Verkehr aufnehmen wird und der am 24. August in Betrieb geht.

Die fertigen Abschnitte werden schon mit Erde überschüttet

Im Baufeld O 1 in der Ludwig-Erhard-Allee ist der Tunnel weitestgehend im Rohbau hergestellt. Deshalb stehen derzeit nur noch die Wände der Ein- beziehungsweise Ausfahrtsrampen zur Betonage an. Der mehrere Meter breite Zwischenraum zwischen den beiden Tunnelbereichen wird mit Erdreich verfüllt.

Immerhin teilweise im Endspurt sind die Gleisarbeiten am Durlacher Tor: Am 26. August wird die Ost-West-Achse zwischen Kronenplatz und Gottesauer Platz in Betrieb genommen. Der Abzweig nach Nordosten in die Karl-Wilhelm-Straße Richtung Rintheim und Hagsfeld folgt zwei Wochen später. Außerdem wird an den nächsten Abschnitten der Fahrbahnen für Autos, der Radwege und der Fußgängerwege gebaut.

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Kommentare (4)
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  •   freigeist
    (439 Beiträge)

    18.08.2018 14:08 Uhr
    Bei solchen Arbeitabläufen wie
    " Die Handwerker, die mit einem Meißel die vom Rohbau mit glatter Oberfläche hinterlassenen Betonwände aufrauen, sind derzeit in den Haltestellen Kronenplatz und Europaplatz aktiv und arbeiten Quadratmeter für Quadratmeter die großen Flächen ab, in dem sie die oberen zwei, drei Millimeter des Betons abplatzen lassen"

    Da wundert einem jetzt aber echt Nichts mehr.Rauhe Flächen lassen sich von Grund auf schon betonieren.Es bleibt zu hoffen,das die Arbeiten von den Verantwortlichen selbst und nur mit stumpfen Meisel und 100g Hämmerchen ausgeführt werden müssen.
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  •   NeoTiger
    (566 Beiträge)

    18.08.2018 15:00 Uhr
    Kann man sicherlich - aber beim Waschbeton werden Flusskieselsteine in den Beton eingegossen, die bei diesem Verfahren dann wieder freigelegt werden, was optisch viel interessanter aussieht als einfach nur profilierter Beton und auch unanfälliger gegenüber Verschmutzungen ist.
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  •   freigeist
    (439 Beiträge)

    19.08.2018 08:57 Uhr
    Die Struktur
    bei Waschbeton wird aber ganz anders hergestellt, nicht mit Hammer und Meißel.
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  •   mueck
    (9839 Beiträge)

    19.08.2018 00:55 Uhr
    !
    Ih, wie unmodern, Waschbeton ist so 60er ...
    Jetzt ist aber Stocken in!
    ... bis das wieder sauber verputzt wird, weil durch Graffiti ruiniert wurde oder weil Klamotten durch die rauhe Oberfläche ruiniert und vor Gericht ersetzt wurden ...
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