Stuttgart Klimaschutz

Solaranlagen wie in der Carl-Engler-Schule in Karlsruhe könnten Schule machen (Foto: ka-news)
"Jede Tonne weniger CO2 ist ein Beitrag zum Klimaschutz. Daher werden wir die Programme 'Klimaschutz-Plus' und 'Klimaschutz-Plus für Kommunen und Landkreise' trotz der schwierigen Haus-haltslage im selben Umfang wie bisher fortführen", sagte Umwelt- und Verkehrsminister Ulrich Müller am heutigen Dienstag anlässlich der Genehmigung von 50 Förderanträgen. Ziel der Klimaschutz-Plus-Programme sei es, den Ausstoß des Treibhausgases CO2 (Kohlendioxid) maßgeblich zu senken. Dabei bleibe es den Antragstellern überlassen, ob sie die Verringe-rung des CO2-Ausstoßes durch Energiespar-Maßnahmen oder durch den Einsatz regenerativer Energien erzielen.

Bundesweit einmalig werde damit nicht eine bestimmte Technologie gefördert, sondern jede Tonne weniger CO2. Für beide Förderprogramme zusammen stünden im laufenden Jahr rund neun Millionen Euro zur Verfügung. Seit der Veröffentlichung der neuen Förderhinweise Anfang Februar gingen für beide Programme zusammen zirka 600 Förderanträge ein. "Für 50 der beantragten Vorhaben wurden 1,6 Millionen Euro an Zuschüssen bewilligt. Bei weiteren 50 Vorhaben in 20 Kommunen haben wir die grundsätzliche Förderfähigkeit anerkannt. Die Umsetzung kann sofort beginnen. Über die übrigen Anträge werden wir im Laufe der nächsten Wochen entscheiden", so Müller.

Europäische Schule in Karlsruhe profiert von Geldern

Die Spannbreite der geförderten Maßnahmen reiche von Wärmeschutzmaßnahmen, den Bau von Blockheizkraftwerken über die Sanierung von Beleuchtungsanlagen bis zur Errichtung einer Holzpelletanlage und den Einbau einer Solaranlage. Die Klimaschutz- und Energie-Agentur arbeitet im Auftrag des Ministeriums mit Hochdruck an der technischen Beurteilung der Anträge. Die Benachrichtigungen über die genehmigten Zuschüsse in Höhe von insgesamt 1,6 Millionen Euro gehen den Antragsstellern jetzt zu. "Mit diesen Zuschüssen lösen wir Investitionen von 7,5 Millionen Euro aus", bilanzierte der Minister die bisherige Umsetzung der Klimaschutz-Programme für das laufende Jahr.

Sanierungen in Schulen, Sporthallen und Kindergärten müssen in der Regel in den Sommerferien durchgeführt werden. "Damit die Aufträge für Arbeiten rechtzeitig erteilt werden können, haben wir für 50 Maßnahmen in 20 Kommunen die Förderfähigkeit anerkannt und der sofortigen Umsetzung zugestimmt", sagt Müller. Soweit bisher absehbar, würden die in diesem Jahr zur Verfügung stehenden Fördermittel knapp ausreichen, um die bereits vorliegenden Anträge zu genehmigen. Der Minister: "Mit Landeszuschüssen werden Investitionen in Höhe von 50 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Damit können die Antragsteller den CO2-Ausstoß um 25.000 Tonnen jährlich verringern. Über die gesamte technische Lebensdauer der Maßnahmen gerechnet, werden damit über 400.000 Tonnen CO2 nicht in die Luft geblasen." Die Europäische Schule in Karlsruhe profiert davon, dann nun kann dort der beantragte Wärmeschutz als "förderfähiges Vorhaben" angegangen werden. Weitere Schulen aus Karlsruhe, Ettlingen und Bruchsal finden sich auf der Liste jedoch nicht.

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