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Karlsruhe Kleine Karlsruher Bibliothek

Mit Albert Geiger in "Die versunkene Stadt"
(Foto: pr)
Am heutigen Montag übergab Professor Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann, Leiter der Literarischen Gesellschaft, gemeinsam mit Verleger Thomas Lindemann im Rathaus den ersten Band der "Kleinen Karlsruher Bibliothek" an Oberbürgemeister Heinz Fenrich. Albert Geigers "Die versunkene Stadt" ist der Auftakt zur zehnbändigen Serie über 300 Jahre Karlsruher Literatur.

Bis zum 300. Stadtgeburtstag 2015 legt der Karlsruher Info Verlag gemeinsam mit der Literarischen Gesellschaft die zehnbändige "Kleine Karlsruher Bibliothek auf". Jedes Jahr erscheint so ein wichtiger, aber vergriffener Roman, der in Karlsruhe spielt oder von Karlsruhe handelt. In "Die versunkene Stadt" beschreibt Geiger die Generation Karlsruher Künstler, die nach der Jahrhundertwende den gesellaftlichen und ästhetischen Umbrüchen nicht gewachsen waren. Der Roman wird in der "Kleinen Karlsruher Bibliothek" seit seiner Erstausgabe 1924 erstmals wieder aufgelegt. Fenrich bezeichnete die Idee, verschollene oder in Vergessenheit geratene Karlsruher Literatur neu aufzulegen, als großartig.

"Wie war das damals in Karlsruhe"

Zwar sei Geigers subjektiver Blick auf "Dingsdahausen", Geigers Bezeichnung für Karlsruhe, nicht immer ganz einfach nachzuvollziehen, schließlich handele es sich um einen Menschen, der mit sich selbst nicht im Reinen sei und folglich auch an seiner Umwelt keinen Gefallen finden könne. Der Roman sei trotzdem "ein gelungener Auftakt" und biete die Möglichkeit sich einmal zu fragen: "Wie war das damals in Karlsruhe?"

Gut gelaunt bei der Buchpräsentation: Verleger Lindemann, Professor Schmidt-Bergmann, OB Fenrich (Foto: ka-news)
Schmidt-Bergmann bedankte sich bei der Stadt Karlsruhe für die geleistete Anschubfinanzierung, ohne die das Projekt "Kleine Karlsruher Bibliothek" nicht möglich gewesen wäre. Seitens des Verlags sei man auch zufrieden, erläuterte Lindemann. Bei einer Auflage von 1.000 Büchern habe man bereits knapp die Hälfte verkauft. Sollte die Nachfrage anhalten, sei auch eine Neuauflage möglich. In jedem Falle werde es aber 2015 eine Kassette mit allen zehn Bänden geben. Ob Hermine Villingers Jugendgeschichte "Simplicitas"(1922), Otto Muessles "Lärm der Großstadt" (1930) oder Harald Hursts Blick auf das "Dörfle" der Fünfziger- und Sechzigerjahre - für ausreichend Material aus und über die Fächerstadt scheint gesorgt. Lediglich das 18. Jahrhundert biete wenig Literatur über Karlsruhe, "da die Stadt damals noch sehr jung war und das Genre Reisebericht die Literatur dominierte", wie Schmidt-Bergmann erklärte.

Im Jahr 2012 soll dann rechtzeitig vor dem 300. Stadtgeburtstag ein Wettbewerb für den ersten Karlsruher Roman des 21. Jahrhunderts ausgelobt werden, der den Abschluss der Reihe bildet. Der geplante Abschlussroman solle vor allen Dingen die weitere Entwicklung der Stadt reflektieren. "In diesem Roman steht dann hoffentlich auch, dass sich weiterhin 3.400 wertvolle Handschriften in der Badischen Landesbibliothek befinden. Etwas anderes kann ich mir gar nicht vorstellen", verweist Schmidt-Bergmann kämpferisch auf die politische Realität. Für Karlsruhe als Literaturstandort sei es trotz allen Ärgers um den geplanten Verkauf gar nicht schlecht, wenn dieser Tage Professoren aus der ganzen Welt (ka-news berichtete) nach Karlsruhe blickten.

"Die versunkene Stadt" von Albert Geiger ist für 14,80 Euro im Buchhandel erhältlich.

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