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Karlsruhe "KinderKunstHaus": Hochschüler präsentieren ihre Entwürfe

Architektur Oststadt
Bild: ka-news

Rund 40 Studenten präsentierten am Montag und Dienstag ihre Abschluss-Arbeiten: Ein Betreuungszentrum, das sowohl Kindertagesstätte als auch Kunstwerkstatt sein soll - auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofes. Mit innovativen und kreativen Vorschlägen verwandelten die Studenten - zumindest in den Köpfen der Zuschauer - das Gelände in Kinderparadiese.

Kinder brauchen Räume, heißt es in der Aufgabenstellung der Bachelorthesis für das Sommersemester 2009. Räume, die ihren Bedürfnissen gerecht werden. Das heißt auch, dass der Raum nicht bloßer Raum bleiben darf, sondern ein Ort sein soll, an dem Kinder Erfahrungen sammeln können. Hämmern, bauen, experimentieren, klettern, rennen - das alles soll durch die Architektur nicht verhindert, sondern möglich gemacht werden. Die Architekturstudenten der Karlsruher Hochschule hatten ungefähr zwölf Wochen an ihrem Projekt - "KinderKunstHaus"- gearbeitet um es nun in einer abschließenden Ausstellung und Präsentation zu veröffentlichen.

Das Gebiet, welches die Studenten in einen lebendigen, kinderfreundlichen Ort verwandeln sollten, liegt direkt zwischen dem 2006 stillgelegten Schlachthof und dem Schloss Gottesaue. Der Kreativpark Ost, der mit einer Mischung aus Gewerbe und Kultur bis zum Stadtjubiläum im Jahre 2015 fertiggestellt werden soll, war ein zentraler Bestandteil der Planung. Das Betreuungsangebot sollte vor allem für Arbeiter gelten, die dort angestellt werden. 

Kunst für Kinder - von der Skizze bis zum Modell

Gruppenräume für die Kinder, sanitäre Anlagen, Kunsttherapie-Räume mit Praxis und einem Atelier, Café mit Ausstellungsbereich und eine Kunstwerkstatt für Jugendarbeit, Handwerk und Tanz - in dem vorgegebenen Bereich sollte so einiges entstehen und kinderfreundlich gestaltet werden. Auch ein vielfältig nutzbarer Außenbereich durfte nicht fehlen: Kräutergarten und Café-Terrasse, genau wie Spiel- und Arbeitsflächen sollten angelegt werden. Die Skizzenbücher der Jung-Architekten, welche jeden noch so kleinen Schritt im Denk- und Schaffensprozess dokumentieren sollten - mit allen Irrtümern und Veränderungen - zeigen die Wege von der einfachen Skizze über Grundriss und Querschnitt zum fertigen Modell.

Entstanden sind dabei Bauwerke, die manchmal schlicht und manchmal komplex, oft modern und teilweise klassisch auftreten und sich dabei ganz der wichtigsten Aufgabe widmen: den Kindern gerecht zu werden und Raum zu schaffen, für Kunst, Handwerk und Betreuung. Einige dieser Modelle und Entwürfe können Sie in der Galerie bewundern.