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Karlsruhe Kommt bald die "Warnstufe"? Karlsruher Klinikum rechnet mit über 200 belegten Corona-Intensivbetten in Baden-Württemberg

Seit Juli 2021 ist Karlsruhes 7-Tages-Inzidenz rückläufig. Auch in der Stadt und der Region Karlsruhe wurden seitdem keine signifikanten Anstiege der 7-Tage-Inzidenz registriert. Relativ entspannt sieht es auch auf den Corona-Stationen aus. So befindet sich das Klinikum mit 11 Patienten auf Normalstation und 4 Patienten auf der Intensivstation in der Pandemiestufe 2. Allerdings rechne das Gesundheitsamt Baden-Württemberg damit, dass die Zahl der belegten Intensivbetten in den nächsten zwei Wochen auf 220 steigen könnte. Das gab das Städtische Klinikum bei einer Pressekonferenz am Freitag bekannt. Zur Erinnerung: Ab 250 belegten Betten wird die sogenannte Warnstufe ausgerufen.

Nach Angaben des Klinikums erfolgen die Berechnungen "auf der Basis des Modells des Instituts für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Freiburg. Berücksichtigt werden dabei unter anderem die landesweite Inzidenz, der R-Wert, die Impfquote und die ITS-COVID-19-Bettenbelegung des DIVI-Intensivregisters". Das Klinikum Karlsruhe orientiere sich ebenso an Prognosen der Universität Ulm, die sich "bislang als sehr realitätsnah erwiesen" hätten.

Ein leeres Bett steht in einer Intensivstation.
Ein leeres Bett steht in einer Intensivstation. | Bild: Jonas Güttler/dpa/Symbolbild

Hospitalisierungsinzidenz bewegt sich "seitlich"

Bei den Patienten auf der Covid-Normalstation handle es sich seit Mitte Juli nach Aussagen des Klinikums um ungeimpfte Personen (90 Prozent) zwischen 45 und 75 Jahren. Der Anteil der geimpften Patienten sei grundsätzlich über 80 Jahre alt gewesen. Das Alter bei den Intensivpatienten liege zwischen 35 und 80 Jahren. 

Der Anteil an Corona-Fällen in intensivmedizinischer Behandlung an der Gesamtzahl der betreibbaren Intensivbetten liege laut dem Landesgesundheitsamtes bei 8 Prozent. Demnach befänden sich aktuell 185 Patienten auf den Covid-Intensivstationen von Baden-Württemberg. Die 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liege bei 2,3 und entwickle sich damit in eine Seitwärtsbewegung.

MITs unterstützen niedergelassene Ärzte

Des Weiteren informierte das Klinikum darüber, dass mit der Schließung der Kommunalen Impfzentren nun die Mobilen Impfteams wieder vermehrt zum Einsatz kommen werden. Diese sollen die niedergelassenen Ärzte sowie Betriebsärzte ab dem 1. Oktober bis zum Jahresende vor allem bei den Auffrischungsimpfungen in Baden-Württemberg unterstützen. 

Insgesamt 30 MITs sollen in Baden-Württemberg zum Einsatz kommen. Eines der 12 Krankenhäuser, an denen die MITs vorgehalten werden, stelle das Städtische Klinikum Karlsruhe, da es "die entsprechende Logistik" anbieten könne. 

Bild: Markus Kümmerle/Städtisches Klinikum

"Die für den MIT-Stützpunkt notwendige Erweiterung der Räumlichkeiten der Abteilung für Transfusionsmedizin stellt das Klinikum dem Land Baden-Württemberg zur Verfügung. Die Mitarbeiter der MIT werden über das Land finanziert. Auf dieser Grundlage ist ein täglicher Start der MIT in Karlsruhe und Umgebung sichergestellt. Bei seinen ersten Einsätzen am 1. Oktober steuern die MIT unter anderem die Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Waldbronn an", so das Klinikum abschließend.

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Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus hält Karlsruhe in Atem: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für die Fächerstadt und die Region in diesem Dossier.
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Kommentare (9)
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  •   80er
    (6165 Beiträge)

    02.10.2021 16:07 Uhr
    Was viele immer noch...
    ...so vergessen: sind viele Intensivbetten mit Corvit+Patienten belegt, können keine anderen Intensivpatienten behandelt werden. Schlaganfälle, Herzinfarkte und was es sonst noch so geben könnte alltäglich, im Alltag der Krankenhäuser. Ein größeres Unglück, mit einem Massenanfall von Schwerverletzten. Reisebusunfall auf der Autobahn, ICE fährt über eine kaputte Weiche, Explosion in der Raffinerie....alles solche Sachen halt. Wo evtl. Intensivbetten benötigt werden. Durch den Virus ist eben keine Reserve mehr da. Weder an Betten, noch an Personal. Vielleicht noch eine heftige Grippewelle, bei der einige Menschen auch auf Intensiv müssen.....
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  •   Motorhead
    (968 Beiträge)

    02.10.2021 18:54 Uhr
    Da haben Sie recht
    80er, da denkt kein Mensch dran, dass der nächste Angehörige sterben muss, weil Intensiv voll. Autounfall oder Herzinfarkt ist schnell passiert.
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  •   Mondgesicht
    (2755 Beiträge)

    02.10.2021 12:38 Uhr
    Mal wieder sehr viel "könnte"
    Wenn es nach Herrn Spahn ginge, hätten wir schon im September eine Inzidenz von 400 gehabt. Als vor Wochen die neue Corona-Verordnung BW erlassen wurde, ging die Landesregierung davon aus, schon in der ersten Woche werde die Warnstufe überschritten. All das waren Panik-Prognosen, die der Realität nicht standhielten.

    Warum macht man immerzu weiter mit dieser Angstmacherei? Warum wartet man nicht einfach die Entwicklung ab - denn die Regeln "für den Fall dass..." gibt es ja?
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  •   Kiwi
    (648 Beiträge)

    02.10.2021 14:21 Uhr
    Hallo Mondgesicht
    Die Panik-Prognosen, sind nur ein Mittel um von den wirklichen Problemen abzulenken,
    Staatsverschuldung – Steuererhöhung – unkontrollierte Zuwanderung - marodes Gesundheitssystem - Wohnungsnot usw. usw.
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  •   tom1966
    (1704 Beiträge)

    06.10.2021 12:04 Uhr
    Panik?
    Die einzigen, von denen ich sehe, dass sie hier Panik verbreiten, sind diejenigen, die ständig "prophezeien", dass die Corona-Maßnahmen nie enden werden, weil "die Regierung die Bevölkerung unterdrücken will".
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  •   Motorhead
    (968 Beiträge)

    02.10.2021 18:52 Uhr
    Klar Kiwi
    Genau so wird sein 🤣🤣🤣
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  •   Kiwi
    (648 Beiträge)

    02.10.2021 09:48 Uhr
    Patientenalter
    Das Alter bei den Intensivpatienten liege zwischen 35 und 80 Jahren.

    Ich würde das Alter genauer angeben - zwischen Geburt und Ableben - so müsste man sich nicht verbessern.
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  •   froschi
    (135 Beiträge)

    01.10.2021 19:50 Uhr
    Eine "Seitwärtsbewegung"?
    Was soll bei der Entwicklung von Zahlen denn bitte eine "Seitwärtsbewegung" sein? Entweder die Zahlen steigen, oder sie sinken, oder sie ändern sich nicht. Neben einer Zahlenreihe gibt es in der Mathematik nichts "seitliches", wohin man sich "bewegen" könnte. So ein sprachlicher Unsinn.
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  •   bingobongo
    (650 Beiträge)

    01.10.2021 16:47 Uhr
    220 < 250
    Diese mathematische Wahrheit möge das Klinikum Karlsruhe zur Kenntnis nehmen.
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