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Stuttgart Strategiewechsel: Baden-Württemberg will auf massenhafte Kontaktverfolgung verzichten

Nach Nordrhein-Westfalen plant auch Baden-Württemberg künftig auf die massenhafte Kontaktverfolgung bei Corona-Fällen zu verzichten. Das würde bedeuten, dass etwa die Besucher von Gaststätten, Kinos oder Museen demnächst nicht mehr ihre persönlichen Daten hinterlegen müssten, etwa mit Hilfe der Luca-App oder handschriftlich. Das Gesundheitsministerium in Stuttgart bestätigte am Mittwoch einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung", wonach das Land hier einen Strategiewechsel vorbereite. Bisher waren die Daten nötig, damit die Gesundheitsämter bei einem Corona-Fall etwa die Nebensitzer aufspüren können.

Die Lage habe sich insofern geändert, "als dass es eine zunehmende Zahl von Geimpften und Genesenen gibt", erklärte ein Ministeriumssprecher. "Wer geimpft oder genesen ist, muss in aller Regel - auch wenn er oder sie Kontaktperson ist - nicht in Quarantäne." Künftig sei das Ziel: "Wir wollen die Kräfte auf eine intelligente Schwerpunktnachverfolgung von herausragenden Ereignissen konzentrieren."

Das Symbol der Luca-App ist auf einem Smartphone zu sehen.
Das Symbol der Luca-App ist auf einem Smartphone zu sehen. | Bild: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

Das Ministerium bereite eine Aktualisierung der entsprechenden Verordnung zur Quarantäne vor. Wenn das Konzept fertig sei, werde sich die Landesregierung in einer ihrer nächsten Sitzungen in den kommenden Wochen damit beschäftigen.

Ziel solle sein, "die Pandemie gezielt einzudämmen und gleichzeitig besonders vulnerable Gruppen zu schützen". Klar sei aber auch: "Eine Absonderungspflicht ist weiterhin vorgesehen für nicht geimpfte oder genesene Haushaltsangehörige." In NRW müssen Besucher von Kneipen oder Restaurants demnach schon seit Freitag keine Daten mehr hinterlegen.

 

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Kommentare (3)
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  •   maehdrescher
    (1650 Beiträge)

    26.08.2021 08:33 Uhr
    Inzwischen wurde das dementiert.
    Zwar sollen tatsächlich die Kontakte nicht mehr verfolgt werden, aber die Pflicht zur Datenerfassung in Gastronomie etc. soll bestehen bleiben.

    Das ist doch eindeutig Schikane. Wenn die Daten nicht zur Kontaktverfolgung benötigt werden, dann darf man sie auch nicht erfassen. Hier zeigt die grüne Landesregierung erneut ihr wahres autoritären Gesicht.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12875 Beiträge)

    26.08.2021 07:28 Uhr
    keine Bespitzelung?
    keine "massenhafte Kontaktverfolgung"?
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12875 Beiträge)

    26.08.2021 07:31 Uhr
    wie wird das
    dann eigentlich zu gegebener Zeit im Osten durchgesetzt?

    Dort sind es die Leute (m/w/d) doch gar nicht anders gewohnt?
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