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Stuttgart Nach Wahlpleite: Unionspolitiker aus Baden-Württemberg fordern Erneuerung an der Parteispitze

Unionsabgeordnete aus Baden-Württemberg haben den Kurs der Bundespartei kritisiert und teils personelle Konsequenzen gefordert. "Mit fehlt jede Fantasie, wie Laschet die für eine neue Regierung notwendige Aufbruchstimmung erzeugen will", sagte etwa der Nürtinger Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Dienstag) über den Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet. Priorität müsse die Aufarbeitung der Wahlniederlage genießen. "Zunächst müssen wir unseren eigenen Laden in Ordnung bringen. Da gibt es genug zu tun."

Die Ulmer Abgeordnete Ronja Kemmer sprach sich in den Zeitungen für "einen echten Generationenwechsel" aus. Der Abgeordnete Roderich Kiesewetter aus Aalen sagte mit Blick auf die Schwesterpartei CSU: "Die SPD hat gezeigt, wie viel man durch Geschlossenheit erreichen kann. Das hat der Union leider auf weiten Strecken gefehlt."

Die Unionspolitiker kritisieren auch, dass das Dringen der Union auf eine Jamaika-Koalition der dramatischen Lage nicht gerecht werde.

"Wir als Union müssen anerkennen, dass die SPD die Wahl gewonnen hat und den ersten Regierungsbildungsversuch starten darf. Parallelverhandlungen über Jamaika sollte es nicht geben, sondern erst dann, wenn eine Ampel nicht zustande kommt", sagte der Böblinger Abgeordnete Marc Biadacz. "Unabhängig davon muss sich jetzt jeder in der Union selbst hinterfragen, ob er der nach diesem Ergebnis überfälligen Erneuerung im Weg steht."

 

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  •   Laetschebachschorsch
    (3220 Beiträge)

    29.09.2021 08:54 Uhr
    Die CDU war eigentlich nicht wählbar, aber...
    da die SPD ein Rot-Rot-Grünes Bündnis nicht ausgeschlossen hatte, blieb keine andere Wahl um die Linken von einer Regierungsarbeit fern zu halten. Eine SED-Vergangenheit reicht. Nun sollte aber die gesamte CDU-Führungsspitze, die selbstherrlich ihre Kandidaten bestimmte, auch den Mut haben und den Weg für eine Erneuerung frei machen sonst geht der Absturz weiter.
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  •   Garrincha
    (845 Beiträge)

    28.09.2021 16:39 Uhr
    die CDU sollte sich am besten auflösen
    die eine Hälfte zur AfD und die andere zu den Gelben.
    Nur die Gier nach Macht und fetten Pöstchen hält diese Truppe noch zusammen, ihre Wähler und eine gute Politik für Deutschland sind denen schnuppe.
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  •   AhmedDerAufklärer
    (757 Beiträge)

    28.09.2021 15:51 Uhr
    In
    Karlsruhe ist die hiesige CDU z.B. in der Frage Verkehr ("das Problem sind die unverschämten Radfahrer" wurde mir an einem Stand erzählt...) einfach nicht mehr in der Mitte der heutigen Menschen, sondern irgendwo in 1967...
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  •   Prof.Baerlapp
    (812 Beiträge)

    28.09.2021 14:00 Uhr
    Die Erneuerung
    muss aber tiefer gehen als nur Herrn Laschet auszutauschen. Er ist mitverantwortlich für das schlechte Wahlergebnis, aber nicht der alleinig Verantwortliche für den kontinuierlichen Niedergang der CDU. Wer in dieser Partei meint, man könnte jetzt mal schnell den Laschet durch jemand anderen ersetzen und ansonsten so weitermachen wie die letzten Jahre, der hat den Knall nicht gehört. Dann wird die Partei in vier Jahren dankbar sein, wenn sie vielleicht noch 20 % erreicht.
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  •   kommentar4711
    (3416 Beiträge)

    28.09.2021 14:14 Uhr
    ANTWORT AUF "DIE ERNEUERUNG"
    Ja. Da gehören noch einige Leute mehr dazu. Schäuble und Bouffier, die Laschet gegen die ganze Basis durchgedrückt haben mal als Minimum. Altmaier und Braun als treue Merkel-Soldaten ebenfalls. Die vier wären aus meiner Sicht das absolute Minimum. Und in Karlsruhe mache ich mir erst wieder Gedanken über die CDU, wenn Wellenreuter und Schütz keine Rolle mehr spielen.
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  •   max
    (279 Beiträge)

    28.09.2021 13:43 Uhr
    Wo bleibt FAIR PLAY bei der CDU ?
    Es ist doch traurig, wenn man als Verlierer moch nicht einmal dem Geinner gratuliert. Ich meine hier Armin Laschet, denn er betont immer wieder, dass die SPD nicht die Gewinner sind. Herr Laschet, wenn beim 100 Meterlauf der zweite nur 1,6 Sekunden hinter dem Sieger ist, dann ist er zweiter. So einfach ist dies. Wenn ich aber weiterhin mich als Sieger sehe, übrigens bei solchen Stimmverlusten, dann sollte er sich schon mal die Frage vor dem Spiegel stellen: " Bin ich oder war ich der Richtige." Ihr werdet sehen, er wird von seinen eigenen Parteikollegen in die Wüste geschickt. So darf sich ein MÖCHTEGERKANZLER nicht verhalten.
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  •   kritiker_2014
    (826 Beiträge)

    28.09.2021 11:36 Uhr
    Wenn die CDU, vertreten durch 16 Jahre Merkel
    Regierung die konservativen Werte an der Garderobe abgibt und die Partei nach links verschiebt braucht sich keiner über das Desaster zu wundern.
    Man hat Leute wie z.B. Bosbach die genau die konservativen Werte noch vertreten haben einfach kalt gestellt.
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  •   80er
    (6164 Beiträge)

    28.09.2021 17:42 Uhr
    Nun ja.....
    ....konservative Werte. Zwei Fragen hierzu: was sind überhaupt konservative Werte? Und: will der Bürger/der Wähler übeehaupt so was wie konservative Werte? Und wenn ja, woran macht man das fest?
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  •   AhmedDerAufklärer
    (757 Beiträge)

    28.09.2021 15:49 Uhr
    Aber
    die Frau Merkel hatte ja x - mal bessere Umfragewerte als Laschet. Sie wäre wahrscheinlich wiedergewählt worden (nicht von mir). Der einfache Ansatz "Merkel ist schuld" liegt wohl daneben.
    Ich glaube eher, dass das Problem ist, dass Konservative allzu lange erzählt haben Umwelt- und Klimaschutz seien belächelbare Luxusthemen und Eintagsfliegen - was sich als Trugschluß erwiesen hat.
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