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Karlsruhe Trotz Majolika-Ausstieg: Lüpertz' Tunnel-Kunst wird fertiggestellt

Seit dem Jahreswechsel 2019/20 arbeitet Künstler Markus Lüpertz intensiv an seinem Kunstwerk "Genesis - Werke und Tage", das der Stadt Karlsruhe für die Kombilösung übergeben werden soll. Ursprünglich sollte das Werk, welches insgesamt 14 großformatige Keramikbilder umfasst, in der Karlsruher Majolika gestaltet und gebrannt werden. Wie jetzt bekannt wurde, wird es dazu nicht kommen, das Projekt soll nun mit einem anderen Partner fertiggestellt werden.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung der Majolika Karlsruhe und des Vereins Karlsruher Kunst Erfahren bedauert die Majolika sehr, "dass sie sich nach den gemachten Erfahrungen und gewonnenen Erkenntnissen während der Herstellung des ersten Bildes  kapazitätstechnisch, organisatorisch und in dem angedachten Preisrahmen nicht in der Lage sieht, den Gesamtauftrag abwickeln zu können."

Der Verein Karlsruher Kunst erfahren und die Majolika haben deshalb im gegenseitigen Einvernehmen am 9. Oktober nach einem konstruktiven und freundschaftlichen Gespräch ihre Zusammenarbeit beendet. Die Majolika steht dem Verein jedoch an anderer Stelle zur Unterstützung zur Verfügung.

Projekt soll mit anderem Partner fertiggestellt werden

Sowohl Vereinsvorsitzender Anton Goll als auch Klaus-Dieter Rohlfs, Vorsitzender des Stiftungsrates der Majolika Stiftung und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Majolika GmbH, bedauern sehr, dass Markus Lüpertz sein Kunstwerk nicht in Karlsruhe fertigstellen kann. Der Verein Karlsruher Kunst Erfahren wird nun einen anderen Partner für die Umsetzung beauftragen.

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Kommentare (23)
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  •   kommentar4711
    (2812 Beiträge)

    15.10.2020 20:05 Uhr
    Auch so ein Projekt...
    ... bei dem in der Politik zu viel hinter der Tür gemauschelt wurde. Jetzt kommt die Quittung.
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  •   IchKA
    (955 Beiträge)

    15.10.2020 18:12 Uhr
    Huldvoll und beseelt
    schauen Fürst Lüperz und der schwäbische Badener eines Exjahres auf dem Foto drein. Vom Verein Kunst erfahren konnte man wohl bisher eher wenig erfahren. Transparenz geht anders. Nachdem dieses Projekt unter der Ägide Mentrup gegen erheblichen Widerstand großer Teile der Stadtgesllschaft durchgedrückt wurde mit Argumenten wie Auftragsbeschaffung für Majolika, Touristenmagnet Lüperz im Tunnel, sieht es jetzt wieder nebulös aus. Von dem Verlust der Werberlöse von 14 Bewegtbildflächen von ca.750.000 pro Jahr, statt der Genesis, will niemand reden, genauso wenig wie von in vielen Städten mehr als polarisierenden Kunstauffassung des Meisters. Der nach eigenen Angaben von Gott gesandte Künstler liebt ja KA sehr. Deswegen macht er das ja alles und beschenkt die Stadt mit seinen Werken. Für die zwei Stelen vor dem Theater erhielt er das bescheidene Anwesen in der Hildapromenade. Dazu schweigt sich die Stadt bis heute aus. Dann gibt es noch Brunnnen oder den Geier im B-Gericht. Seltsam alles.
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  •   myopinions
    (1155 Beiträge)

    15.10.2020 17:13 Uhr
    ...............warum bin ich eigentlich
    nicht verwundert?

    Weil ich schon immer den Eindruck hatte, daß sämtliche Beteiligten in kompletter Ahnungslosigkeit agieren und agiert haben. Wie kann sich die Majolika auf ein solches Projekt einlassen um relativ schnell zu erkennen, daß man das -oh Wunder- ja gar nicht stemmen kann. Der Goll als ehemaliger GF hätte das eigentlich wissen können, der aktuelle GF der Majolika hätte es wissen müssen.
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  •   IchKA
    (955 Beiträge)

    15.10.2020 18:22 Uhr
    Vielleicht wurde die Majolika gelockt
    einen Superpreis zu machen und dafür gaaaanz viel Renommee im Schatten des großen Meisters zu bekommen, damit der marode Betrieb wieder auftauchen kann wie ein Phönix aus der Asche.
    In Freundschaft hat man sich getrennt und ja, auch der Preisrahmen ...
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  •   ALFPFIN
    (7432 Beiträge)

    15.10.2020 16:50 Uhr
    Jetzt könnte man ja auf die Idee kommen,
    Majolika kann mit dem angebotenen "Honorar" die Kosten der Fertigung der Kunstwerke nicht einverstanden sein, es muss ja auch daran verdient werden, nachdem man immer am Konkurs vorbeischrammt, der Verein kann aber nicht mehr bezahlen, weil der Künstler auf seinem Honorar besteht und überhaupt hat der Verein Kunst Erfahren sowieso nicht so viele Euronen eingesammelt, dass alle finanzielle Ansprüche befriedigt werden können.
    Warten wir also ab, Herr Lüpertz will seine Kunstwerke ja sowieso nur ein paar Jahre Karlsruhe leihen. Da bin ich mal gespannt, ob die überhaupt bei uns zu sehen sind und nicht doch noch wo anders ausgestellt werden, gegen ein höheres Honorar selbstverständlich.
    Also Karlsruher Regierende, machen Sie sich schon mal Gedanken, mit was die Tunnelgänge geschmückt werden könnten.
    Aber bitte nicht mit Fotos der KSC Größen, die sehen wir schon täglich beim ka-news gucken, sozusagen als Dauerschleife. 😊
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  •   stefko
    (2329 Beiträge)

    16.10.2020 08:11 Uhr
    Durchaus wünschenswert
    Zitat von Alfpin ob die überhaupt bei uns zu sehen sind und nicht doch noch wo anders ausgestellt werden

    Vielleicht erbarmt sich ja Oberammergau und schraubt den Bibel-Mist an ein paar Bus-Häuschen, da würde es wenigstens passen ... zwinkern
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  •   andip
    (10694 Beiträge)

    16.10.2020 08:19 Uhr
    Ob die das haben wollen?
    Der macht garantiert keine klassischen Heiligenbildchen oder Ikonen.
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  •   myopinion
    (61 Beiträge)

    15.10.2020 16:41 Uhr
    ein neuer Partner
    der, mit 100%iger Sicherheit auch viel mehr kostet. Ist doch nur Steuergeld welches die Verwaltung da wissentlich und bewußt verschwendet.
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  •   andip
    (10694 Beiträge)

    16.10.2020 08:16 Uhr
    Noch nicht mitbekommen?
    Die Dinger werden durch Spenden finanziert, da fliesst kein Steuergeld.
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  •   kommentar4711
    (2812 Beiträge)

    16.10.2020 09:53 Uhr
    ANTWORT AUF "NOCH NICHT MITBEKOMMEN?"
    Jaja, die Schlosslichtspiele auch. "Spenden" kommen unter anderem vom KVV, den Stadtwerken, der Sparkasse Karlsruhe, Kalrsruhe Tourismus, der Volkswohnung, ... . So kann man den Leuten schön Sand in die Augen streuen und verschleiern, dass das Geld am Ende doch im Stadthaushalt fehlt. Und für die Lüpertz Kunstwerke ist die Spenderliste m. W. nicht öffentlich.
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