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Karlsruhe Trotz Corona-Lockdown: Karlsruher Tauben bitte nicht füttern

In einer Pressemitteilung appelliert die Stadt Karlsruhe an die Bürger, sich an das in der städtischen Straßen- und Anlagenpolizeiverordnung verankerte Fütterungsverbot zu halten. Der Grund: Die Fächerstadt führt anhand eines "Stadttaubenkonzepts" regelmäßig selbst kontrollierte Fütterungen durch, um Überpopulationen zu verhindern. Da durch den Lockdown weniger Menschen in der Stadt unterwegs sind, könnten pickenden Tauben den Eindruck von Hunger erwecken.

In der Hochphase des pandemiebedingten Lockdowns zeigte sich in der Karlsruher Innenstadt ein fast surreal anmutendes Bild: pickend umherlaufende Stadttauben dominierten die Plätze während deutlich weniger Menschen unterwegs waren.

"Zumindest in Karlsruhe muss dieses Verhalten nicht zwingend auf Futtermangel zurückzuführen sein, die Tiere folgen lediglich ihrem natürlichen Pick- und Erkundungstrieb", erklärt der Vorsitzende des Vereins "Stadttaubenkonzept Karlsruhe", Dieter Götz-Dumbeck, der in derzeit sechs von der Stadt errichteten Taubentürmen und Taubenschlägen Stadttauben betreut und füttert.

Stadttaubenkonzept reguliert Taubenpopulation

"So unterschiedlich die Haltung in der Bevölkerung zum Thema Tauben ist, so unterschiedlich sind die Maßnahmen der Gemeinden in Deutschland, um einerseits den Bedürfnissen der Tiere gerecht zu werden und andererseits Überpopulationen zu vermeiden", so die Stadt in der Pressemitteilung.

(Symbolbild)
(Symbolbild) | Bild: pixabay.com © peggy_marco

"In Karlsruhe wird schon seit vielen Jahren ein Konzept zur tierschutzgerechten Regulation der Stadttaubenpopulationen umgesetzt, das aus einem Maßnahmenbündel kontrollierter Fütterungen und dem Austausch der Eier in den Nestern besteht", erläutert der für ordnungs- und tierschutzrechtliche Angelegenheiten zuständige Bürgermeister, Albert Käuflein.

Vier der derzeit sechs städtischen Fütterungseinrichtungen befänden sich innerhalb des natürlichen Flugradius der innerstädtischen Taubenpopulationen, damit sei "die Versorgung der Tiere mit ausreichend artgerechtem Futter gewährleistet".

Diese Maßnahmen würden die Grundversorgung der Tiere mit Futter sichern und dienen ebenso der Populationskontrolle. "Das Einfangen und Töten der Tiere zur Bestandsregulation ist nicht Bestandteil des Karlsruher Konzepts", so Käuflein weiter.

Bürgermeister Albert Käuflein (CDU).
Bürgermeister Albert Käuflein (CDU). | Bild: Archiv/Paul Needham

Der Erfolg des Stadttaubenkonzeptes hänge jedoch wesentlich davon ab, dass keine Fütterungen außerhalb der offiziellen städtischen Futterstellen stattfänden.

Bitte nicht füttern!

Die Stadtverwaltung appelliert deshalb an die Bürgerinnen und Bürger, sich an das in der städtischen Straßen- und Anlagenpolizeiverordnung verankerte Fütterungsverbot zu halten, denn Überpopulationen führten zwangsläufig zu Stress und damit einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit bei den Tieren.

(Symbolbild)
(Symbolbild) | Bild: (ks)

Ansprechpartner für das Karlsruher Stadttaubenprojekt sind der Verein Stadttaubenkonzept Karlsruhe e. V. (www.stadttaubenkonzept-karlsruhe.de/) und das Ordnungs- und Bürgeramt, Abteilung Lebensmittelüberwachung und Veterinärwesen (Telefon: 0721/133-7101).

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  •   Rundbau-Gespenst
    (12262 Beiträge)

    02.03.2021 16:48 Uhr
    füttern?
    Die Ratten der Luft?
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  •   schlaule2
    (348 Beiträge)

    02.03.2021 11:34 Uhr
    dazu fällt mir von Georg Kreisler "Tauben vergiften im Park" ein
    Schatz, das Wetter ist wunderschön
    Da leid ich's net länger zuhaus'
    Heute muss man ins Grüne geh'n
    In den bunten Frühling hinaus
    Jeder Bursch und sein Mäderl
    Mit einem Fresspaketerl
    Sitzen heute im grünen Klee
    Schatz, ich hab' eine Idee
    Schau, die Sonne ist warm und die Lüfte sind lau
    Geh ma Tauben vergiften im Park
    Die Bäume sind grün und der Himmel ist blau
    Geh ma Tauben vergiften im Park
    Wir sitzen zusamm' in der Laube
    Und a jeder vergiftet a Taube
    Der Frühling, der dringt bis ins innerste Mark
    Beim Tauben vergiften im Park
    Schatz, geh, bring das Arsen gschwind her
    Das tut sich am besten bewährn
    Streu's auf a Grahambrot kreuz über quer
    Und nimm's Scherzel, des fressen's so gern
    Erst verjag'mer die Spatzen
    Denn die tun an' olles verpatzen
    So a Spatz ist zu gschwind, der frisst's Gift auf im Nu
    Und das oarme Tauberl schaut zu
    Ja, der Frühling, der Frühling, der Frühling ist hier
    Geh ma Tauben vergiften im Park
    Kann's geben im Leben ein größres Plaisir
    Ois des Tauben vergiften im Park
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  •   Beiertheimer
    (1274 Beiträge)

    02.03.2021 11:09 Uhr
    Diejenigen die die Tauben füttern
    erreicht man mit diesem Beitrag nicht.
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  •   Prof_Arogora
    (95 Beiträge)

    02.03.2021 13:41 Uhr
    Wenn man erwähnen würde,
    daß Taubenfüttern bis zu 3000,-€ Strafe kosten kann, vielleicht schon eher.
    Vor allem sollte der KOD, der die Fütterer ja jeden Tag bei der Arbeit sieht, mal konsequent einschreiten.
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  •   barheine
    (559 Beiträge)

    01.03.2021 18:54 Uhr
    In Ettlingen haben wir reichlich Falken. Problem gelöst.
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  •   zweiundvierzig
    (146 Beiträge)

    01.03.2021 18:10 Uhr
    In Karlsruhe gibt es noch Tauben???
    Hier in Durlach gibt es nur noch Rabenkrähen, die die Autos und Fußwege vollscheissen und die Menschen morgens aus dem Schlaf reissen. Da sollte sich die Stadt mal drum kümmern.
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  •   Reger
    (515 Beiträge)

    02.03.2021 10:04 Uhr
    Rabenkrähen?
    Darum kann man sich selbst kümmern. Jedenfalls habe ich das mit Erfolg gemacht.
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  •   müllermeier
    (93 Beiträge)

    02.03.2021 12:45 Uhr
    Bitte
    gib mir mal bitte den Tip wie. Denn auch bei mir gibts mehr schwarze Viecher als Tauben und noch schlimmer - in der Nachbarschaft füttert jemand mit Erdnüssen
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  •   Reger
    (515 Beiträge)

    02.03.2021 13:19 Uhr
    Eigene Erfahrung
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   Angry
    (64 Beiträge)

    02.03.2021 15:02 Uhr
    Teurer Spaß ...
    ... und nicht wirklich zur Nachahmng zu empfehlen
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