5  

Stuttgart Thomas Strobl zieht erste Bilanz der Maskenpflicht-Kontrollen im ÖPNV

Der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl hat am heutigen Dienstag den Ministerrat darüber informiert, dass die Polizei Baden-Württemberg bis zum gestrigen Montag flächendeckend insgesamt 26 Schwerpunktkontrollen zur Überwachung der Maskentragepflicht im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) durchgeführt hat

"Der weit überwiegende Teil der Fahrgäste kommt der Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im ÖPNV nach und verhält sich damit verantwortungsbewusst sowie respekt- und rücksichtsvoll", wird Strobel in einer Pressemitteilung des Innenministerium Baden-Württemberg zitiert.

Große Akzeptanz und Resonanz

Weiter heißt es dort: "Die Kontrollen stoßen auf eine große Akzeptanz und positive Resonanz in der Bevölkerung. Bei den Kontrollen gilt, dass beharrliche Maskenverweigerer konsequent zur Anzeige gebracht werden." 

Maskenkontrolle in Karlsruher Bahnen.
Maskenkontrolle in Karlsruher Bahnen. | Bild: Thomas Riedel

Bei den bisherigen Kontrollen setzte die Polizei insgesamt 1.950 Polizeibeamtinnen und -beamte ein und kontrollierte fast 100.000 Personen. Dabei wurden 20.085 Verstöße gegen die Maskentragepflicht festgestellt, von denen 566 Verstöße zur Anzeige gebracht wurden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Fahrgäste in den Verkehrsmitteln der Maskentragepflicht weit überwiegend nachkommen. Insbesondere an den Bahnsteigen und den Bushaltestellen mussten die Menschen allerdings häufiger daran erinnert werden, dass sie eine Mund-Nase-Bedeckung tragen müssen.

Die meisten Personen sind einsichtig

Die Angesprochenen waren fast ausnahmslos einsichtig und setzen eine Maske auf – deshalb wurde in diesen Fällen in der Regel von einer Anzeige abgesehen. Nur in wenigen Fällen hatte es die Polizei mit beharrlichen, teils renitenten Maskenverweigerern zu tun, die dann auch selbstverständlich konsequent zur Anzeige gebracht wurden.

"Bei einer Kontrolle am Bahnhof in Friedrichshafen musste ein Maskenverweigerer sogar aus einem Linienbus getragen werden, da er sich vehement weigerte, ordnungsgemäß eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und den ausgesprochenen Platzverweis mehrfach missachtete", erläuterte Innenminister Strobl.

ka-news-Mitarbeiterin Verena Müller-Witt im Gespräch.
ka-news-Mitarbeiterin Verena Müller-Witt im Gespräch. | Bild: Thomas Riedel

Die Schwerpunktkontrollen der Polizei Baden-Württemberg sind eng mit den jeweiligen sachlich zuständigen Ortspolizeibehörden sowie den Verkehrsunternehmen abgestimmt. Bis zum 9. Oktober 2020 sind noch 13 weitere Schwerpunktaktionen der Polizei Baden-Württemberg geplant.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (5)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   tom1966
    (528 Beiträge)

    30.09.2020 10:09 Uhr
    Verstöße
    100 000 Personen kontrolliert - 20 000 Verstöße, d.h. jeder Fünfte trägt die Maske falsch oder gar nicht - kommt das niemandem viel vor?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   andip
    (10627 Beiträge)

    30.09.2020 12:17 Uhr
    Kommt darauf an
    Zum einen dürfte das ein Teil sein, die mit "Nase frei" rumliefen, da muss man kein Drama daraus machen .
    Und zum anderen wohl welche, die sie an der Halte nicht auf hatten, was nach meiner Erfahrung relativ viele sind.
    Wobei man durchaus darüber streiten kann, ob es überhaupt Sinn macht, an der Halte Maske tragen zu müssen, einen Meter daneben aber nicht.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Sherlock
    (17 Beiträge)

    30.09.2020 14:47 Uhr
    Nase frei
    Also ich finde schon dass man daraus ein Drama machen darf. Es heißt ja Mund-Nasen-Schutz und es gibt einen Grund warum die Maske über die Nase muß.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   patrickkk
    (1685 Beiträge)

    30.09.2020 01:18 Uhr
    ...
    Sind das wirklich 1,5 Meter zwischen Verena Müller-Witt und unserer Polizeipräsidentin?

    Zitat von https://www.baden-wuerttemberg.de/en/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/ § 2 Allgemeine Abstandsregel
    (1) Soweit keine geeigneten physischen Infektionsschutzvorrichtungen vorhanden sind, wird die Einhaltung eines Mindestabstands zu anderen Personen von 1,5 Metern empfohlen.

    (2) Im öffentlichen Raum muss ein Mindestabstand zu anderen Personen von 1,5 Metern eingehalten werden, sofern nicht die Einhaltung des Mindestabstands im Einzelfall unzumutbar, dessen Unterschreitung aus besonderen Gründen erforderlich oder durch Schutzmaßnahmen ein ausreichender Infektionsschutz gewährleistet ist. Ebenfalls ausgenommen sind Ansammlungen, die nach § 9 Absätze 1 oder 2 zulässig sind.

    (3) Die Abstandsregel gilt nicht für Schulen, Kindertagesstätten und die weiteren in § 16 Absatz 1 genannten Einrichtungen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   andip
    (10627 Beiträge)

    30.09.2020 08:37 Uhr
    Das steht aber im Widerspruch
    zu der Regel, dass sich immer und überall bis zu 20 Menschen versammeln dürfen und zwar ohne Mindestabstand und ohne Maske.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.