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Karlsruhe Südsee-Feeling statt Bahnverkehr: Die Karlstraße wird mit 30 Palmen begrünt

Eine Allee von Palmen mitten in Karlsruhe - was sich eher nach einem Postkartenmotiv aus der Südsee anhört, ist seit neuestem in der Karlsruher Innenstadt zu finden, genauer gesagt in der Karlstraße. Seit vergangenem Freitag zieren 19 Palmen in Pflanzkübeln den aktuell von den Bahnen unbefahrenen Streckenabschnitt zwischen Stephanplatz und Europaplatz. Die Aktion des Stadtmarketings der Karlsruher Marketing und Event GmbH (KME) soll nicht nur die Partie begrünen, sondern auch die Innenstadt sommerlicher gestalten.

Seit dem 20. April rattern keine Bahnen mehr über die Schienen in der Karlstraße - Grund ist die Baustelle der Kombilösung, die aktuell das Karlstor und die dortigen Gleise blockiert. Voraussichtlich im September soll die Strecke wieder für Bahnen freigegeben werden.

11 Palmen kommen am Freitag dazu

Bis es soweit ist, wird die breite Gleistrasse in der Mitte der Karlstraße aber dennoch genutzt: 19 Kanarische Dattelpalmen nennen den Abschnitt zwischen Stephanplatz und Europaplatz seit vergangenem Freitag ihr neues Zuhause. Am Freitag,  3. Juli, will das Citymarketing elf weitere Palmen auf der Strecke zwischen Karlstor und Stephanplatz platzieren.

Bild: rmv

"Solche Streckenabschnitte kann man, wenn sie gesperrt sind, gerne nutzen", sagt Dennis Fischer, Bereichsleiter für Citymarketing bei der KME, auf Nachfrage von ka-news.de. Warum hat man aber ausgerechnet auf Palmen gesetzt? "Wir haben sie schon öfter verwendet und sie bieten sich einfach an: Sie sind hitzeresistent, schön und einladend", so Fischer.

Palmen sollen Parksünder fernhalten

Noch ein weiterer Vorteil sollen die Exoten in den Pflanzkübeln haben: Laut Fischer sollen sie Verkehrsteilnehmer davon abhalten, auf der Gleisanlage zu parken. "Gerade Transporter, die anliegende Restaurants und Geschäfte mit Waren beliefern, machen davon nämlich gerne Gebrauch."

Noch bis zum 29. August können sich die Karlsruher an der Palmenpracht erfreuen. Am 1. September muss der Gleisbereich geräumt werden, da die Karlsruher Verkehrsbetriebe (VBK) dann den Gleisbetrieb wieder aufnehmen wollen.

 

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  •   Duchamp
    (2 Beiträge)

    03.07.2020 17:17 Uhr
    Mehr Marketing als kreativ
    "Die Karlsruhe Marketing und Event GmbH vereint hohe Kompetenz bei Planung und Durchführung von emotionalen Großevents mit der Kernaufgabe, das Profil von Karlsruhe zu stärken."Mich überzeugt dieses Aufgebot an Palmen in bezug auf Sinnhaftigkeit nicht. Ich bin mir sicher, Bürgerinnen + Bürger hätten kreativere Ideen, um diese Fläche zu gestalten. Allein aus praktischen Gründen frage ich mich, warum man den Raum in bezug auf den Markt, nicht ausweitet, da eh zu eng. Schade, stattdessen: "Auf Anregung von Geschäftsleuten habe die KME diese Initiative innerhalb ihrer Kampagne „Sommer in Karlsruhe“ ergriffen, erklärt Fischer." Scheint allgemin ein City-Alternativen-Ding zu sein, siehe "Bremen: City-Initiative wünscht sich Stadtbummel unter Palmen - "Wohlfühlfaktor“ soll gesteigert werden. Corona adé und so schnell wie möglich wieder zurück zu den Konsumsystemen. Ich hätte mir weniger Event-Aktionismus, aber dafür mehr Reflektion gewünscht.
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  •   Reger
    (219 Beiträge)

    03.07.2020 16:01 Uhr
    Grüne
    Typisch grünes Argument, Autos sollen dort nicht parken. Wieso nicht? Bietet sich doch verständlicherweise an. Wen stört das? Aber uns soll ja autoritär das Autofahren in der heutigen Form aberzogen werden.
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  •   Freigeist1
    (1282 Beiträge)

    03.07.2020 20:39 Uhr
    Schwarze (Umwelt-Wuzzis)
    Bisher hatte man ja über Jahrzehnte eher den Eindruck, dass uns das Autofahren autoritär anerzogen werden soll zwinkern
    Schon mal drüber nachgedacht.
    Vermutlich: Nein.
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  •   Reger
    (219 Beiträge)

    03.07.2020 21:16 Uhr
    Falsch gedacht.
    Mir z. B. macht es Spaß, autozufahren. Es gibt mir und vielen Unabhängigkeit. So etwas muss niemand autoritär anerzogen werden. Schon mal darüber nachgedacht?
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  •   HerrNilson
    (1479 Beiträge)

    03.07.2020 18:01 Uhr
    Ja genau
    Die Kubel sind dort ausschliesslich wegen der Autofahrer hingestellt worden. Doch, genauso wars.
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  •   Chris.Lok75
    (720 Beiträge)

    03.07.2020 14:55 Uhr
    ?
    Endlich Schattenparkplätze!!!
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  •   myopinions
    (1100 Beiträge)

    03.07.2020 13:45 Uhr
    .............es ist ja geradezu
    pervers, wenn man den Leuten rät, das heimische Domizil möglichst nicht zu verlassen und soweit es geht alles liefern zu lassen, um dann den Sprinter-Fahrern die Parkmöglichkeiten zu verwehren.
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  •   Duchamp
    (2 Beiträge)

    03.07.2020 12:49 Uhr
    Mehr Marketing als kreativ
    "Die Karlsruhe Marketing und Event GmbH vereint hohe Kompetenz bei Planung und Durchführung von emotionalen Großevents mit der Kernaufgabe, das Profil von Karlsruhe zu stärken. "
    Ich persönlich kann mit diesem Großevent an Palmenaufgebot nichts anfangen. Ich bin überzeugt, dass viele Bürgerinnen und Bürger kreative Alternativen anzubieten hätten, wenn es darum ginge eine derart freie Fläche zu bespielen. Eine derartige Einbindung würde für mich vielmehr das Profil von Karlsruhe stärken als die "Meinung" einer Marketingcampangne. Ob die Kosten für angebliche Falschparker in jeglicher Relation zu den Realisierungskosten stehen? Ja, und warum eigentlich Palmen? "Auf Anregung von Geschäftsleuten habe die KME diese Initiative innerhalb ihrer Kampagne „Sommer in Karlsruhe“ ergriffen, erklärt Fischer." Aha ... die kreativen Geschäftsleute jetzt, oder wie? Schade.
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  •   Der_Pendler
    (142 Beiträge)

    02.07.2020 13:08 Uhr
    Zum gießen kann man ja...
    ...das Wasser aus dem U-Strab.-Tunnel nehmen *lach*
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  •   Laetschebachschorsch
    (3165 Beiträge)

    02.07.2020 12:36 Uhr
    Nicht nachvollziehbar
    Da ist bei unserer großherzoglichen Verwaltung mal wieder die Eitelkeit zum Tragen gekommen. Müssen es Palmen sein? Gehen da nicht einheimische Pflanzen? Was sagen denn unsere Umwelt bewussten Naturschützer, die sich so energisch für die Erhaltung der heimischen Fauna einsetzen und jedes Kräutlein geschützt sehen wollen da zu? Passt irgendwie nicht zusammen.
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