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Karlsruhe Steigende Inzidenz in der Fächerstadt - ka-news.de-Leser fragen: Warum müssen alle Karlsruher unter dem LEA-Ausbruch leiden?

Die Karlsruher Inzidenz steigt wieder an. Grund hierfür sind kleinere Ausbrüche, die unter anderem auch die Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA) in Karlsruhe betraf. Sieben Personen sollen sich dort mit dem Virus infiziert haben und trieben so die Werte wieder nach oben. Die Karlsruher Bürger sind empört und fragen: Warum wurde das LEA nicht aus der Berechnung herausgehalten? ka-news.de hat die Frage an das Gesundheitsamt weitergeleitet.

"Warum wird die LEA nicht herausgerechnet? Wegen sieben Bewohnern müssen alle Karlsruher leiden."

"Der LEA-Ausbruch muss herausgerechnet werden, denn er hat mit dem Infektionsgeschehen in der Stadt nichts zu tun" und "der allergrößte Teil der Neuinfektionen ist auf einen Ausbruch in der LEA zurückzuführen, der ja für den Rest von Karlsruhe völlig irrelevant ist (da Neuankömmlinge, die sofort separiert werden). Wieso kann dann die Inzidenz nicht um diese Zahlen korrigiert werden?"

Bürger demonstrierten vor der LEA in Karlsruhe. Foto: Uli Deck/Archiv
Die LEA in Karlsruhe. |

All das sind Fragen, die sich im Kommentarbereich und auf Social Media eines ka-news.de-Artikels zu den steigenden Inzidenzen in Karlsruhe sammelten. Aber warum rechnet das Gesundheitsamt die LEA dann überhaupt mit ein oder besser gesagt nicht heraus? Wir haben nachgefragt. 

Regelung des "diffusen Infektionsgeschehens" ist veraltet

"Es ist aktuell rechtlich nicht mehr möglich, einzelne Infektionsgeschehen aus der Inzidenz-Berechnung herauszurechnen", heißt es in einem schriftlichen Statement an die Redaktion. Des Weiteren vermutet das Gesundheitsamt, dass die Kommentaroren auf eine alte Regelung der Corona-Verordnung anspielen - die des "diffusen Infektionsgeschehens."

"Die Kommentatoren spielen hier vermutlich auf die Regelung einer früheren Coronaverordnung des Landes an, als für die Bewertung, ob ein "diffuses Infektionsgeschehen" vorliegt, solche Einzelgeschehen als Kriterien herangezogen werden konnten. Dies ist nach §1 Abs. 2 der aktuellen Corona VO nicht mehr möglich. Hier gilt allein der Wert der vom Landesgesundheitsamt veröffentlichten 7-Tage-Inzidenz", heißt es in dem Statement weiter. 

Der Eingang zum Karlsruher Gesundheitsamt | Bild: Thomas Riedel

Weitere Auswirkungen auf das restliche Infektionsgeschehen in Karlsruhe soll der "LEA-Ausbruch" vom 29. Juni allerdings nicht haben. Der Grund: "Mit rund sieben Infizierten sei der "Ausbruch" nicht wirklich ein "Ausbruch" gewesen und falle inzwischen aus der 7-Tage-Inzidenz-Berechnung wieder heraus.

Mehr zum Thema
Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus hält Karlsruhe in Atem: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für die Fächerstadt und die Region in diesem Dossier.
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Kommentare (23)
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  •   karl143
    (353 Beiträge)

    10.07.2021 09:43 Uhr
    Gerade ka-news als Printmedium
    +++ Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   Kransruhe
    (63 Beiträge)

    10.07.2021 21:45 Uhr
    Ach
    Um Platz und Geld zu schaffen, könnten wir im Ausgleich gerne ein paar Neurechte abschieben.
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  •   karl143
    (353 Beiträge)

    11.07.2021 00:44 Uhr
    Wie Sie mit Asylanten
    +++ Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   schlaule2
    (433 Beiträge)

    09.07.2021 19:59 Uhr
    Der Ausbruch in der LEA spielt doch
    keine Rolle mehr, die Besucher des Topsy vor einer Woche haben das Virus super gut in KA verbreitet, das ist auch kein Hotspot sonder flächendeckend, mal gespannt wie es in 1,5 Wochen aussieht.
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  •   kommentar4711
    (3269 Beiträge)

    10.07.2021 09:38 Uhr
    ANTWORT AUF "DER AUSBRUCH IN DER LEA SPIELT DOCH"
    Das stimmt leider. Die Antworten im Artikel gehen für mich trotzdem an der Fragestellung vorbei. Denn wenn es eben einen nicht unerheblichen Teil der Infektionen an einem Infektionsherd gibt, dann ist das eben kein diffuses Infektionsgeschehen. Und vor einigen Tagen war diese Fragestellung durchaus relevant.
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  •   patrickkk
    (2169 Beiträge)

    09.07.2021 18:23 Uhr
    ...
    Pff neben mir wurde die gesamte Krise hindurch munter gebaut mit Bauarbeitern auf engstem raum die nur zu diesem Zwecke eingekarrt und beengt untergebracht .

    Das ganze auf einer Baustelle des Landes BW auf Fläche die dem Land BW gehört. Ich möchte nicht wissen wieviele Tage lockdown auf die und ähnliche Situationen zurückgeht. Übrigens auf den Hinweis (damals bei Inzidenz jenseits der 200) an das Land dass das nicht ungefährlich sei wurde mir einfach gesagt "Die können ja nicht aufhören zu bauen".

    Verantwortungslos auf allen Ebenen.
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  •   Iglaubsnet
    (1015 Beiträge)

    10.07.2021 23:13 Uhr
    Auf den
    Baustellen gibt es in der Regel große Abstände und ne gute Belüftung. Dazu sind die Firmen verpflichtet ständig zu testen. Dort wird dem Risiko effektiv begegnet, was bei den Zuwanderern leider nicht so möglich ist. Das mit der Disco ist ja schon ein Hammer, hier sollte man schon einige zur Verantwortung ziehen.
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  •   BMWFahrer
    (761 Beiträge)

    09.07.2021 18:54 Uhr
    Sobald es um Geld geht,
    also VIEL Geld von Investoren oder Behörden, hat dieses klar Vorrang.

    Einschränken müssen sich nur die Kleinen. Ein schlauer Mann aus Trier hat vor 160 Jahren mal ein Buch darüber geschrieben.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12783 Beiträge)

    10.07.2021 10:55 Uhr
    ging es darin um den
    "Trierer Weinversteigerungsfall"?

    grinsen
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  •   olafb
    (362 Beiträge)

    10.07.2021 10:53 Uhr
    So ists
    aber das Geld ist ja nicht weg. Das hat jetzt nur ein andrer.
    Der steuerzahlende Bürger ists nicht.
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