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Karlsruhe Steigende Corona-Zahlen: Offerta wird abgesagt

Die Offerta ist abgesagt. In verschiedenen Pressemitteilungen gaben das die Stadt Karlsruhe und die Messe Karlsruhe bekannt. Eigentlich hätte die Verbrauchermesse zwischen dem 24. Oktober und dem 1. November in Karlsruhe stattfinden sollen.

Angesichts der sprunghaft angestiegenen Inzidenz-Werte für die Stadt und den Landkreis Karlsruhe sieht sich Oberbürgermeister Frank Mentrup gezwungen, die Verbrauchermesse offerta kurzfristig abzusagen. "Wenn wir demnächst die 50 reißen, wird nach den Vorgaben des Landes tief in das unmittelbare Lebensumfeld der Menschen reglementierend eingegriffen, damit dieser Anstieg abgebremst werden kann", wird das Stadtoberhaupt in einer Pressemitteilung der Stadt zitiert.

"Daneben eine Verbrauchermesse durchzuführen, die auf Genuss und Spaß in Gruppen setzt, ist nicht glaubwürdig" begründet Mentrup die Entscheidung.

"Schritt fällt nicht leicht"

Dieser Schritt falle ihm nicht leicht, betont Mentrup, weil er die Aussteller wirtschaftlich hart treffen könne und der Messegesellschaft weitere Einnahmeausfälle beschere. "In Abwägung der gesundheitlichen Risiken für Besucherinnen und Besucher wie auch für die Beteiligten in den Hallen und auf dem Gelände sehe ich mich aber zu diesem Schritt in Abstimmung mit den Fraktionen im Gemeinderat gezwungen", unterstreicht Karlsruhes Oberbürgermeister.

In einer Pressemitteilung der Messe Karlsruhe ergänzt Messechefin Britta Wirtz: "Es tut uns sehr leid für die Aussteller, die auf der offerta ihr Geschäft weiter ankurbeln wollten, für die vorfreudigen Besucher und auch für alle unsere Servicepartner, die bereits, genau wie unsere eigenen Mitarbeitenden, viele Stunden in die Vorbereitungen unserer beliebten Publikumsmesse investiert haben. Die Eindämmung der Pandemie hat jedoch höchste Priorität und diese Entscheidung trägt dem übergeordnetem Schutz der Bevölkerung Rechnung. Das erkennen wir mit der Absage der diesjährigen offerta an."

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Kommentare (34)
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  •   KA300
    (150 Beiträge)

    25.10.2020 10:14 Uhr
    Recherche
    inwiefern wird ka-news jetzt genauer recherchieren, wer hier was entschieden hat, warum, aus welchem Grund und welche Kosten entstanden sind, bzw wie hoch die Entschädigungen sein werden? Das ist doch die Frage die sich stellt und ein Thema, das genau durchleuchtet gehört. Das verstehe ich unter investigativem Journalismus. Nicht nur Themen oberflächlich anreißen, sondern auch detailliert recherchieren und die Bürgerinnen und Bürger entsprechend richtig informieren.
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  •   Toben_Dax
    (16 Beiträge)

    23.10.2020 19:44 Uhr
    Unnötige Kosten und Ärger
    Liebe KMK, oder liebe Stadt KA. Ich glaube manch Leser und Betroffener denkt sich doch echt, das ihr alle einen an der Waffel habt. Es war ja überhaupt nicht abzusehen, das die Zahlen steigen. Geschweige, warum man überhaupt eine Messe abhalten sollte zu so einer Lage. Aber nein, die Stadt und die KMK wussten natürlich wieder alles besser und haben einfach daran festgehalten. Und das lächerlichste dabei. Am Mittwoch noch ein großer Artikel, natürlich findet die Messe statt alles kein Problem, wir sind ja der Corona Verodnung für Messen unterlegen und können das ganz Problemlos machen. Und am Donnerstag, Oh , Sorry liebe Leute, alles umsonst aufgebaut, ihr könnt nach Hause fahrn. Liebe Stadt, ich würde mal sagen, öffnet euer Portmonnaie und erstattet den Veranstaltern das Geld zurück, plus ein Zuschlag für die Unnötigen Kosten, die die Stadt verusacht hat. Da kann man echt nur noch mit dem Kopf schütteln...
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  •   KA300
    (150 Beiträge)

    25.10.2020 08:27 Uhr
    Inkompetent
    Toller Beitrag, trifft den Nagel auf den Kopf
    Was da ablief ist Ignoranz gepaart mit Inkompetenz. Genau: die verantwortlichen müssen für sie entstandenen Kosten gerade stehen. Nicht wir, die Steuerzahler! Welch eine Aussenwirkung das nach sich zieht... einfach schlimm! da kann sich die Stadt noch so rühmen wie bedeutend Karlsruhe in der Technologieregion und Forschung ist..
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  •   IchKA
    (954 Beiträge)

    24.10.2020 09:35 Uhr
    Und am Freitag im Kurier
    die großen und kleinen Offertaanzeigen: "Offerta genießen ohne Gedränge"
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  •   kommentar4711
    (2812 Beiträge)

    24.10.2020 09:06 Uhr
    Äh - nein
    Nein, ich möchte nicht, dass diese Entschädigungen von der Stadt bezahlt werden. Das ist nämlich unser aller Geld. Ich möchte, dass das die Verantwortlichen aus eigener Tasche zahlen. Und ich möchte, dass der Wähler auch diese Aktion in Erinnerung hat, wenn unser OB im Dezember zur Wiederwahl steht.
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  •   Toben_Dax
    (16 Beiträge)

    24.10.2020 09:37 Uhr
    Ein Träumer wie er im Buche steht
    Leider ein Wunschgedanke. Alles was die Politik macht bleibt beim kleinen Mann/Frau/Divers hängen. Und dann denkst du hier wird es anderst laufen? Ha ha ha 🤣 willkommen in Karlsruhe - nichts davor und noch weniger dahinter
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  •   kommentar4711
    (2812 Beiträge)

    24.10.2020 09:51 Uhr
    ANTWORT AUF "EIN TRÄUMER WIE ER IM BUCHE STEHT"
    Das ist mir schon klar. Aber es zeigt sich einmal mehr, dass Politiker ganz ungeniert nach dem Motto "ist ja nicht mein Geld" agieren können. Ich hoffe, der Wähler erinnert sich bei der anstehenden OB Wahl an die ganze Werbung in eigener Sache, die Mentrup in den letzten Monaten betrieben hat.
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  •   Toben_Dax
    (16 Beiträge)

    24.10.2020 12:52 Uhr
    Hoffnung
    Das können wir uns nur alle Wünschen, das die Menschen ihr Hirn bei der nächsten Wahl auch nutzen grinsen
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  •   Lars01
    (125 Beiträge)

    23.10.2020 10:52 Uhr
    Christkindlsmarkt
    ... und für den Weihnachtsmarkt macht die Stadt genau das gleiche Gehampel mit Alternativkonzept und Glühwein eigentlich nicht aber jede Behörde kann es selbst entscheiden und so weiter. Anstatt alles klar zu machen und absagen. Einen Glühweinstand ohne Gedränge kann man sich auch nicht vorstellen.
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  •   KA300
    (150 Beiträge)

    23.10.2020 09:16 Uhr
    Absage offerta
    unglaublich, wie die Stadtverwaltung die Durchführung der offerta durchsetzen wollte. Grössere Städten haben schon vor drei und vier Wochen bedeutende Messen und große, gewichtige Veranstaltungen abgesagt angesichts der steigenden Infektionszahlen. Warum ist man in Karlsruhe so ignorant? Mit solchen Alleingängen, die wider besseres Wissen umgesetzt werden schafft man absolut kein Vertrauen in der Karlsruher Bevölkerung.
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