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Karlsruhe Tschüss Lockdown, Hallo Karlsruher-Kultur-Sommer? KME-Chef Martin Wacker stellt Konzept für Öffnungsschritte vor

Gibt es bald wieder Veranstaltungen in Karlsruhe? Angesichts der sinkenden Zahlen wird deutschlandweit über Öffnungskonzepte für Gastronomie, Hotellerie und Co. debattiert. Auch die Veranstaltungsbranche möchte allmählich Nägeln mit Köpfen machen und plant bereits die nächsten Schritte für den Sommer. Wie das gelingen soll, ohne gar in "Welle Nummer 4" zu landen, wurde auf der dieswöchigen Pressekonferenz der Stadt Karlsruhe thematisiert.

Ist der Lockdown bald Geschichte? Angesichts der ständig sinkenden Corona-Zahlen könnte das bald Realität werden. So plant das Sozialministerium Baden-Württemberg in der kommenden Woche mehr Klarheit über mögliche Ausstiegsszenarien zu schaffen.

Auch die Stadt Karlsruhe arbeitet bereits im Hintergrund auf Tag x hin. Allen voran: Die Karlsruher Marketing und Event GmbH (KME), die auf der wöchentlichen Pressekonferenz ihre bisherigen Ergebnisse präsentierte.

Klar ist: Sie alle sind zuversichtlich, dass ab diesem Sommer bereits kleinere Veranstaltungen stattfinden können. Voraussetzung: Die Inzidenz muss unter 100 fallen und auch dort verharren.

Wunsch nach mehr Kommunikation

"Wir haben am Dienstag, den 27. April, ein erstes virtuelles Arbeitsgruppentreffen abgehalten, welches bereits schon unglaublich viel bewegt hat", erzählt Martin Wacker, Geschäftsführer der KME. Bei diesem Treffen haben Vertreter der verschiedenen Sparten unter anderem über folgende Themenschwerpunkte gesprochen:

  • Das einheitliche Nachweisen von Tests
  • Wie Zutritte ermöglich werden sollen
  • Welche Sorgen, Nöte und Bedürfnisse die Teilnehmer bewegt. 

Besonders auffällig: Die Kommunikation und Information zu den Außenstehenden solle nach Ansicht der Vertreter deutlich nachgebessert werden. Ebenso die Organisation der Öffnungen, sobald die Inzidenz wieder unter die 100 fällt. Das Ziel: Die Bürger immer tagesaktuell über den Stand der Dinge zu informieren.

Martin Wacker, Geschäftsführer Karlsruher Event GmbH (KME) | Bild: KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH

"Wir haben eine Kommunikationskampagne mit dem Titel 'das gilt heute' in die Wege geleitet. Da wird jeden Tag neu aufgerollt und grafisch aufbereitet, was aktuell zum Beispiel beim Handel beachtet werden muss", erklärt Wacker.

Neuer Drive-In-Teststation Prototyp

Doch es gibt noch ein konkretes Beispiel, dass das Team rund um Wacker bereits umgesetzt hat: Eine "Drive-in-Teststation für Radfahrer". Diese soll in der Lage sein bis zu 300 Tests  am Tag durchführen zu können, um so eine breitere Testkapazität zu erwirken. Öffnungszeiten: 6.30 Uhr bis 18.30 Uhr. Samstags und Sonntags 12 bis 16 Uhr.

"Wir wurden öfter darauf angesprochen, wie es denn mit einer Schnellteststation aussieht, die auch früh am Morgen funktioniert. Dem sind wir nachgekommen. Ab kommenden Dienstag wird so eine Drive-In-Station in der Günther Klotz Anlage eröffnet", erläutert Wacker.

So soll der Ablauf an der neuen Drive-In Teststation vonstattengehen. | Bild: KME

Um das Handling noch weiter zu Vereinfachen, solle außerdem die ePassGo App herangezogen werden. Damit könnten Testwillige sowohl spontan als auch mit Termin vorbeikommen. Das Ergebnis folge dann zirka 20 Minuten später direkt aufs Handy, inklusive Zeitstempel. Das kommt wiederum dem Handel, der Gastronomie, aber auch der Veranstaltungsbranche zugute.

"Es ist ein rückzählender Zeitstempel, das heißt 24 Stunden werden rückgezählt, sodass jeder weiß, wie lange das Ergebnis noch gültig ist", führt Wacker weiter aus. Vorgeschrieben sei die App jedoch nicht, da es keine rechtliche Grundlage dazu gebe. 

Die ePassGo App wird von der KME empfohlen | Bild: screenshot -passgo.de

"Welche App genutzt wird, bleibt dem Nutzer überlassen. Es kann ja auch sein, dass die Corona-Warn-App bald ein entsprechendes Feature mit einem Zeitstempel herausbringt", heißt es seitens der KME. "Wichtig ist, dass durch die App Testergebnis, Einlassmanagement und Kontaktübertragung zum Gesundheitsamt gewährleistet sind."

Der Grund: Das KME plant in diesem Sommer einige kleinere Veranstaltungen innerhalb der Günther-Klotz-Anlage. Aus diesem Grund mache auch der "Fahrrad-Drive-In" in der Anlage Sinn.

Kulturangebote in der Günther Klotz-Anlage 

"Das entscheidende ist nicht, dass wir hier noch eine Teststation haben, sondern wir bereiten uns damit ja indirekt darauf vor, dass wir im Sommer Kulturangebote in der Günther Klotz Anlage anbieten möchten", ergänzt Oberbürgermeister Frank Mentrup. "Ich finde das ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich Gedankengänge und Perspektiven an einer konkreten Aktion und einem konkreten Infrastrukturangebot wiederfinden."

Dr. Frank Mentrup (Oberbürgermeister Karlsruhe, SPD) spricht auf einer DGB Kundgebung zum 1. Mai.
Dr. Frank Mentrup (Oberbürgermeister Karlsruhe, SPD) spricht auf einer DGB Kundgebung zum 1. Mai. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Aber: Alle diese geplanten Konzepte stehen unter Vorbehalt. Großveranstaltungen wie "das Fest" sollen weiterhin erstmal nicht möglich sein. "Was geplant ist, sind kleine Formate mit bis zu 100 bis 150 Zuschauern. Wenn das schon möglich wird, wäre uns in diesem Sommer schon geholfen", sagt Wacker. Das Fest selbst solle frühestens wieder im Jahr 2022 stattfinden.

"Ich wage die Progonose, dass viele Bereiche in der Veranstaltungbranche nach Corona neu gedacht werden müssen. Dementsprechend wird sich wohl auch das Fest nach Corona ändern müssen."

 

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  •   kommentar4711
    (3092 Beiträge)

    07.05.2021 08:26 Uhr
    Das Ende des Festes?
    Aus "Das Fest selbst solle frühestens wieder im Jahr 2022 stattfinden." und "Dementsprechend wird sich wohl auch das Fest nach Corona ändern müssen." lese ich irgendwie das ungute Gefühl heraus, dass hier im Hintergrund Kräfte am Werk sind, das von manchen in der Vergangenheit eh unerwünschte Fest unter dem Corona-Deckmantel verschwinden zu lassen.
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  •   andip
    (11051 Beiträge)

    07.05.2021 13:59 Uhr
    Von wem ist das Fest unerwünscht?
    Es gibt zwar welche, denen die dort auftretenden Gruppen nie gefallen, aber ich kenne keine, die das Fest an sich abschaffen wollen.
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  •   kommentar4711
    (3092 Beiträge)

    07.05.2021 14:02 Uhr
    ANTWORT AUF "VON WEM IST DAS FEST UNERWÜNSCHT?"
    Es gab in der Vergangenheit immer wieder entsprechende Stimmen.
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  •   kritiker_2014
    (792 Beiträge)

    07.05.2021 06:57 Uhr
    Letzte Woche
    versucht bei Saturn Ware im Wert von 1.000 Euro zu bestellen und in Bar zu bezahlen.
    Barzahlung wurde abgelehnt.Also ab ins Internet und bei Ebay bestellt.
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  •   andip
    (11051 Beiträge)

    07.05.2021 13:55 Uhr
    Aha
    Und was hat das mit dem Thema zu tun?
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  •   caleu
    (380 Beiträge)

    07.05.2021 10:57 Uhr
    ebay?
    aha - und bei ebay hast du dann in bar bezahlt?
    was soll der unfug?
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  •   Beiertheimer
    (1299 Beiträge)

    07.05.2021 17:32 Uhr
    Jep, Bargeld bei ebay ist möglich!
    Die Scheine einscannen und dann per Mail schicken.
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