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Berlin Weg mit der Impf-Priorisierung! Spahn will Astrazeneca-Impfstoff für alle freigeben

Fällt heute die Impf-Priorisierung beim geschmähten Präparat von Astrazeneca? Der Bundesgesundheitsminister will darüber mit seinen Länderkollegen reden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt eine sofortige Freigabe des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca für alle Impfwilligen an - ohne Priorisierung nach Alter, Vorerkrankung oder Berufsgruppe.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt eine sofortige Freigabe des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca für alle Impfwilligen an.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt eine sofortige Freigabe des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca für alle Impfwilligen an. | Bild: John Macdougall/AFP Pool/dpa

Heute wolle er mit seinen Länderkollegen darüber reden, kündigte er am Mittwochabend in der WDR-Fernsehsendung "Aktuelle Stunde" an. Man werde dann «bei Astrazenca eindeutig sagen für Arztpraxen wie für Impfzentren, dass es dort keine Priorisierung mehr gibt". Für Astrazeneca gelte das dann sofort.

Zudem solle das Intervall zwischen Erst- und Zweitimpfung mit Astrazeneca - derzeit zwölf Wochen - flexibler gehandhabt werden können.

8,3 Prozent vollständig geimpft

Gegen das Präparat des britisch-schwedischen Pharmakonzerns gibt es teils erhebliche Vorbehalte. Es wird nach dem Auftreten von Blutgerinnseln im Gehirn bei jüngeren Geimpften nur noch für über 60-Jährige eingesetzt. Andererseits gibt es viele Jüngere, die sich gerne damit impfen lassen würden, aber in der Impf-Reihenfolge noch nicht dran sind.

Bisher haben 29,5 Prozent der Bevölkerung zumindest eine Impfung erhalten. 8,3 Prozent sind vollständig geimpft, haben also erforderlichenfalls auch eine zweite Impfung erhalten.

Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca wird aufgezogen.
Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca wird aufgezogen. | Bild: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die geplante Befreiung Geimpfter und Genesener von den Beschränkungen soll am Mittag die nächste Hürde nehmen. Der Bundestag befasst sich dann mit einer von der Bundesregierung in einem beschleunigten Verfahren auf den Weg gebrachten Verordnung und stimmt auch gleich ab. Billigt das Parlament die Neuregelungen, soll sie der Bundesrat am Freitag besiegeln.

Demnach sollen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene wegfallen. Sie sollen zudem negativ Getesteten gleichgestellt werden und bräuchten für Geschäfte oder beim Friseur keinen Corona-Test mehr.

Lockerungen für negativ Getestete gefordert

Nun werden zunehmend weitere Lockerungen auch für negativ Getestete gefordert, etwa bei den Kontaktbeschränkungen. "Viele Menschen konnten sich wegen Impfstoffmangel noch nicht impfen lassen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Wir werden den Menschen kaum vermitteln können, dass sich nur Geimpfte und Genesene unbegrenzt und unbeschwert an einem Sommerabend im Park oder zum Abendessen zu Hause treffen können."

«Die Politik muss für die Jahre 2021 und 2022 nachbessern, es geht um eine Summe in Milliardenhöhe. Sonst drohen Investitionen der Städte wegzubrechen», sagt Helmut Dedy.
Helmut Dedy. | Bild: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/ZB

Für Getestete gelten bereits weitgehende Lockerungen beim Einkaufen, Besuch von Kultureinrichtungen und Sporttreiben. Allerdings geben negative Schnelltests wegen der Fehleranfälligkeit weit weniger Sicherheit vor einer Virusübertragung als ein voller Impfschutz.

Mit Blick auf die geplanten Ausnahmen für Geimpfte und Genesene forderte der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, Länder, Kommunen und Pflege-Einrichtungen auf, die vor Ort geltenden Regelungen an die Bundesverordnung anzupassen.

Eugen Brysch, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Patientenschutz, verlangt eine bessere Aufklärung der Bevölkerungen über die geplanten Impfungen.
Eugen Brysch, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Patientenschutz | Bild: -/Deutsche Stiftung Patientenschutz/dpa/Archivbild

"Jetzt müssen die Besuchsverbote und Kontaktbeschränkungen für geimpfte Heimbewohner aufgehoben werden", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). Dennoch sieht die Stiftung Patientenschutz für Heimbewohner noch viele Fragen offen, wie Vorstand Eugen Brysch dem RND sagte.

Nachweis vollständiger Impfung noch unklar

Noch nicht abschließend gelöst ist der sichere Nachweis einer vollständigen Impfung, um von den Corona-Beschränkungen ausgenommen zu werden. "Fälschungssicherheit ist mit Blick auf den geplanten digitalen Impfnachweis natürlich ein wichtiger Aspekt", sagte der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, dem RND. "

Die Verantwortung dafür kann allerdings unter keinen Umständen einfach den Hausarztpraxen zugeschoben werden." Sie hätten bereits mit der Patientenversorgung viel zu tun.

Bisher gibt es nur die gelben Impfpässe aus Papier. Ein digitaler EU-Impfpass könnte schon im Sommer das Reisen erleichtern.
Bisher gibt es nur die gelben Impfpässe aus Papier. Ein digitaler EU-Impfpass könnte schon im Sommer das Reisen erleichtern. | Bild: Andreas Arnold/dpa

Deutschland will gemeinsam mit der EU noch im Juni einen digitalen Corona-Impfnachweis einführen. Bei bereits vorher vollständig Geimpften soll der Impfstatus aus dem analogen Impfpass übertragen werden. Jedoch sind bereits gefälschte Impfpässe im Umlauf.

Dämpfer für Gegner der Ausgangssperre

Derweil haben Gegner der bundesweiten nächtlichen Ausgangsbeschränkungen am Mittwochabend einen Dämpfer hinnehmen müssen: Das Bundesverfassungsgericht hält ihre Klagen nicht für eilbedürftig und lehnte die Eilanträge ab. "Damit ist nicht entschieden, dass die Ausgangsbeschränkung mit dem Grundgesetz vereinbar ist", teilte das Gericht in Karlsruhe mit.

Außenaufnahme des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe.
Außenaufnahme des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe. | Bild: Uli Deck/dpa

Dies müsse im Hauptsacheverfahren geklärt werden. Die Beschränkung sei zwar ein tiefer Eingriff in die Lebensverhältnisse, andererseits diene sie "einem grundsätzlich legitimen Zweck", nämlich dem Infektionsschutz, und sei nicht offensichtlich unangemessen.

 

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Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus hält Karlsruhe in Atem: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für die Fächerstadt und die Region in diesem Dossier.
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  •   kritiker_2014
    (793 Beiträge)

    07.05.2021 06:48 Uhr
    Ich hab vor
    3 Tagen den 5.Impftermin abgesagt wegen Astrazeneca.
    Jetzt beim 6. Termin wurde Moderna angeboten.
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  •   franklin
    (340 Beiträge)

    06.05.2021 18:11 Uhr
    Ich glaube
    überhaupt nichts mehr. -"Es wird nach dem Auftreten von Blutgerinnseln im Gehirn bei jüngeren Geimpften nur noch für über 60-Jährige eingesetzt." - Vor ein paar Wochen war es gerade umgekehrt. Vermutlich sind die Schränke der Ärzte voll mit Astra. Anders ist das nicht mehr zu erklären.
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  •   107
    (767 Beiträge)

    06.05.2021 18:06 Uhr
    Jens Spahn, Federal Minister of Helalth of Germany
    Community
    The Forum of Young Global Leaders is a community of innovators if diverse backgrounds and experiences.
    Search current members and alumni by year awarded, xector or region.

    zu finden auf younggloballeaders.org/community
    Klaus Schwab, vom Davoser Weltwirtschaftsforum, freut sich ganz bestimmt über dieses Paradebeispiel.

    Noch so ein "Young Global Leader" ist z.B Cem Özdemir und auch Annalena Bärbock u.v.a.m
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  •   müllermeier
    (104 Beiträge)

    06.05.2021 16:07 Uhr
    Ja ja der Herr Spahn
    versteckt sich hinter der Doppelmaske (weils ja so chic ist und in USA Mode). Er sollte endlich abgewählt werden, weil verlogen und inkompetent. zuerst waren die Alten soooo wichtig - jetzt plötzlich sind es die Kinder. Dann wurde Astra fast verteufelt und nicht für jeden als geeignet erachtet - jetzt Astra für alle , egal wie alt.
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  •   andip
    (11063 Beiträge)

    06.05.2021 15:36 Uhr
    Aha
    Ist denn überhaupt genug vom Astra vorhanden, um das jetzt der Allgemeinheit geben zu können?
    Und können die Impfzenten überhaupt so viele Termine vergeben, das klappt ja jetzt schon nicht bei denen, die jetzt regulär dran wären.
    Und was passiert mit den anderen Impfstoffen?
    Klingt alles etwas unausgegoren.
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  •   Kommentar
    (765 Beiträge)

    06.05.2021 22:12 Uhr
    Das ist nur die Rechtfertigung
    über Bande, damit man die Vergünstigungen für Geimpfte und "Genesene" nicht gegenüber den jungen, gesunden und ungeimpften Bürgern vertreten muss.
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