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Karlsruhe Karlsruher Christkindlesmarkt 2020 abgesagt: Gemeinderat beschließt "Notfallprogramm"

Glühwein, gebrannte Mandel, Langos und vieles mehr gibt es auf dem Karlsruher Christkindlesmarkt. Auf manches davon müssten die Karlsruher bei einem möglichen Christkindlesmarkt verzichten. Allen voran: Auf Glühwein. Den das Land empfiehlt, keinen Alkohol auszuschenken. Im Gemeinderat wurde nun beschlossen, dass das jetzt von den örtlichen Behörden abhänge. Außerdem musste das eigentliche Konzept des Christkindlesmarktes verworfen werden. Der Grund: Die ab jetzt geltende Pandemiestufe 3.

20:23Update aus dem Gemeinderat

Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, dass 2020 kein Weihnachtsmarkt in Karlsruhe stattfinden wird. Das vorgestellte Konzept wird verworfen, da das Risiko infolge der Pandemiestufe 3 zu hoch ist.

Stattdessen soll ein runder Tisch einberufen werden, um ein "Notfallprogramm für Karlsruher Schausteller" zu erstellen. Auch die "Eiszeit" vor dem Karlsruher Schloss ist abgesagt.

Hierfür sollen Schaustellern verschiedene Plätze in der Innenstadt für ihre Stände zu Verfügung gestellt werden. Auch das Aufstellen eines Riesenrads steht zur Debatte. Ob Glühwein ausgeschenkt werden obliegt nun den örtlichen Behörden. Auf Spirituosen im Glühwein soll verzichtet werden.

Freitag, 16. Oktober

12:40Konzept für möglichen Weihnachtsmarkt steht

Unter der Voraussetzung, dass das Land eine Durchführung zulässt, empfiehlt die Stadtverwaltung die Durchführung eines corona-konformen Christkindlmarkts 2020. Dafür hat die Stadt nun ein Konzept, erarbeitet über das am Dienstag, 20. Oktober, im Gemeinderat entschieden wird.

Der Christkindlmarkt 2020 könnte umzäunt werden. Sicherheitspersonal würde die Besucher kontrollieren. | Bild: Hammer Photographie

Ein fester Bestandteil eines jeden Weihnachtsmarktes ist der Glühwein. Auf diesen müssten Besucher in diesem Jahr verzichten, da die Landesregierung empfiehlt keinen Alkohol auszuschenken.

Sicherheitspersonal kontrolliert die Besucher

Um die Anzahl der Besucher zu regulieren und um die Kontaktdaten der Gäste besser zu erfassen, würde das Gelände umzäunt. Hauptaugenmerk wären hier vor allem die Gastronomiestände. Da an den reinen Verkaufsständen kein derartiges Gedränge erwartet würde.

Zusätzlich soll Sicherheitspersonal an den Ein- und Ausgängen stehen, um die Besucherzahlen zu zählen und zu kontrollieren. 

Der fliegende Weihnachtsmann muss ausfallen

Ein Rahmenprogramm wie in den letzten Jahren würde ausfallen, um gezielte Menschenansammlungen zu vermeiden. Es gäbe auch keine Sitzplätze, außer an den Gastronomieständen.

Der fliegende Weihnachtsmann und anderes Rahmenprogramm muss dieses Jahr leider ausfallen. | Bild: Hammer Photographie

Betroffen davon: Der fliegende Weihnachtsmann. Auch hier empfiehlt die Stadt, auf die Show zu verzichten, um zeitliche Menschenansammlungen zu vermeiden.

Größerer Abstand zwischen den Ständen soll die Besuchermasse zusätzlich entzerren und ein Einbahnstraßenprinzip solle die Laufrichtung der Besucher vorgeben. Stausituationen sollen dadurch vermieden werden. 

Stände sollen verteilt werden

Durch die Eröffnung des Marktplatzes am 10.10.20 würde die gesamte Fläche zusätzlich für den Weihnachtsmarkt zur Verfügung stehen.

Die Möglichkeit von dezentral platzierten Ständen zum Beispiel zwischen Café Böckeler und Karstadt sowie darüber hinaus würden derzeit geprüft und könnten dann in die Veranstaltungsfläche mit einbezogen werden.

Derzeit wird geprüft, ob auf zusätzlichen Karlsruher Plätzen weitere Stände platziert werden können. | Bild: Paul Needham

Die Kaiserstraße bietet derzeit noch wegen dem Straßenbahnverkehr wenig Optionen.

Auf dem Schlossplatz findet die Eiszeit statt

Weitere Plätze, wie beispielsweise der Lidellplatz und der Ludwigsplatz, sind aufgrund der dort ansässigen Gastronomie, der abgeschiedenen Lage oder der platztechnischen Gegebenheiten nicht attraktiv und kommen für eine Durchführung nicht infrage.

Die Stadtwerke Eiszeit findet wie jedes Jahr auf dem Schlossplatz statt. | Bild: Hammer Photographie

Sollte das Kinderland auf dem Kirchplatz vor St. Stephan wie geplant nicht durchgeführt werden, stände dieser Raum auch für den Weihnachtsmarkt zur Verfügung. 

Parallel würde geprüft, ob zum Beispiel vor der Nancyhalle, dem Zoo oder auf dem Kronenplatz weitere Standplätze generiert werden können. Auf dem Schlossplatz findet wie jedes Jahr die Stadtwerke Eiszeit statt und dieser wird daher bereits voll genutzt.

Mögliche Verlängerung des Weihnachtsmarktes bis 6. Januar 2021 wird geprüft

Um die Schausteller zu unterstützen, wäre eine optionale Verlängerung des Christkindlmarktes bis zum 6. Januar 2021 geplant. Es wäre allerdings ungewiss, ob diese Hilfe unter den aktuellen Rahmenbedingungen überhaupt noch diskutabel ist.

Die Standgebühren würden für die Ständebesitzer zusätzlich um 50 % reduziert werden, was mindestens 120.000 Euro umfassen würde. Gezahlt werden müsste erst am 15. Dezember 2020.

Auch mit Corona-Konzept ist nicht gewährleistet, dass der Christkindlesmarkts stattfinden kann. | Bild: Hammer Photographie

Für den Fall, dass der Christkindlmarkt abgesagt werden würde, spart sich die Stadt dann den Aufwand der Rückerstattung. Sollte der Markt im Laufe der Veranstaltung zumachen müssen, würde die Standgebühr anteilig zurückerstattet. 

Fraglich ist auch, wie viele Kunsthandwerker und Warenverkäufer, Imbisse und Süßwarenstände unter diesen Voraussetzungen angesichts der unsicheren Lage und der wirtschaftlichen Risiken teilnehmen würden. 

Durchführung  kann nicht gewährleistet werden

Schließlich kann selbst mit einem Konzept zur Durchführung des Christkindlesmarkt unter Corona-Bedingungen nicht gewährleistet werden, dass dieser tatsächlich über die gesamte Laufzeit stattfinden kann.

Kurzfristige Änderungen oder zusätzliche Einschränkungen sind immer möglich. 

Am Dienstag entscheidet der Gemeinderat über das Konzept. ka-news.de berichtet dann live von der Entscheidung im Rathaus.

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Kommentare (48)
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  • unbekannt
    (35 Beiträge)

    16.10.2020 15:41 Uhr
    Absoluter Schwachsinn
    So was bescheuertes.
    Lieber Glühwein und ohne Maske.
    Mit der Maske, haben wir auch nicht mehr Infizierte.. da schreiben sie, wir haben mehr Coronafälle, trotz den Masken.alla dann bringt die Maske tragen, auch nichts..bei der grippe Influenza, tragen wir da Maske..und warum kein Glühwein..hat der auch Corona oder ist ansteckend.Voll die Verarsche.......
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  •   Ichregmichnemmeuff
    (358 Beiträge)

    16.10.2020 19:18 Uhr
    Alter Falter..
    ...so ischs halt, wenn ma nach 9 Monaten Corona es noch immer net gerafft hat! Muss am Name liege, odda an de Steroiden? Odda an boidem!
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  •   Kojak
    (474 Beiträge)

    16.10.2020 14:21 Uhr
    Wer geht denn da hin?
    Das kann man doch auch gleich ganz bleiben lassen. Das wird eine traurige "Veranstaltung".
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  •   Nachteule
    (873 Beiträge)

    16.10.2020 14:01 Uhr
    Wusste gar nicht
    dass sich das Coronavirus auch über Glühwein verbreitet.
    Dachte immer, dass gerade bei der Erhitzung von Getränken, die Viren abgetötet werden.
    Schon erstaunlich, dass das jetzt auch nicht mehr gültet...
    🙈🙈🙈
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  •   kunvivanto
    (274 Beiträge)

    16.10.2020 15:08 Uhr
    Falls die Frage ernst gemeint war:
    Die Coronaplaner rechnen halt (wie bei anderen ergangenen Alkoholeinschränkungen) damit, dass Alkohol enthemmt und die Sicherheitsmaßnahmen weniger beachtet werden.
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  •   andip
    (10649 Beiträge)

    16.10.2020 15:44 Uhr
    Schliessen die Planer eigentlich von sich auf andere?
    Sicher gibt es Suffköpfe, die sich volllaufen lassen und sich dann daneben benehmen.
    Aber die allermeisten machen das nicht und fangen auch nicht nach einem Glühwein oder anderem alkoholischen Getränk gleich zu kuscheln an.
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  •   Ichregmichnemmeuff
    (358 Beiträge)

    16.10.2020 19:15 Uhr
    Joooooo.....
    ...kein kuscheln? grinsen
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  •   Ichregmichnemmeuff
    (358 Beiträge)

    16.10.2020 14:17 Uhr
    Joooooo.....
    Vielleicht ist es so, das der gemeine Glühweinschlürfer ja in sein Getränk reinblässt, damit er sich nicht den Schnabel verglüht! Dabei werden dann die ganzen Mikroben, Viren und Bakterien, die sowieso schon auf dieser Plörre herumschwimmen, in die Gegend geblasen!
    Aber mal ganz ehrlich, wer auf den Weihnachtsmarkt nur geht, um sich den minderwertigen, heißen Billigwein in die Röhre zu kippen, hat das Thema sowieso verfehlt! Wenn diejenigen weg bleiben, ist das kein großer Verlust!
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  •   schlaule2
    (258 Beiträge)

    16.10.2020 14:28 Uhr
    dann beiben abr 98,5 Prozent weg
    Glühwein saufen ist der Hauptgrund für den Weihnachtsmarkt, wer kauft den überteuerten ramsch den dort gibt.. Bratworschg oder was leckeres vom Koffler und 10 Glühwein in de Kopp und dumm labern, des isch Weihnachtsmarkt
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  •   JustMy2cts
    (30 Beiträge)

    16.10.2020 13:30 Uhr
    Dann eben nicht...
    Eiszeit ohne Glühwein? nein danke.
    Schade, war die letzten Jahre immer schön und die Kids hatten spaß auf dem Eis.
    Vielleicht nächstes Jahr wieder.
    2020 kannste echt in der Pfeife rauchen....
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