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Karlsruhe "Smart Cities made in Germany": Karlsruhe startet im bundesweiten Wettbewerb

Karlsruhe will noch lebenswerter werden: Hierfür bewirbt sich die Stadt um Fördermittel in Millionenhöhe. Beim einem bundesweiten Wettbewerb will sie sich mit ihrem strategische und integrierte Smart-City-Ansatz gegen Konkurrenten durchsetzen.

Die Stadt Karlsruhe beteiligt sich an der zweiten Staffel des Förderwettbewerbs "Smart Cities made in Germany". Das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) startete den Wettbewerb gemeinsam mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unter dem Titel "Gemeinwohl und Netzwerkstadt/Stadtnetzwerk". Dabei sollen strategische und integrierte Smart-City-Ansätze beispielhaft für deutsche Kommunen und Städte entwickelt und erprobt werden.

Vorreiterrolle für partizipative Stadtentwicklung

"Mit der Teilnahme will sich Karlsruhe als nationaler Vorreiter für partizipative Stadtentwicklung positionieren und - orientiert an den Bedürfnissen und Bedarfen der Stadtgesellschaft - noch lebenswerter werden", so die Stadt.

Dabei gelte es, die Balance zwischen Sozialem, Ökologie und Ökonomie weiter zu stärken, Bürgerschaft und Akteure vor Ort einzubinden und zu vernetzen sowie neue digitale und technische Möglichkeiten zu nutzen. Die Jury entscheidet im Herbst dieses Jahres darüber, welche Kommunen den Zuschlag für ein Fördervolumen von jeweils bis zu elf Millionen Euro erhalten.

Karlsruhe hat gute Voraussetzungen

Karlsruhe ist ein etablierter IT- und Forschungsstandort, der auch in der Umsetzung als Reallabor stark aufgestellt ist. Im Oktober letzten Jahres landete Karlsruhe beim Smart City Index der Bitkom 2019 auf dem zweiten Platz der smartesten Städte Deutschlands. Insbesondere in den Themenbereichen Mobilität und Verwaltung kann Karlsruhe punkten.

Auch im Kunst- und Kreativbereich sei die Stadt hervorragend aufgestellt. Im Oktober 2019 ist Karlsruhe als erste und einzige deutsche Stadt in das internationale Unesco Creative Cities-Network als Stadt der Medienkunst aufgenommen worden. Die Ausgangsvoraussetzungen für eine Fortentwicklung als "Smart City" sind also gut.

Modellhaftigkeit und Wissenstransfer

Der Fokus der Karlsruher Bewerbung liegt neben der Zukunftsfähigkeit und der Einbeziehung lokaler Akteure insbesondere auf der Modellhaftigkeit und dem Wissenstransfer eigener Erfahrungen auf andere Städte sowie die TechnologieRegion Karlsruhe.

Im Mittelpunkt stehen Zukunftsaufgaben wie Intelligentes Wachstum (Mobilitäts- und Logistiklösungen, Flächen- und Infrastrukturnutzung),Gesellschaft und Verbundenheit (Von der Bürger-App bis Gamification), Nachhaltigkeit, Klimaneutralität und -anpassung (Von Grünen Räumen bis Smart Energy), Kooperation und Offenheit (Soziale Teilhabe trifft KI) sowie Kreativität und Forschung (Smart Living und Robotik).

Bild: Stadt Karlsruhe

Die Themenfelder sollen im Fall des Förderzuschlags im Rahmen eines zweijährigen Strategieprozesses mit Bürgern bearbeitet und in Karlsruher Modellstadtteilen Schritt für Schritt erlebbar gemacht, diskutiert und über die Strategiephase hinaus kontinuierlich fortentwickelt werden. Die Förderdauer beträgt sieben Jahre.

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Kommentare (6)
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  •   Winston_Smith
    (704 Beiträge)

    16.08.2020 00:33 Uhr
    Die paar Kröten helfen bei der ganzen Schuldenmacherei auch nicht weiter
    Aber möglicherweise lenken so ein "Titel" bzw. die mögliche Förderung den ein oder anderen ja ab.
    Aber ich denke eher nicht.
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  •   ALFPFIN
    (7336 Beiträge)

    15.08.2020 20:18 Uhr
    Smart Cities made in Germany
    Welche Bürger werden in den zweijährigen Strategieprozess mit einbezogen, die gut Situierten, die ohnehin in Stadtteilen leben, die "erlebbar" gemacht und saniert wurden oder auch die Bürger, die nicht in den zukünftigen Modellstadtteilen leben können, weil sie schlicht nicht das Einkommen dazu haben.
    Und wenn dieser zweijährige Strategieprozess beendet ist, wird weiter
    "diskutiert und über die Strategiephase hinaus kontinuierlich fortentwickelt werden. Die Förderdauer beträgt sieben Jahre".
    Ja und dann, sind die sieben Jahre vorbei, das Geld ist verbraten. Und wir leben weiterhin kontinuierlich in unseren (erlebbaren) Stadtteilen, wie bisher.
    Also made in Karlsruhe, die einen smart, die anderen weniger smart, aber natürlich in Germany. 😊
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  •   silberahorn
    (10438 Beiträge)

    16.08.2020 01:14 Uhr
    Cunning City Karlsruhe,
    listig und gerissen, muss nur richtig verstanden werden.

    Hervorzuheben ist die große Dichte an Psycholog*error, die gequälte Bürger*innen&draußen behandeln, falls sie unter Verwaltungsfehlern leiden. Dieses zusätzliche Fachpersonal schafft es, dass den Betroffenen die vorgekommenen und mit sadistischer Grundstimmung ausgeführten Handlungsweisen nicht länger Beschwerden verursachen oder sie gar in wütende Stimmungslagen versetzt. Man erreicht nach einigen Sitzungen, dass alle Schikane mit Lustgefühlen und Freude positiv gestimmt angenommen werden können.
    Das Heimatministerium freut sich sicher über derartige Erfolge und ist gewillt in diese Stadt ausreichend mit Vorschussgeldern zu investieren, denn fünfzig Schatten der Grau.samen (fifty shades of grey. ) machen bekanntlich irgendwann guten Umsatz. Man muss nur alle Schritte richtig dokumentieren und verfilmen.
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  •   107
    (522 Beiträge)

    15.08.2020 19:14 Uhr
    Ich weigere mich, zu diesem Thema einen Kommentar zu veröffentlichen. Allein,
    ein Blick und sei es ein flüchtiger, in den Innenhof der Karl-Friedrich-Straße 10,
    ist Antwort und damit Kommentar genug.
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  •   santana
    (1235 Beiträge)

    15.08.2020 20:10 Uhr
    @107
    Ja, ja, weil du schon oft das Fehlen einer Ladestation dort beklagt hast. Leg mal ne neue Platte auf.
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  •   Route66
    (2632 Beiträge)

    15.08.2020 19:39 Uhr
    Du hast gerade
    zu diesem Thema einen Kommentar veröffentlicht 😉
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