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Stuttgart Rund 1.000 Proben analysiert: Land untersucht Verbreitung der Corona-Mutationen

Die Corona-Zahlen im Südwesten sinken. Deutlich ansteckendere Corona-Varianten sind aber längst angekommen. Jetzt liegen erste Ergebnisse von genaueren Untersuchungen vor - und damit auch über die bisherige Verbreitung der Mutanten.

Rund 1.000 Proben mit Virusvarianten sind in Baden-Württemberg inzwischen vollständig sequenziert worden. Nach Auskunft des Wissenschaftsministeriums wurden dabei sowohl die in Großbritannien (B.1.1.7) als auch die in Südafrika (B.1.351) erstmals beschriebenen Varianten von Sars-CoV-2, die eine höhere Infektiosität aufweisen, gefunden.

Universitätskliniken und private Labore bauten derzeit die Logistik auf, um die Kapazitäten weiter hochzufahren. "Wir haben in Baden-Württemberg die Kapazitäten, in wenigen Tagen 100 Prozent der positiven Proben zu analysieren", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) laut einer Mitteilung.

Mutationen auch in Karlsruhe angekommen

Experten bereitet die Dynamik der Verbreitung der Varianten aus Großbritannien und Südafrika Sorgen. Am 24. Dezember vergangenen Jahres wurde die erste mit einer Auslandsreise in Verbindung gebrachte Virusvariante in Baden-Württemberg bekannt.

Nach dem Ausbruch einer mutierten Coronavirus-Variante in einer Freiburger Kita hatte Baden-Württemberg auf eine frühere Öffnung von Kitas und Grundschulen verzichtet. Auch in Karlsruhe sind bereits Infektionen mit mutierten Corona-Viren bekannt.

In den Laboren des Landesgesundheitsamtes und der Unikliniken werden die Proben durch die Sequenzierung des vollen Genoms nicht nur auf die beiden bislang bekannten, sondern auf alle Virusvarianten hin untersucht. Der Überblick über den Anteil der bekannten Virusvarianten sowie die Entdeckung neuer relevanter Virusmutationen ist laut Sozialminister Manne Lucha von großer Bedeutung für die Kontrolle und Überwachung von Infektionen.

Corona-Datenbank wird aufgebaut

"Durch die systematische Untersuchung des Virus auf Veränderungen können Mutationen, die ein besonderes Risiko beispielsweise im Hinblick auf die Übertragbarkeit, Krankheitsschwere und Wirksamkeit von Impfstoffen bergen, rasch erkannt und gezielte Maßnahmen ergriffen werden", erklärte Kretschmann.

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg.
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg. | Bild: Marijan Murat/dpa

Baden-Württemberg trage wesentlich dazu bei, eine Übersicht über die Verbreitung des Virus und der Mutationen zu erhalten, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) laut Mitteilung. "Wir werden immer schneller darin, auch neue Mutationen zu entdecken und zu entschlüsseln."

Darüber hinaus wird laut der Mitteilung eine eigene landesweite Datenbank zu wissenschaftlichen Zwecken aufgebaut. Die Datenbank sei neben den 100-Prozent-Sequenzierungen eine Besonderheit in Baden-Württemberg im Vergleich zu anderen Ländern.

 

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  •   Beiertheimer
    (1302 Beiträge)

    08.02.2021 10:42 Uhr
    Und wie ist das Ergebnis
    der 1000 untersuchten Proben? Das wichtigste in dem Artikel fehlt.
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  •   GravelAndSand
    (111 Beiträge)

    08.02.2021 16:11 Uhr
    Genau das
    hab ich mich auch gefragt, der Artikel ist vom Informationsgehalt eher eine Null.
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  •   tom1966
    (1380 Beiträge)

    08.02.2021 12:03 Uhr
    Nicht doch
    dann wäürde man den Politikern ja wieder vorwerfven, sie würden Panik schüren! zwinkern
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  •   tom1966
    (1380 Beiträge)

    08.02.2021 12:04 Uhr
    Sch... Tippfehler!
    Warum kann man hier seine eigenen Kommentare nicht korrigieren?
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  •   silberahorn
    (10836 Beiträge)

    08.02.2021 17:38 Uhr
    Immerhin
    kann man hier direkt etwas schreiben. Mein ja nur so, zumindest im Vergleich zu den BNN, die 2020 nach fast zwanzig Jahren jetzt auch online zu lesen sind. Seit wann gibt es ka-news? Ich schätze, dass das mindestens 15 Jahre her ist. Und seitdem darf jeder kommentieren.
    BNN ist was Leserbeteiligung angeht heute auf dem Niveau von "i hett en Frog" (oder so ähnlich), wobei ich dabei immer an einen Frosch denken muss, der mir im Hals sitzt und mich zum räuspern bringt. Dieses anbiedern an einen Dialekt, wenn man Fragen von Lesern erhalten will, finde ich jedenfalls grässlich.

    Eigene Kommentare zu korrigieren würde noch mehr Missverständnisse erzeugen, weil man dann auch den Sinn verändern könnte und die Antworten dann schäpps wirken. Ich vertippe mich auch oft.
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