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Karlsruhe Nach Verschandelung und Grab-Schändung: Pyramide soll von Ölspuren befreit werden

Ende Juni wurde das Wahrzeichen der Stadt, die Karlsruher Pyramide, von Unbekannten mit Farbe und Flüssigkeit beschmiert - eine Straftat. Nun soll das Denkmal von den Spuren der Tat befreit werden. Dabei wird mit großer Vorsicht vorgegangen, um bei der Reinigung keine weiteren Schäden zu verursachen.

Am kommenden Montagmorgen, 13. Juli, ab 8 Uhr, beginnen auf dem Marktplatz Arbeiten zur Reinigung der Pyramide. Diese war Ende Juni von Unbekannten beschmutzt worden.

"Da das auch durch Speiseöl geschah, werden vom städtischen Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft beauftragte Spezialisten hinzugezogen", teilt die Stadt Karlsruhe in einer Pressemeldung mit. Dies ist notwendig, um den denkmalgeschützten Bau, Grabmal des Stadtgründers Markgraf Karl Wilhelm, nicht weiter zu schädigen.

Bild: Thomas Riedel

Bauzaun rund um die Pyramide wird errichtet

So werden zunächst kleine Testflächen angelegt, und zum weiteren Schutz der Flächen wird im Lauf des Tages ein Bauzaun um die Pyramide herum errichtet. Für Dienstag, 14. Juli, ist ein Begutachten der Testreinigungen vorgesehen, um dann das weitere Vorgehen zu beraten. Aller Voraussicht nach ist die Reinigung Ende der Woche abgeschlossen und der Bauzaun kann wieder entfernt werden.

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  •   Schillerlocke
    (260 Beiträge)

    11.07.2020 21:01 Uhr
    Baudenkmäler
    und ähnlich Identitätsstiftendes schänden. Erinnert mich an was. Wie wäre es mit Überwachungskameras am Marktplatz?
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  •   ALFPFIN
    (7266 Beiträge)

    11.07.2020 11:43 Uhr
    Ich würde vorschlagen,
    man stellt in der Stadt eine Spezialgruppe für die Reinigung der Marktplatzsteinplatten ein, insbesondere einen entsprechend ausgebildeten Spezialisten, der dann natürlich auch für andere beschmierte historische Gemäuer zuständig ist.
    Und vielleicht könnte man dieser Abteilung auch noch eine schnelle Eingreiftruppe für U-Bähnles Katastrophen angliedern. Wenn zum Beispiel
    Wassereinbruch bei laufendem Betrieb festzustellen ist oder sonst irgendwelche merkwürdigen Vorkommnisse. Mit schneller Eingreifgruppe
    meine ich natürlich nicht, dass diese erst einmal einen mehrseitigen Schriftsatz dem Gemeinderat vorlegen muss. 😉
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  •   kritiker_2014
    (486 Beiträge)

    11.07.2020 11:18 Uhr
    Es war absehbar
    wenn die Steinplatten nicht versiegelt sind wird der Marktplatz in kurzer Zeit unansehnlich werden
    und schwer zu reinigen sein.
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  •   haku
    (4155 Beiträge)

    11.07.2020 12:45 Uhr
    Granit versiegeln?
    Ich wüsste jetzt nicht, warum man Granit versiegeln sollte. Sandstein ist porös, Granit aber nicht. Wenn ich mich richtig erinnere, wird es eine spezielle Reinigungsmaschine geben. Wenn der Platz dann fertig ist und die Maschine ein paar mal drüber können wir wieder über Flecken reden...
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  •   kritiker_2014
    (486 Beiträge)

    11.07.2020 17:28 Uhr
    Sandstein ist was anderes
    wie Granit.Und meines Wissen kann man Granit versiegeln.
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  •   teflon
    (3015 Beiträge)

    11.07.2020 13:44 Uhr
    Soweit ich mich erinnern kann, waren auch
    in der Pflastertestphase genug Stimmen hochgekommen gewesen , die die Oberfläche als "empfindlich" beschrieben hatten. Und genau das ist jetzt wohl das Problem - wie sieht das dann erst aus, wenn ein 4wöchiger Weihnachtsmarkt drübergegangen ist und alle möglichen Essens-/Getränkereste den Belag nachhaltig verschmutzt haben? Das Ganze sieht mal wieder schwer nach einen klassischen Schildbürgerstreich vom Rathaus & dessen Gehilfen aus - aber egal: der Steuerzahler wirds schon richten. Der ganze planlose Kombipfusch ist eine Vollkatastrophe, die die Bürger erst zur Gänze überreißen werden, wenn sie bis zum Anschlag mit den stark steigenden kommunalen Abgaben abgezogen werden.
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  •   haku
    (4155 Beiträge)

    11.07.2020 13:53 Uhr
    Pflastertestphase
    Pflastertestflächen gab es für die zukünftige Pflasterung der Kaiserstraße. Dort stellte man zu hohe Empfindlichkeit fest. Für den Marktplatz gab es auch eine, dort war man mit den Ergebnissen zufrieden. Granit ist jetzt auch nicht gerade als empfindliches Gestein verschrien...
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  •   FCKSUV
    (300 Beiträge)

    11.07.2020 08:34 Uhr
    Denkmäler zu schänden
    ist ja derzeit en vogue.
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  •   IchKA
    (819 Beiträge)

    11.07.2020 07:45 Uhr
    Schwerlich nach zu vollziehen
    wessen Geistes Kind der Verursacher dieses Schadens ist. Man kann nur mutmaßen. Vielleicht ist es der neue Belag des Marktplatzes. Einst strahlend hell auf den Entwürfen und nach dem Verlegen, aber bereits jetzt nach kurzer Zeit überall hässlich verfleckt mit allen möglichen Dingen. Aus heutiger Sicht eine gestalterisch irrlichternde Fehlentscheidung, die absehbar war. Hinzu kommt: Durch den neuen Belag sieht die Pyramide abgesunken aus, weil sich das Höhenniveau geändert hat.
    Viele Europäische Städte reißen ihre alten Platten raus und verlegen zeitloses belastbares Kopfsteinpflaster. In der Innenstadt liegt es noch vielerorts. Jahrzehnte alt und immer noch schön. Im Zuge der Kaiserstraßensanierung mit den neuen Minibäumchen kommt das wohl ebenfalls weg. Auch nur schwer nach zu vollziehen.
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  •   timo
    (3151 Beiträge)

    11.07.2020 11:11 Uhr
    Wenn man sich die Bilder des
    Schadens des "Anschlags" anschaut zweifelt man doch sehr an der offiziellen Aussage. Würde mich nicht wundern wenn jemandem einfach ein Flasche Speiseöl aus der Einkaufstüte gekullert ist...
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