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Karlsruhe OB Mentrup über Pop-up-Radwege: "Kein Instrument für die Stadtplanung"

Es war eine bisher einmalige Aktion in der Fächerstadt, die am heutigen Samstag vorläufig zu Ende geht: In den vergangenen vier Wochen veränderten die so genannten "Pop-up-Radwege" vorübergehend das Verkehrsgeschehen auf vielbefahrenen Straßen im Stadtgebiet. Das Fazit: größtenteils Begeisterung - bei Rad- und Autofahrern gleichermaßen. Doch wie geht es jetzt weiter?

Wird Karlsruhe bald fahrradfreundlicher? Das war zumindest das Ziel von sechs Karlsruher Verkehrs- und Klimagruppen, die hinter der außergewöhnlichen Aktion stehen. Auch im Karlsruher Gemeinderat traf das Experiment auf Zustimmung. So fordert die CDU ein abgestimmtes Verkehrskonzept für die Fächerstadt, das alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigen und Verkehrssicherheit gewährleisten soll.

"Grundsatzdiskussion über Verkehrswende führen"

Beim letzten Radweg dieser Art machte sich am Samstag auch Oberbürgermeister Frank Mentrup ein Bild vor Ort in der Hans-Thoma-Straße. Entlang der Staatlichen Kunsthalle und des Botanischen Gartens herrscht heute freie Fahrt für alle Drahtesel. 

Mentrup freute sich über die positive Resonanz, hielt sich aber mit Prognosen zurück: "Die Pop-up-Radwege waren eine gute Idee, um auf das Thema grundsätzlich aufmerksam zu machen und einen Eindruck zu vermitteln, wie man mehr Fläche für den Radverkehr zur Verfügung stellen kann - sie können aber kein langfristiges Instrument der Stadtplanung werden." Stattdessen müsse die Grundsatzdiskussion über eine Verkehrswende intensiver geführt werden. 

Oberbürgermeister Frank Mentrup machte sich am Samstag selbst einen Eindruck von einem Pop-up-Radweg in Karlsruhe. | Bild: Thomas Riedel

Kurzfristige Maßnahmen wie Pop-up-Radwege, in die zu viel Kraft und Zeit investiert werden müsse, machen für die Stadt deshalb derzeit keinen Sinn. Stattdessen könne man sich vorstellen, hin und wieder vorübergehend eine neue Verkehrsführung auszuprobieren, die sich über mehrere Wochen und Monate erstrecke. "Wir können in solchen Fällen aber auch nur Situationen vorwegnehmen, die bereits so geplant sind und wir sicher sind, dass wir es anschließend auch umsetzen können."

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Kommentare (8)
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  •   vielvornichtsdahinter
    (1178 Beiträge)

    31.08.2020 07:36 Uhr
    Sechs Verkehrs- und Klimagruppen
    ..und trotzdem die Minderheit. Eine Bürgerumfrage muss her. Da würde ein absoluter Dämpfer für die SPD Radpolitik erfolgen. Aber Demokratie möchte man in Karlsruhe nicht wagen.
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  •   80er
    (5998 Beiträge)

    31.08.2020 06:09 Uhr
    Warum Stimmenfang?
    Statistisch gesehen wird selten ein amtierender OB abgewählt. Und schon gar nicht, wenn ein Dorfbürgermeister gegen diesen antritt. Von daher ist Stimmenfang unnötig.
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  •   IchKA
    (1131 Beiträge)

    31.08.2020 08:36 Uhr
    Na dann
    braucht es ja auch nicht narzisstische Selbstdarstellung und Selbstinszenierung.
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  •   IchKA
    (1131 Beiträge)

    30.08.2020 08:04 Uhr
    OB schon auf Stimmenfang?
    sich lieber nicht festlegen um keinen Wähler zu brüskieren und Allgemeinplätze verlautbaren. Über das politische Handwerkszeug verfügt er jedenfalls.
    Am Ende des Radwegs an der Ampel wurde man von der OB Kandidatin von Die Partei empfangen, bereits im Kampfmodus um jede Stimme. Schade, dass sie wohl chancenlos sein wird, obwohl viele mit Mentrups Amtsführung in "seiner Stadt" immer unzufriedener geworden sind.
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  •   FCKSUV
    (604 Beiträge)

    29.08.2020 17:11 Uhr
    Der OB von Grünen Gnaden
    lehne sich besser nicht zu weit vom Rathausbalkon. Nicht dass die doch noch einen eigenen Kandidaten* aufstellen. zwinkern
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1558 Beiträge)

    29.08.2020 22:32 Uhr
    Egal ob man einen
    OB-Kandidaten mag oder nicht. Jeder gewählte OB ist ein OB von "Wählers Gnaden". Meint jemand im Ernst, dass sich irgendein Grünwähler (oder sonstiger Parteianhänger) von einer Partei "vorschreibe"n läßt, wen er zum OB haben möchte. Komische Vorstellung, das...
    Wir haben hier freie und geheime Wahlen, wer den Bürgern für den Posten am geeignetsten erscheint, wird gewählt.
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  •   lenzmond
    (17 Beiträge)

    30.08.2020 17:47 Uhr
    Ein Armutszeugnis
    von den Grünen, keinen eigenen Kandidaten aufzustellen.
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  •   FCKSUV
    (604 Beiträge)

    30.08.2020 22:29 Uhr
    ein Eingeständnis der eigenen
    Unfähigkeit.
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