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Karlsruhe Nur noch die Feinheiten zu erledigen: Karlsruher Kombilösung soll rechtzeitig in Betrieb gehen

Nach dem Herbst folgt der Winter und plötzlich scheint die Fertigstellung der Kombilösung in greifbare Nähe zu rücken. Und tatsächlich seien die meisten Arbeiten abgeschlossen und nur noch Details stehen der Inbetriebnahme im Weg. Einige dieser Details haben aber nichtsdestotrotz Verzögerungen zur Folge.

Im Stadtbahn- und Straßenbahntunnel der Kombilösung ist das Ziel – die Inbetriebnahme am 12. Dezember zum bundesweiten Fahrplanwechsel – in Sicht: Nur noch Feinheiten sind zu erledigen oder zu installieren, kleinere Nachbesserungen hier und da – zum Beispiel bei den Hinweisen für die Fahrgäste, berichtet die Kasig in einer Pressemitteilung.

Diese werden künftig zumindest bei den ersten Nutzungen der unterirdischen Haltestellen auf eine umfassende Wegweisung treffen, in welcher Richtung und auf welchem Gleis ihre Stadtbahn oder Straßenbahn abfährt. Die Hinweise sind ganz unten direkt auf den Bahnsteigen zu finden, aber eben auch auf den darüber liegenden Fahrgast- oder Zwischenebenen.

Bis in zwei Monaten werden die Arbeiten erledigt sein

Denn von hier bieten sich verschiedene Eingangs- oder Umsteigemöglichkeiten an. Schon jetzt sind beispielsweise an den "Mundhäusern" der Aufzüge – die gläsernen Aufbauten über den in die Haltestelle hinunterfahrenden Liften – solche wegweisenden Beschriftungen erkennbar.

Wegweisend: Oberirdisch an den Mundhäusern der Aufzüge sind schon die Hinweise auf die unterirdisch verkehrenden Bahnen angebracht.
Wegweisend: Oberirdisch an den Mundhäusern der Aufzüge sind schon die Hinweise auf die unterirdisch verkehrenden Bahnen angebracht. | Bild: Kasig

Bis in zwei Monaten werden diese und andere Arbeiten aber erledigt sein, bis dahin muss schließlich auch die Genehmigung der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB), die beim Regierungspräsidium Stuttgart angesiedelt ist, vorliegen, damit Bahnen mit Fahrgästen die unterirdische Strecke in „T“-Form auch nutzen können.

Zwei von drei Haltestellen müssen noch fertiggestellt werden

Auch der Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen oberirdischen Gleistrasse und dem darunterliegenden Autotunnel hat genau diese Zeit noch vor sich: Allerdings ist die Inbetriebnahme der oberirdischen Bahnstrecke bei weitem nicht so komplex wie diejenige ihrer unterirdischen "Schwester“.

Bagger-Ballett und Grüngleis: In der Kriegsstraße vor dem Staatstheater wird das Substrat für das Grüngleis eingebaut.
Bagger-Ballett und Grüngleis: In der Kriegsstraße vor dem Staatstheater wird das Substrat für das Grüngleis eingebaut. | Bild: Kasig

Mit dem Ettlinger Tor und dem Karlstor müssen noch zwei der drei neuen Haltestellen fertiggestellt werden, die Oberleitung muss noch montiert werden, die Weichensteuerung und die Signalisierung – und schließlich auch noch an den oberirdischen Verkehrsknoten Mendelssohnplatz, Ettlinger Tor und Karlstor die Lichtsignalanlage so programmiert werden, dass Bahnen und Autos ein geregeltes Miteinander führen können.

Autostrecke beinahe fertig

Oberirdisch ist der Baufortschritt auch abseits der Bahnstrecke mehr als deutlich erkennbar: Neue Fahrbahnen für die Autos, die breit genug sind, auf einer eigenen markierten Spur auch Radler gefahrlos aufzunehmen, neue Gehwege, und immer wieder Grünstreifen für – noch zu pflanzende – Bäume und auch Parkstreifen oder Parktaschen.

Auffallend sind die neu geschaffenen, vor mehr als einem halben Jahrhundert für den Bau der damals neuen Kriegsstraße entfallenen, ebenerdigen Überwege auf Höhe der Lamm-, der Kreuz- und der Adlerstraße. Wo bisher Fußgänger oder Radfahrer entweder durch Unterführungen oder über Brücken die Kriegsstraße queren mussten, ist das nun auf Straßenebene und ohne Umwege möglich.

Unten im Autotunnel wird - leider verzögert durch Lieferschwierigkeiten - noch immer montiert und installiert – für die für den Individualverkehr notwendige Tunneltechnik. Für Unfälle werden Vorkehrungen getroffen – von den Notrufeinrichtungen und Fluchttüren mit entsprechender Kennzeichnung und Beleuchtung über Lautsprecherdurchsagen bis hin zu der Ampelsteuerung, die ein Einfahrtsverbot in beide Tunnelröhren vorsieht.

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  •   Waterman
    (6775 Beiträge)

    09.10.2021 19:10 Uhr
    Vielleicht noch nicht zu spät
    alle Hinweise für Geleise etc. könnte man doch auch in englischer und (mindestens) in französischer Sprache dazu schreiben. Für Karlsruhe als Pamina-Gründungsmitglied und im Zeichen Europas eigentlich eine Selbstverständlichkeit.
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  •   Prof.Baerlapp
    (815 Beiträge)

    08.10.2021 15:53 Uhr
    Ach, ja.
    Die Genehmigung der Technischen Aufsichtsbehörde muss bis dahin noch vorliegen. Es wundert mich schon, dass die noch nicht da ist. Was machen die denn, wenn die Aufsichtsbehörde noch Nachbesserungsbedarf sieht?
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  •   dipfele
    (5986 Beiträge)

    09.10.2021 11:59 Uhr
    Dann fahren die Bahnen...
    ... weiterhin oben, was kein Schaden wäre..
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  •   Waterman
    (6775 Beiträge)

    08.10.2021 17:40 Uhr
    Vermutlich
    bessern sie nach...
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  •   Prof.Baerlapp
    (815 Beiträge)

    08.10.2021 18:50 Uhr
    Und
    Sie setzen voraus dass das in dieser kurzen Zeit gelingt?
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  •   Waterman
    (6775 Beiträge)

    08.10.2021 19:29 Uhr
    Ich setze nichts voraus.
    Habe nur ihre Frage beantwortet.

    Ich denke aber, dass man nicht wartet bis alles fertig ist und dann um die Prüfung bittet, sondern dass Prüfungen und Abnahmen schon länger parallel passieren und man hoffentlich da im Zeitplan liegt.

    Hoffen wir alle doch das Beste.
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  •   andip
    (11294 Beiträge)

    08.10.2021 15:30 Uhr
    Wirklich?
    Bis vor kurzem lagen in der Kriegsstrasse noch nicht einmal die Schienen.
    Bis in zwei Monaten sollen die fertig gelegt sein inklusive allem wie Strommasten etc.?
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  •   ulika
    (189 Beiträge)

    09.10.2021 12:59 Uhr
    Die Gleise...
    sind fast fertig, die Masten stehen und die Oberleitungen wurden gerade begonnen...
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  •   Rundbau-Gespenst
    (13035 Beiträge)

    08.10.2021 18:46 Uhr
    das ist machbar,
    wenn der Bauauftragnehmer mitspielt und die leidigen Nachträge ich in Grenzen halten.
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  •   timo
    (3400 Beiträge)

    11.10.2021 07:22 Uhr
    wenn der Bauauftragnehmer mitspielt
    Wüsste kein Bauvorhaben bei dem es am AN liegt. Und Nachträge gibt es meist wegen schlechten Ausschreibungen und haben auf die Bauausführung selten einen Einfluss.
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