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Stuttgart Neue Corona-Verordnung von Baden-Württemberg: Das gilt ab heute

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie gelten von diesem Donnerstag an in Baden-Württemberg strengere Regeln für Ungeimpfte. Das Kabinett von Ministerpräsident Wilfried Kretschmann (Grüne) beschloss am Mittwoch im Umlaufverfahren eine neue Corona-Verordnung mit einem dreistufigen Alarmsystem, wie die Landesregierung in Stuttgart mitteilte. Sie stützt sich nicht mehr auf die Sieben-Tages-Inzidenz an Neuinfektionen, sondern auf die Belastung der Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten.

Nach dem neuen System gilt derzeit die so genannte Basisstufe.

Die Warnstufe

Die Warnstufe (Stufe 2)wird ausgerufen, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder acht von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik eingeliefert wurden. Dann haben Ungeimpfte nur noch mit negativem PCR-Test Zugang zu bestimmten öffentlichen Bereichen. Ein Antigentest reicht nicht mehr.

Ein Arzt macht einen Abstrich für einen Corona-Test.
Ein Arzt macht einen Abstrich für einen Corona-Test. | Bild: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

In der Warnstufe gibt es zudem Kontaktbeschränkungen für nicht geimpfte und genesene Personen. Ein Haushalt darf sich mit fünf weiteren Personen treffen.

Ausgenommen von der Personenzahl sind genesene und geimpfte Personen, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre und Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können oder für die es keine allgemeine Impfempfehlung der STIKO gibt – dazu zählen auch Schwangere und Stillende, da es sie erst seit dem 10. September 2021 eine Impfempfehlung der STIKO gibt. Paare die nicht zusammen leben gelten als ein Haushalt.

Dateiname : Corona Verordnung ab 16. September
Dateigröße : 383.82 KBytes.
Datum : 15.09.2021 16:14
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Die Alarmstufe 

Stufe drei - die Alarmstufe - gilt, sobald 390 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden oder die so genannte Hospitalisierungsinzidenz bei 12 liegt. Dann haben Ungeimpfte gar keinen Zutritt mehr zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen.

In der Alarmstufe gibt es zudem Kontaktbeschränkungen für nicht geimpfte und genesene Personen. Ein Haushalt darf sich nur mit einer weiteren Person treffen.

Ausgenommen von der Personenzahl sind genesene und geimpfte Personen, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre und Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können oder für die es keine allgemeine Impfempfehlung der STIKO gibt – dazu zählen auch Schwangere und Stillende, da es sie erst seit dem 10. September 2021 eine Impfempfehlung der STIKO gibt. Paare die nicht zusammen leben gelten als ein Haushalt.

Eine Frau wird während einer Impfaktion auf dem Wochenmarkt mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gegen das Coronavirus geimpft.
Eine Frau wird während einer Impfaktion auf dem Wochenmarkt mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gegen das Coronavirus geimpft. | Bild: Sebastian Gollnow/dpa

Ausgenommen von der PCR-Testpflicht (Warnstufe) beziehungsweise dem Zutritts- und Teilnahmeverbot (Alarmstufe) sind:

  • Personen bis einschließlich 17 Jahre, die nicht mehr zur Schule gehen.
  • Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Hier ist ein entsprechender ärztlicher Nachweis vorzuzeigen.
  • Personen, für die es keine allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) gibt.
  • Schwangere und Stillende, da es für diese Gruppen erst seit dem 10. September 2021 eine Impfempfehlung der STIKO gibt.

Diese Personen müssen in beiden Stufen Alternativ einen negativen Antigentest vorlegen können. Für alle Personen ab 0 Jahren mit typischen COVID-19-Symptomen gilt weiterhin ein generelles Zutritts- und Teilnahmeverbot.

Auf den Intensivstationen der baden-württembergischen Krankenhäuser werden derzeit (Stand: Dienstag) 206 Covid-19-Patienten behandelt. Davon bekommen 95 (46,1 Prozent) künstliche Beatmung. Die Zahl der Corona-Infizierten, die innerhalb von einer Woche pro 100.000 Einwohner in eine Klinik eingeliefert wurden, beträgt 2,25.

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Kommentare (40)
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  •   schoenix
    (358 Beiträge)

    17.09.2021 11:51 Uhr
    Ein bischen schon
    Also wenn man, einfach so, behauptet, wenn es Spätfolgen gäbe, dann in 5-10 Jahren, dann wird da schon etwas postuliert.

    Also warum erst dann? Warum nicht nach ein paar Tagen, Wochen oder Monaten? Weil die bisher schon verstrichen sind und nichts passiert ist, oder warum?

    Ja, ganz ausschließen lässt sich auch Cthulhu nicht, aber bringt ihm deshalb Opfer dar, bevor er eine Schifffahrt macht? Wohl eher nicht.
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  •   Dalli_Klick
    (659 Beiträge)

    16.09.2021 16:47 Uhr
    Hier
    sind heute die Paniker mal wieder in der Mehrzahl. Hey, Leute, was macht ihr wenn die Sache dann wirklich durch ist und praktisch kein Coronapatient mehr im Krankenhaus liegt?

    Dann braucht ihr neue Argumente für Freiheitsbeschränkungen. Ich würde das tödliche Klima vorschlagen...
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  •   AhmedDerAufklärer
    (643 Beiträge)

    16.09.2021 19:21 Uhr
    Also
    ich denke Paniker helfen uns auf allen Seiten nicht weiter.
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  •   UngueltigDannZuLang
    (377 Beiträge)

    16.09.2021 15:09 Uhr
    Zugegeben,
    wenn ich etwas von einer neuen Corona-Verordnung lese, breche ich nicht gerade in Jubel aus.

    Dafuer wurden sie mir mit der Zeit einfach immer mehr zuuu lang. Nicht nur rechtsrheinisch.

    Auch wenn ich auf etwas anders hoffe: Die Verordnungen spiegeln die aktuelle Situation wieder oder passen dazu, eine Garantie, dass sie auch noch in zwei Monaten gelten oder sinnvoll sind, kann keiner geben.
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  •   Soebbes
    (3 Beiträge)

    16.09.2021 12:35 Uhr
    Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser
    ...wer soll das eigentlich noch überwachen und kontrollieren? Vorschriften und Verordnungen verlieren ihre Wirksamkeit, wenn diese nicht eingehalten werden, welches sich berechtigterweise in Vergangenheit an verschiedenen negativen Beispielen deutlich gezeigt hat. Haupsache eine neue Verordnung - so jedenfalls kriegen wir es auch nicht gebacken. Wieder und wieder wurde die Zeit vergeudet, in denen man zB Schulen endlich mit Luftreinigungssystemen in Klassenzimmern ausrüsten hätte können. Brot und Spiele (Profi Fussball) waren ja auch wichtiger als unsere Kinder, die nicht draußen trainieren und spielen durften.
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  •   UngueltigDannZuLang
    (377 Beiträge)

    16.09.2021 15:43 Uhr
    IMHO haben Sie recht
    Viele der Corona-Verordnungen bis heute wurden oder, wie ich glaube, konnten nie effektiv kontrolliert werden.

    Ich denke, ich wuerde nicht in einem Staat leben wollen, in dem das moeglich (gewesen) waere.

    Deshalb lehne ich auch die Querdenker, die das unterstellen und mit ihrer Verweigerungshaltung provozieren wollen ab. Eine nicht ganz aus der Luft gegriffene Unterstellung meinerseits.

    Bei uns hat jeder Rechte. Fuer die muss er nicht mal etwas tun. Mit den Rechten sind nach meinen Verstaendnis Pflichten verbunden (altmodisch, ich weiss).

    Mir waere es ja egal, wenn die Impfverweigerer ihre Entscheidung nur fuer sich selbst treffen wuerden. Das ist leider nicht so. Und wenn diese sich gegen die eigene soziale Verantwortung entscheiden, muessen sie halt auch mit den Konsequenzen leben.
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  •   andip
    (11195 Beiträge)

    16.09.2021 15:36 Uhr
    Wer das überwachen kann?
    Gute Frage, ich würde sagen, dass das unmöglich ist.
    Als alles geschlossen war und keiner raus durfte, ist das noch gegangen aber jetzt?
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  •   bingobongo
    (594 Beiträge)

    16.09.2021 07:12 Uhr
    Übrigens....
    COVID-19 Fälle auf Intensivstation: Der Wert begann aktuell gestern wieder zu FALLEN.
    Hospitalisierungsinzidenz: 2,25 - relativ stabil aktuell

    Kurzer Verschnaufer - oder womöglich gar Plateau erreicht? Allerdings beginnt ja gerade Schule, dürfte also doch noch etwas hochgehen...
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  •   schlaule2
    (435 Beiträge)

    16.09.2021 10:41 Uhr
    der Verlauf deckt sich bis jetzt
    fast auf den Tag genau mit dem Verlauf letztes Jahr. Wenn jetzt das Wetter schlecht wird werden die Zahlen wieder hochgehen. und bei unserer lächerlichen Impfquote dürfen das die Pflegekräfte wieder ausbaden.
    Dänemark z.b. hat eine Impfquote > 91%, die haben jetzt alle Beschränkungen aufgehoben. Bei den restlichen 8% sind halt selbst schuld wenn es die erwischt, bei fast 40% Ungeimpften sieht es halt bei uns anders aus.
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  •   AhmedDerAufklärer
    (643 Beiträge)

    16.09.2021 15:42 Uhr
    Das
    ist aufzuklären:
    Bei Dänemark nehmen Sie die Zahlen der >12 Jährigen.
    Insgesamt liegt die Impfquote der 2 x Gimpften dort bei rund 73% der Gesamtbevölkerung.
    Bei uns sind es glaube ich 63%.
    Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
    Hinzu kommt in Dänemark m.E. der allseits unaufgeregte Umgang mit dem Problem, davon kann bei uns leider auf keiner Seite die Rede sein.
    Kann ja jede/r mal bei sich selbst anfangen zwinkern
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