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Karlsruhe Nach Überfällen und Diskussion im Gemeinderat: Wo wird in Karlsruhe bereits Videoüberwacht?

Immer wieder, oft nach Gewalttaten, häufen sich die Beschwerden, dass sich Karlsruher in ihrer Heimatstadt nicht sicher fühlen und dass die Entscheidung des Gemeinderats ein Fehler gewesen sei. Manche fordern in diesem Zuge mehr Videoüberwachung in der Stadt. Da drängt sich die Frage auf: Wo in der Karlsruher Öffentlichkeit gibt es denn bereits eine Videoüberwachung? ka-news.de fand es heraus.

Das Ergebnis einer Umfrage auf ka-news.de zum Thema Videoüberwachung war eindeutig: Es gibt durchaus eine signifikante Zahl von Karlsruhern, die sich eine Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen, vor allem dem Europaplatz wünschen. Die Stadtverwaltung brachte die Idee einer Videoüberwachung in den Gemeinderat, doch der Beschlussvorlage wurde nicht stattgegeben, da sich die Stadträte bereits im Mai mit einem Patt dagegen entschied

Auch vonseiten der Polizei sei eine Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen keine wirklich valide Option, da es in Karlsruhe keine kriminellen Hotspots gebe. Das bedeut allerdings nicht, dass die Fächerstadt frei von sehenden Ecken sei. An verschiedenen öffentlichen Orten Karlsruhes werde sehr wohl videoüberwacht, allerdings nicht von der Stadt selbst, sondern hauptsächlich von privaten Anbietern, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung erklärt.

So seien beispielsweise sowohl die Karlsruher Bahnhaltestellen als auch die Bahnen selbst mit Kameras versehen - das gelte für alle 262 Fahrzeuge wie die Stadt Karlsruhe bestätigt. Auch an verschiedenen Haltestellen der Albtal Verkehrsgesellschaft (AVG), etwa der Europahalle oder der Kurt-Schuhmacher-Straße würde flächendeckend aufgezeichnet werden. Das dabei entstehende Videomaterial werde in den Bahnen 48, bei Haltestellen 72 Stunden gespeichert und dann automatisch überschrieben.

So sehen die Kameras in den Karlsruher Straßenbahnen aus.
So sehen die Kameras in den Karlsruher Straßenbahnen aus. | Bild: dpa

Eine weitere Notwendigkeit, im öffentlichen Stadtgebiet Überwachungsvideos aufzuzeichnen, liege bei Baustellen. Dies sei dadurch begründet, dass Baustellen "zu den häufigsten Problemzonen von Diebstählen gehören", so die Erklärung des Stadtvertreters. Es habe sich deshalb bisweilen als nötig erwiesen, dort ebenfalls eine Videoüberwachung anzuwenden.

(Symbolbild) | Bild: Paul Needham/pixabay.com@Medi2go

Dies sei allerdings nicht Sache der Stadt, sondern der jeweiligen Baufirmen, die auch entschieden, wie lange das Bildmaterial gespeichert wird. Ansonsten würde eine Videoüberwachung natürlich in Geschäften oder öffentlich zugänglichen Orten in privater Hand, wie etwa dem Ettlinger Tor stattfinden. 

Von staatlicher Seite würde auch im Außenbereich der in Karlsruhe befindlichen Gerichte wie der Bundesanwaltschaft, dem Bundesgerichtshof und dem Bundesverfassungsgericht per Videoaufnahme überwacht werden. Dies geschehe aber ebenfalls nicht durch die Stadt Karlsruhe, sondern werde - wie die Namen schon sagen - vom Bund organisiert.

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  •   Kommentar
    (1121 Beiträge)

    11.09.2021 03:47 Uhr
    Es gibt auch
    an einigen Gebäuden "private" Kameras, die den Gehweg mit erfassen.
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