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Karlsruhe Nach SEV-Malheur zwischen Karlsruhe und Rastatt: KVV verteilt gratis Regio-Tickets an Abonnenten und Jahreskartenbesitzer

Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) gewährt im Auftrag der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) rund 2.000 Abonnenten und Jahreskartenbesitzern eine kleine Kompensationsleistung, die von einem mehrmonatigen Bus-Ersatzverkehr entlang der Strecke zwischen Rastatt und Karlsruhe über Ötigheim, Bietigheim, Durmersheim und Forchheim betroffen waren. Damit reagiert der KVV auf die Kritik der Fahrgäste des Schienenersatzverkehrs (SEV), der über vier Monate hinweg die Stadtbahnverbindungen der S7 und der S8 ersetzte.

Die Abonnenten sollen auf dem Postweg ein Regio-Ticket (Netz) für drei Personen zugeschickt bekommen. Die angeschriebenen Abonnenten können mit diesem Ticket einen Tag lang im gesamten KVV-Netz unterwegs sein. Jahreskartenbesitzer, die ihr Ticket im Barverkauf erworben haben, können sich diesbezüglich mit ihrem jeweiligen Ticket an das KVV-Kundenzentrum an der Durlacher Allee in Karlsruhe wenden und erhalten dort ihr Regio-Ticket. Das gab der KVV in einer Pressemitteilung bekannt.

"Wir wollen unseren Fahrgästen entgegenkommen"

"Ich möchte mich ausdrücklich für die Probleme der vergangenen Monate rund um den Bus-Ersatzverkehr bei unseren Fahrgästen entschuldigen“, sagt KVV-Geschäftsführer Alexander Pischon, der zugleich Vorsitzender der Geschäftsführung der AVG ist. "Wir haben nach einer internen Überprüfung des Ersatzverkehrs sowie angesichts zahlreicher Kundenbeschwerden entschieden, dass wir unseren Fahrgästen hier mit dieser kulanten Regelung gerne entgegenkommen wollen“, so der AVG-Geschäftsführer. Der AVG sei natürlich bewusst, dass diese Kompensation nicht alle Probleme der vergangenen Monate "aufwiegen“ könne.

Alexander Pischon, kaufmännischer Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe VBK und des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV).
Alexander Pischon, kaufmännischer Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe VBK und des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV). | Bild: Lars Notararigo

Die nun bekannten Probleme des "lang laufenden“ Ersatzverkehrs zwischen Rastatt und Karlsruhe sollen als Grundlage dienen, um mit Blick auf künftige Ersatzverkehre notwendige Verbesserungen umzusetzen. Ein entscheidender nächster Schritt wird sein, weiter intensiv mit dem Land Baden-Württemberg über die Finanzierung von Bus-Ersatzverkehren zu verhandeln.

Wichtiger Hinweis zur Kulanz-Gewährung gegenüber den rund 2.000 Abonnenten, die entlang der Stadtbahnstrecke der S7 und S8 wohnen:

Die gewährte Kompensation in Form eines Regio-Tickets erfolge "freiwillig aus Kulanz und bezieht sich ausschließlich auf die Gruppe an Kunden, die von diesem mehrmonatigen Ersatzverkehr betroffen waren. Hieraus lässt sich kein Rechtsanspruch mit Blick auf die Bus-Ersatzverkehre der AVG auf anderen Strecken beziehungsweise für andere Zeiträume ableiten", so der KVV.

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  •   microbit
    (75 Beiträge)

    11.11.2021 15:10 Uhr
    Das war keine einfache...
    ... Gleisbaustelle bei der man mal eben ein paar Schottersteine gewechselt hat. Sondern es wurde der Abzweig zum Rastatter Tunnel an der Bashaide in seinen endgültigen Zustand umgebaut. Also kein reines Bauen im Bestand. Und ein ganzes Gleis kann man mal nicht so eben unter Betrieb, bzw. in einer Nachtpause verlegen. Im Nachbargleis ist man ja auch weitergefahren, der Güterverkehr, der ICE und der RE nach Offenburg. Nur die Stadtbahn nicht. Weil es keinen Sinn hat, bzw. betrieblich gar nicht möglich ist die Stadtbahn nur in einer Richtung zu fahren. Die muss auch wieder zurück. Jetzt war aber die Strecke über Ettlingen jeweils in die Richtung in der Durmersheim gesperrt war - die Richtung wurde Ende August gedreht - doppelt belastet. Deshalb sind auch bspw. die Eilzüge aus dem Murgtal zwischen Rastatt und Karlsruhe entfallen.
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  •   ALFPFIN
    (7847 Beiträge)

    11.11.2021 09:19 Uhr
    Baustellen
    24 Stunden rund um die Uhr betreiben. Na, dann gut Nacht um sechse und kein Bett. Jedenfalls für die Anwohner.
    Und das dann noch bei den üblichen Zeitverzögerungen bei unseren Baustellen. Da reicht dann aber eine kleine "Aufmerksamkeit" oder wie angekündigt, Kompensationsleistung mit dem Erhalt eines Regio Tickets nicht.
    "Jahreskartenbesitzer, die ihr Ticket im Barverkauf erworben haben"?
    Also die Jahreskartenbesitzer, die entweder den ganzen Betrag jährlich oder auch aufgeteilt monatlich abbuchen lassen, die gehen dann leer aus. Man könnte diesen natürlich mit einem einmaligen Nachlass auf den abzubuchenden Betrag auch entgegen kommen. Macht halt mehr "Gschäft", aber das gab es früher schon mal. Man erinnert sich daran natürlich nicht mehr nach so so langer Zeit. 😉
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  •   andip
    (11287 Beiträge)

    11.11.2021 13:53 Uhr
    Sicher?
    Wer sich die Beträge vom Konto abbuchen lässt, ist für mich ein Abonnent, da dessen Daten dem KVV bekannt sein dürften.
    Diejenigen, die ihr Ticket cash bezahlen, dürften wohl eher die Ausnahme sein.
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  •   dipfele
    (5978 Beiträge)

    11.11.2021 13:49 Uhr
    In erster Linie....
    .... geht es um die Fahrgäste, die mit SEV Fahrzeitverlängerungen in Kauf nehmen müssen. Je schneller eine Baustelle abgewickelt wird, desto besser für die Fahrgäste. Wenn es nach den Anwohnern ginge, dann brauchte es überhaupt keine Bahn. Früher wurde auf zweiglisigen Strecken in einem Gleis gebaut, auf dem anderen fuhren die Züge. da hatten die Fahrgäste meist überhaupt nichts von den Baustellen mitbekommen.
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  •   dipfele
    (5978 Beiträge)

    11.11.2021 02:36 Uhr
    Statt Busersatzverkehre....
    subventionieren zu wollen, sollten DB Netz und AVG/VBK mal nachdenken, ob solche Busersetzverkehre überhaupt notwendig sind, vor allem dann, wenn im Bestand gebaut wird. Das Land muss solche fahrgastunfreundlichen Massnahmen verbieten, lieber Herr Pischon !!! Wenn dann schon Strecken voll gespert werden, dann müssen auch die Baustellen 24 Stunden rund um die Uhr Betrieben werden. Und nicht wie beim Strassenbau nur 8 h. Ausserdem kommt es mir vor, dass zwischen Rastatt und Karlsruhe gefühlt jedes Jahr SEV gemacht wird.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (13035 Beiträge)

    11.11.2021 08:31 Uhr
    24 Stunden rund um die Uhr ???
    die Anwohner werden dagegen Sturm laufen!!!
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  •   dipfele
    (5978 Beiträge)

    11.11.2021 13:40 Uhr
    Schon wieder....
    .... die Anwohner! Viele Bahnstrecken verlaufen ausserhalb von Ortschaften. Gleisbaustellen sind wandernde Baustellen ohne Kompressorlärm. Als es noch bei der Bahn Beamte gab, wurde nur nachts gearbeitet und am tag fuhren die Züge.Oder auf zweigleisigen Strecken wurde in einem Gleis gefahren und im Nachbargleis gearbreitet. Praktisch für die Fahrgäste. An die sollte in erster Linie gedacht werden. SEV verlängert erheblich die Reisezeiten. Ist das Kundenfreundlich?
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