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Stuttgart Nicole Hoffmeister-Kraut fordert höhere Abschlagszahlungen bei Corona-Hilfen

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) fordert vom Bund höhere Abschlagszahlungen für Unternehmen, die wegen des coronabedingten Teil-Lockdowns auf die außerordentlichen November- und Dezemberhilfen angewiesen sind. Nach bisherigen Regelungen sollen betroffene Betriebe je Monat einen Abschlag in Höhe von bis zu 50 Prozent ihrer beantragten Summe erhalten, maximal aber 10.000 Euro.

Hoffmeister-Kraut sagte dazu am Montag der Deutschen Presse-Agentur: "Ich appelliere an den Bund, die bisher vorgesehene Abschlagszahlung für die außerordentliche Wirtschaftshilfe deutlich zu erhöhen. Die von den aktuellen Einschränkungen hart getroffenen Betriebe brauchen jetzt sehr schnell Liquidität, um ihre weiter laufenden Kosten decken zu können."

Antrag auf Novemberhilfen seit vergangener Woche möglich

Im November und Dezember unterstützt der Bund Firmen und Solo-Selbstständige, die vom Teil-Lockdown betroffen sind, mit Zuschüssen von bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus dem Vorjahresmonat. Insgesamt sind dafür derzeit rund 30 Milliarden Euro veranschlagt.

Die Novemberhilfen können seit vergangener Woche beantragt werden. Betroffene können in ihren Anträgen angeben, ob sie eine Abschlagszahlung wollen. Hierbei handelt es sich um einen Vorschuss auf spätere Zahlungen ohne eine tiefergehende Prüfung.

Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) bei einem Termin.
Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) bei einem Termin. | Bild: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

Die Hilfen sollen alle Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen bekommen, die Anfang November den Geschäftsbetrieb einstellen mussten - sowie Firmen, die "nachweislich und regelmäßig" 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungen betroffenen Unternehmen erzielen. Das sind etwa Lieferanten der Gastronomie.

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Kommentare (3)
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  •   barheine
    (442 Beiträge)

    30.11.2020 18:36 Uhr
    Finanzhilfen sollten grundsätzlich nur als günstiges Darlehen mit großzügigen Rückzahlungsmodalitäten gewährt werden, aber nicht als Geschenk auf Kosten der Allgemeinheit.
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  •   kritiker_2014
    (637 Beiträge)

    30.11.2020 23:12 Uhr
    Ohne Berufsverbot
    bräuchte es keine finanziellen Hilfen.
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  •   AlterMann
    (217 Beiträge)

    30.11.2020 18:01 Uhr
    75% vom Umsatz
    Vom Umsatz musste man bisher immer noch die Kosten bezahlen.
    Da bleibt meist als Gewinn nicht mehr viel übrig.
    Wenn nun fast alle Kosten wegfallen (Mitarbeiter bekommen Kurzarbeitergeld, Waren müssen nicht gekauft werden, kein Strom, Wasser, Heizung), allenfalls noch Miete oder Grundsteuer, dann bleiben von den 75% deutlich mehr Gewinn übrig als früher von den 100.
    Da wird sich so mancher Wirt freuen wenn er fürs Nichtstun plötzlich mehr Geld im Beutel hat wie zuvor mit der Arbeit.
    Aber solange es noch Menschen gibt die jeden Tag zur Arbeit gehen und denen man einen guten Anteil ihres Einkommens wegnehmen kann, solange kann man das Geld ja hemmungslos rauswerfen.
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