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Berlin Kehrtwende? Mindestens einmal pro Woche kostenloser Corona-Schnelltest

Seit 11. Oktober sind Corona-Tests in Deutschland in der Regel kostenpflichtig. Das soll sich nun wieder ändern. Bereits in einigen Tagen werden kostenlose Schnelltests angeboten.

Die Menschen in Deutschland sollen voraussichtlich ab kommender Woche wieder mindestens einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche machen können.

Ein Test pro Woche

Laut einem Verordnungsentwurf des geschäftsführenden Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU) soll verhindert werden, dass Personen aufgrund finanzieller Erwägungen auf Tests verzichteten, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Regierungskreisen erfuhr. Die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichteten unter Berufung auf den Entwurf zuerst darüber. Seit 11. Oktober sind Corona-Tests in Deutschland in der Regel kostenpflichtig. Die neue Verordnung solle kommende Woche in Kraft treten, hieß es.

Ingo Wellenreuther und Jens Spahn.
Ingo Wellenreuther und Jens Spahn. | Bild: Hammer Photographie

Den Plänen zufolge sollen künftig alle Bürgerinnen und Bürger mindestens einmal pro Woche wieder Anspruch auf einen kostenlosen Test erhalten. Auch geimpfte Personen könnten sich mit dem Coronavirus infizieren "und damit eine Gefährdung insbesondere für vulnerable Personengruppen darstellen", so der Entwurf.

Anbieter können ihre Tätigkeit fortsetzen. Zusätzlich sollen nur noch Sanitätshäuser oder Drogerien beauftragt werden. Eine Beauftragung weiterer Anbieter soll nicht mehr möglich sein. Hintergrund ist, dass eine erneute unkontrollierte Entstehung von Teststationen verhindert werden soll. Laut Verordnung rechnet der Bund für jeweils eine Million Testungen mit bis zu 8 Millionen Euro für die Leistungen vor Ort und 3,5 Millionen Euro für Sachkosten.

Weiter sieht der Entwurf vor, dass die Krankenhäuser den Impfstatus ihrer Patientinnen und Patienten angeben müssen sowie die Zahl von Schwangeren in intensivmedizinischer Behandlung. Die Kliniken sollen künftig auch dazu verpflichtet werden, täglich sowohl ihre Kapazität an Intensivbetten als auch die Zahl ihrer Corona-Patienten differenziert nach Erwachsenen und Kindern auszuweisen.

 

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Kommentare (6)
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (43 Beiträge)

    11.11.2021 11:28 Uhr
    Zum Glück nur noch geschäftsführend....
    Bin ich froh, daß unser Gesundheitsminister (-kasper) auf dem Bild bald nicht mehr für die Gesundheit unsers Landes verantwortlich ist. Nur ein paar Highlights seiner Perfomance: Masken- und Schutzausrüstung am Anfang der Pandemie ? Fehlanzeige. Seine Parteikumpels machten deshalb mit Maskendeals guten Reibach.
    Impfstoffe ? Nach der Serienreife kauften Herr Trump, und Herr Netanjahu und andere uns den Impfstoff vor der Nase weg.
    Zu unser aller Glück hat der Coronavirus nur geringe Mortalität. (Bei aller Pietät und Trauer um die Verstorbenen)
    Wäre es anders, mit diesem Gesundheitsminister am Ruder wären wir alle dem Tod geweiht. "Wir werden uns viel verzeihen müssen" - ich verzeihe Herrn Spahn seine Unfähigkeit !
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  •   tom1966
    (1763 Beiträge)

    11.11.2021 12:20 Uhr
    JaJa,
    Spahn ist an allem schuld! Er wusste, dass eine Pandemie kommen würde, für die es seit der Spanischen Grippe nichts Vergleichbares gab, und hat trotzdem keine Schutzausrüstung auf Vorrat gekauft. Er hat auch den Impfstoff nicht vor der EU-Zulassung gekauft.
    Ist das wirklich ihr Ernst oder nur reines Politiker-Bashing?

    Was die Mortalität betrifft, so sind nach offizellen Zahlen ca. 2 % der Infizierten gestorben, insgesamt über 5 Millionen (Wie hoch ist wohl die Dunkelziffer?). Im Vergleich zu anderen Erkrankungen wie Ebola oder Vogelgrippe ist die Sterberate nicht so hoch, das stimmt, dafür scheint das Virus aber ansteckender zu sein, zumindest gab es viel mehr Infizierte.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (43 Beiträge)

    11.11.2021 13:22 Uhr
    Es ist mein Ernst
    In den Jahren 2007 und 2012 waren in Deutschland Übungen zur Pandemiebewältigung (damals ging man von Grippe aus). Und genau die Probleme von 2019 wurden damals schon erkannt. Ist es nicht die Aufgabe des Gesundheitsministers, solche erkennbaren Schwachstellen zu beseitigen ? Ist es effektiv, wenn 2019 eine Kommunikation der Gesundheitsämter noch per FAX erfolgt ? Wer hat das in seiner Verantwortung, wenn nicht Herr Spahn ? Wieso sind die Gesundheitsämter nicht auf "Pandemie" ertüchtigt ?
    Ist es Politiker-Bashing, wenn man sagt, dass sich Parteigenossen von Herrn Spahn wegen seines Versagens mit Masken-Deals die Taschen füllen ? Ist es falsch, wenn man seinem Gesundheitsminister vorwirft, daß es keinen Impfstoff für einen selber gibt, während in GB, Israel und USA schon ein Großteil der Bevölkerung geimpft ist ? Ich betreibe kein Politiker-Bashing im Generellen - aber Herr Spahn wollte die Verantwortung für das Gesundheitswesen, und er war dieser Aufgabe in keiner Weise gewachsen.
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  •   andip
    (11335 Beiträge)

    11.11.2021 08:10 Uhr
    Naja
    Nichts gegen kostenlose Tests, aber wem die offiziellen Tests zu teuer sind, kann auch einen Selbstschnelltest kaufen, die sind wesentlich günstiger.
    Ok, die werden nirgendwo anerkannt, aber da sowieso demnächst 2G kommt, nützt einem ein offizieller Test auch nichts mehr.
    Aber so weiss man wenigsten, woran man selber ist.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (43 Beiträge)

    11.11.2021 10:57 Uhr
    Steuergelder vertesten
    Es ist leider nicht so, daß die Tests kostenlos sind. Sie kosten uns Steuerzahler (also diejenigen, die Steuern zahlen und nicht von Transferleistungen leben) Geld. Also den gebenden Teil der Solidargemeinschaft. Ich bin 2 x geimpft und teste mich 1 x in der Woche mit selber bezahlten Schnelltests. Wenn alle geimpft wären, also vor schwerer Krankheit geschützt, könnten wir "Freedom-Day" feiern und bräuchten den ganzen Zauber nicht. Bitte schnell eine Impfpflicht für alle einführen !
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  •   Gelegenheits-Kommentator
    (87 Beiträge)

    11.11.2021 04:47 Uhr
    Das Symbolbild
    mit Ingo Wellenreuther und Jens Spahn suggeriert Tatkraft: "Das machen wir jetzt zur Chefsache". Man redet auf dem kurzen Dienstweg unter vier Augen miteinander und schwupps – schon werden die Schnelltests dank Intervention aus Karlsruhe wieder zum Wohle der Allgemeinheit eingeführt. Auch wenn das Bild mittlerweile einige Monate alt ist.
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