Malsch Lkw-Fahrer befreit blinde Passagiere auf Silbergrund Parkplatz bei Malsch

Als ein 36-jähriger Sattelzug-Fahrer aus Bosnien-Herzegowina am Montag, den 30. November, gegen 08.25 Uhr, eine Pause auf dem Parkplatz "Silbergrund" einlegte, fand dieser zwei blinde Passagiere in seinem Laderaum vor. Die mutmaßlichen Flüchtlinge hatten immer wieder versucht mit Klopfgeräuschen auf sich aufmerksam zu machen, da sie wegen einer Unterkühlung bereits Schmerzen vernahmen. Erst am fünften Tag konnten die Männer aus dem Laderaum befreit werden und wurden vorerst in der Landeserstaufnahme Karlsruhe untergebracht. Das geht aus einer Pressemitteilung der Polizei Karlsruhe hervor.

Bei einer Pause auf dem Parkplatz "Silbergrund" ist am Montag gegen 08.25 Uhr an der Autobahn 5 bei Malsch ein 36 Jahre alter Sattelzug-Fahrer aus Bosnien-Herzegowina nach Klopfgeräuschen in seinem Auflieger auf Menschen in seinem Laderaum aufmerksam geworden und verständigte die Polizei.

Gleich mehrere Streifen des Autobahnpolizeireviers Karlsruhe eilten vor Ort und ließen von dem Fahrer die Verplombung entfernen. Im Inneren des Aufliegers befanden sich zwei mutmaßliche Flüchtlinge mit leichten Unterkühlungen.

Eine stationäre Aufnahme der beiden Personen in einem Krankenhaus war nicht erforderlich.

Erste Abklärungen brachten zutage, dass es sich um zwei marokkanische Staatsbürger im Alter von 18 und 24 Jahren handelt.

Im Auflieger fanden die Beamten Essens- und Trinkreste sowie eine Vorrichtung zum Verrichten der Notdurft.

Den Äußerungen der Männer zufolge haben sich beide bereits seit fünf Tagen in dem Auflieger aufgehalten und wollten wegen Unterkühlung und damit verbundener Schmerzen schon viel früher auf sich aufmerksam machen, was ihnen aber nicht gelang.

Die Beiden seien von zwei Schleusern nach einer Zahlung von 300 Euro pro Person von Bosnien-Herzegowina nach Deutschland geschleust worden. Zunächst sei die reguläre Plombe am Anhänger entfernt und eine gefälschte angebracht worden, nachdem sich beide im Laderaum befanden.

Der Lkw hatte Straßburg als Ziel und konnte nach der Spurensicherung durch Kriminaltechniker und regulärer Verplombung seine Fahrt wieder fortsetzen. Die beiden jungen Männer kamen nach Stellung eines Asylantrags vorerst in der Landeserstaufnahme Karlsruhe unter. Bezüglich der Einschleusung von Ausländern führt die Kriminalpolizei Karlsruhe die weiteren Ermittlungen.

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