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Karlsruhe Liebe Karlsruher Bundestags-Kandidaten: Wie kann Deutschland digitaler werden?

Wofür stehen die Karlsruher Direktkandidaten der Bundestagswahl 2021? Wie ist ihre Haltung zu Rente, Klima, Migration und den vielen anderen Themen, die Deutschland aktuell beschäftigt? Um das herauszufinden, hat ka-news.de sie um Antworten gebeten: 15 Kandidaten, 15 Fragen - die Stellungnahmen gibt es mit einem Klick auf den Namen.

Vorher teilweise noch undenkbar, wurde digitales Arbeiten und Lehren mit der Corona-Pandemie plötzlich Alltag. Doch die neue Situation hat gezeigt: Was die Digitalisierung anbetrifft, herrscht oftmals noch Nachholbedarf an Schulen, Universitäten und am (Heim-)Arbeitsplatz. Wie möchten die Karlsruher Bundestags-Kandidaten diese Lücke schließen?

  • Ingo Wellenreuther (CDU)
    Ingo Wellenreuther ist Direktkandidat der CDU.
    Ingo Wellenreuther ist Direktkandidat der CDU. | Bild: Tobias Koch

    Dem Staat kommt bei der Digitalisierung eine Vorbildfunktion zu. Deshalb muss der Staat jetzt liefern: wir müssen unsere Verwaltung in einem umfassenden Modernisierungsjahrzehnt konsequent digitalisieren. Darüber hinaus wollen wir ein Bundesministerium für digitale Innovationen und Transformation schaffen. Dieses soll helfen, die digitalen und technologischen Herausforderungen unseres Landes zu bewältigen und die Modernisierung des Staates zu koordinieren.
  • Parsa Marvi (SPD)
    Parsa Marvi, Direktkandidat der SPD Karlsruhe.
    Parsa Marvi, Direktkandidat der SPD Karlsruhe. | Bild: SPD Karlsruhe

    Das Thema Breitbandausbau ist ganz wichtig für Wohlstand und Teilhabe. Wir haben ein kleines Zeitfenster, in dem sich entscheidet, ob wir noch aufholen können gegenüber anderen Industrienationen. Ich will ein schnelles Glasfasernetz für alle Menschen und Unternehmen und zwar jetzt und nicht in 10 oder 20 Jahren. Das Thema muss in der Bundesregierung an zentraler Stelle koordiniert werden und über die Ausgründung regionaler, staatlicher Glasfasergesellschaften konsequent vorangebracht werden. Auf Ausbauversprechen der Anbieter sollte man sich nicht mehr verlassen.
  • Marc Bernhard (AfD)
    Marc Bernhard.
    Marc Bernhard. | Bild: Marc Bernhard MdB

    Breitbandausbau ist das Fundament für darauf aufbauende Prozesse, das heißt man muss die Schaffung digitaler Infrastrukturen und Ressourcen massiv beschleunigen. Wir fordern 100 Digitalisierungsmanager für Baden- Württemberg, Experten der IT, des Tiefbaus und des Projektmanagements zu vernetzen sowie alle KI-Kompetenzen zu sammeln und aus nationalem Interesse und angestrebter digitaler Souveränität rund um das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) zu bündeln.
  • Michael Theurer (FDP)
    Michael Theurer ist Direktkandidat der FDP.
    Michael Theurer ist Direktkandidat der FDP. | Bild: Theurer

    Die digitale Transformation betrifft alle Lebensbereiche. Deutschland muss hier endlich vor die Welle kommen - von Glasfaser und Mobilfunknetz über eine moderne Verwaltung bis hin zu Industrie 4.0 und digital unterstütztem Unterricht. Um den Wandel voranzutreiben und zu gestalten, wollen wir endlich ein Ministerium für digitale Transformation, das mit einer starken Stimme Antreiber der Bundesregierung für mehr digitalen Fortschritt wird.
  • Michel Brandt (Die Linke)
    Michel Brandt
    Michel Brandt | Bild: Felix Grünschloss

    Die Digitalisierung kann Chancen eröffnen für selbstbestimmtes Arbeiten und Leben und für neue Formen der Demokratie. Wir wollen die Gestaltung der Digitalisierung den Profitinteressen der Konzerne entziehen. Dazu muss das Mitbestimmungsrecht von Betriebs- und Personalräten bei der Digitalisierung und digitalen Arbeitsprozessen gestärkt und erweitert werden.

    Wir brauchen ein Beschäftigtendatenschutzgesetz, das die Verwertung digitaler personenbezogenen Daten sowie die Überwachung von Beschäftigten verbietet und Verstöße hart sanktioniert.
  • Zoe Mayer (Grüne)
    Bild: Grüne Karlsruhe

    Wir müssen unsere Wirtschaft auf Klimaneutralität und die Grenzen unseres Planeten ausrichten und eine Kreislaufwirtschaft vorantreiben. Wir brauchen ehrgeizige Vorgaben in Form von Grenzwerten, CO2 -Reduktionszielen und Produktstandards und können dadurch Planungssicherheit schaffen und Impulse für neue Investitionen setzen. Es ist für mich keine Frage, dass angesichts der Komplexität dieser und anderer Fragestellungen alle Chancen der Digitalisierung genutzt werden müssen.
  • Klaus-Jürgen Raphael (Bündnis C)
    Klaus-Jürgen Raphael
    Klaus-Jürgen Raphael | Bild: ps

    Öffentliche Verwaltung reduzieren und digitalisieren. Einführung von künstlicher Intelligenz, Automatisierungsprozesse und Industrie 4.0 und somit Stärkung des deutschen Wirtschaftsraums (vgl. KIT – neue zukunftsträchtige Technologien fördern / Start-ups unterstützen).
  • Martin Buchfink (die Basis)
    Martin Buchfink
    Martin Buchfink | Bild: ps

    Es muss sichergestellt werden, dass kleine und mittelständische Unternehmen im Zuge der Digitalisierung nicht zum Spielball marktbeherrschender Plattformen großer Konzerne werden. Auch darf die Digitalisierung nicht in einer Überwachung der Bürger münden. Die Überwachung des Bürgers mittels des digitalen Impfpasses und Programmen wie der Luca-App muss beendet werden.
  • Daniel Barth (Die Partei)
    Daniel Barth
    Daniel Barth | Bild: ps

    Moderne Wirtschaftsmacht? Guter Witz. Digitales Neuland trifft es wohl eher, wir verbieten drei Tage lang die Nutzung von Excel, dann schauen wir mal, wie viel von Deutschland noch steht und ziehen bei jedem Glasfaser rein.
  • Bernd Barutta (Freie Wähler)
    Bernd Barutta
    Bernd Barutta | Bild: ps

    Im Grunde ist es ganz einfach: Die Infrastruktur schneller und räumlich umfassend voranzutreiben. Die Technik ist vorhanden, finanzielle Zuwendungen aus dem Bundeshaushalt werden nur schleppend abgerufen, sind also noch vorhanden. Es ist die zentrale Führungsaufgabe, den Prozess zu beschleunigen. Es wurde in der Vergangenheit einfach nicht genug Druck von der politischen Spitze ausgeübt.
  • Markus Schmoll (KlimalisteBW)
    Markus Schmoll
    Markus Schmoll | Bild: ps

    Ein flächendeckender Ausbau des Glasfasernetzes für schnelles Internet, auch auf dem Land, ist unbedingt notwendig für die Herausforderungen vor denen wir stehen. Der Gewinn an Sicherheit und Lebensqualität rechtfertigt die Ausgaben hierfür. Auch eine zukunftsfähige Wirtschaft braucht ein gutes Netz! Die öffentliche Verwaltung soll schnellstmöglich digitalisiert werden, dabei können wir uns vieles von zum Beispiel Estland abschauen.
  • Jonas Dachner (MLPD)
    Jonas Dachner, Direktkandidat der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands. (MLPD)
    Jonas Dachner, Direktkandidat der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands. (MLPD) | Bild: MLPD

    Der technische Fortschritt muss sinnvoll eingesetzt werden, damit die gesteigerte Produktivität der Masse der Menschen zugutekommt, und das ökologisch sinnvoll in einer Einheit von Mensch und Natur. Wenn die Digitalisierung vor allem als Profitquelle, auf Kosten der Umwelt, von Technologiekonzernen vorangetrieben wird, muss man schon die Frage stellen, wem was dient. Der Mensch und seine Bedürfnisse nach Bildung, Kommunikation, Kultur und Engagement für eine andere Gesellschaft müssen dabei im Mittelpunkt stehen. Wir sollten damit anfangen jedem Schüler, Auszubildenden und Studenten die für den Bildungsweg notwendigen technischen Geräte kostenlos zur Verfügung zu stellen.
  • Dr. Franz-Josef Behr (ÖDP)
    Dr. Franz-Josef Behr
    Dr. Franz-Josef Behr | Bild: ps

    Die Antwort zu dieser Frage blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet. Sollte sie nachgereicht werden, wird sie hier ergänzt.
  • Dr. Andreas Schäfer (Partei der Humanisten)
    Dr. Andreas Schäfer
    Dr. Andreas Schäfer | Bild: ps

    Gründer, Unternehmer und Entrepreneure beleben mit ihren neuen Ideen, Dienstleistungen, Produkten und Verfahren den nationalen und globalen Wettbewerb. Wir möchten die unterschiedlichen Chancen aller Marktteilnehmer weitestgehend angleichen und zum Beispiel die Beteiligung von Arbeitnehmern an Unternehmen erleichtern. Innovativem Unternehmertum sollen Investitionen durch finanzielle Förderungen leichter gemacht werden. Markteintrittsbarrieren, ob für Privatpersonen oder Unternehmen, wollen wir, unter Berücksichtigung von Umweltschutz und sozialer Verantwortung, weitestgehend abbauen. 
  • Dr. Tassi Giannikopoulos (Volt)
    Dr. Tassi Giannikopoulos
    Dr. Tassi Giannikopoulos | Bild: ps

    Digitalisierung beginnt Zuhause und in der Schule. Jeder Bürger bekommt einen schnellen Internetanschluss und jeder Schüler bekommt ein Endgerät und jede Klasse wird Digital an jedem Klassentisch ausgestattet.

Sie haben mehr Fragen zu den einzelnen Kandidaten? Dann klicken Sie sich durch unsere ausführlichen Steckbriefe und lernen Sie die Karlsruher Bewerber von ihrer privaten Seite kennen.

ka-news.de-Hintergrund

Von Dienstag bis Samstag, 21. bis 25. September, wird ka-news.de jeden Tag drei Artikel mit den Antworten der Kandidaten zu insgesamt 15 Fragen veröffentlichen: Die Reihenfolge der vorgestellten Kandidaten orientiert sich bei den großen Parteien an ihrer Sitzverteilung im Bundestag: CDU, SPD, AfD, FDP, Linke, Grüne. Anschließend geht es mit den kleineren Parteien in alphabetischer Reihenfolge weiter: Bündnis C, dieBasis, Die Partei, Freie Wähler, KlimalisteBW, MLPD, ÖDP, Partei der Humanisten, Volt.
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Bundestagswahl 2021 in Karlsruhe: Hier sammeln wir alle Ergebnisse, Umfragen und Infos zur Wahl des Deutschen Bundestages am 26. September 2021 in Karlsruhe sowie zu den 15 Kandidaten aus der Fächerstadt. Außerdem: Alles Wissenswerte rund um das Wahlverfahren und den Ablauf der Bundestagswahl unter Corona-Bedingungen. Am Wahltag selbst werden hier zudem die Hochrechnungen und Ergebnisse aus Karlsruhe veröffentlicht.
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  •   Kiwi
    (604 Beiträge)

    26.09.2021 09:29 Uhr
    Berty87
    Ist doch ganz einfach Berty87
    Weil bei uns nicht alle ein Wischphone haben - so wie ich.
    Gruß Kiwi
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  •   Berty87
    (1094 Beiträge)

    25.09.2021 17:02 Uhr
    Dazu
    Ganz einfach. Mal die Nachbarländer fragen, weshalb die überall Handy Empfang haben und wie nicht.
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  •   Iglaubsnet
    (1024 Beiträge)

    26.09.2021 11:13 Uhr
    Ganz einfach,
    weils bei uns zuviele "nai hemma gsait" gibt!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Berty87
    (1094 Beiträge)

    26.09.2021 14:51 Uhr
    Das
    Sind die die dann grün wählen und sich dann beschweren weshalb alles gute verboten wird
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