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Stuttgart Landtag stimmt höherem Rundfunkbeitrag zu

Der baden-württembergische Landtag hat höheren Rundfunkgebühren zugestimmt. Am Donnerstag votierten im Parlament in Stuttgart Grüne, CDU, SPD und FDP dafür, die AfD sprach sich dagegen aus. Staatstsminsterin Theresia Schopper (Grüne) sagte in Stuttgart, es handele sich um die erste Erhöhung seit Einführung des Beitragsmodells. Der Rundfunkbeitrag soll zum 1. Januar 2021 um 86 Cent auf dann 18,36 Euro pro Monat steigen. So hatte es die Expertenkommission KEF vorgeschlagen. Alle Landtage müssen das absegnen. In Sachsen-Anhalt gibt es dafür bisher keine Mehrheit.

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) überprüft den Finanzbedarf des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland und empfiehlt den Landesparlamenten die Festsetzung des Rundfunkbeitrags.

Der Beitrag sei nicht politisch ausgehandelt, betonte der Grünen-Abgeordnete Alexander Salomon. Der CDU-Politiker Raimund Haser erklärte, die Erhöhung sei maßvoll und angemessen. Zugleich machte er sich dafür strak, dass die «vielfältige Medienlandschaft» erhalten bleiben müsse. Der SPD-Abgeordnete Sascha Binder sagte, es sei wichtig, die öffentlich-rechtlichen Sender gut zu finanzieren.

Auf einem Tisch liegt ein Anschreiben und Überweisungsträger für die Rundfunkgebühren.
Auf einem Tisch liegt ein Anschreiben und Überweisungsträger für die Rundfunkgebühren. | Bild: Nicolas Armer/dpa/Archiv

Der FDP-Politiker Ulrich Goll betonte, es sei wichtig, dass die Sender auch die jungen Leute noch erreichten. Das sei die Schlüsselfrage. Kritik kam hingegen von der AfD. "Wir sprechen von einer Steuererhöhung, um den Kapitalbedarf von ARD und ZDF zu decken", sagte der Abgeordnete Rainer Podeswa. Er sprach sich dafür aus, einen Teil der Sender abzuschaffen.

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  •   mcclaney
    (1501 Beiträge)

    13.11.2020 12:10 Uhr
    ...
    Man sollte aber auch mal laut darüber nachdenken, ob es wirklich dieses ganze Angebot im Fernsehen, Radio und Internet braucht.

    Viele Sendungen sind in erheblichem Maße inhaltlich identisch, über Sendergrenzen hinweg. Die oft mehrmalige Verwendung von Konservenmaterial in den Spartenkanälen rechtfertigt auch keine Erhöhung. Ob Kinderfernsehen überhaupt noch stattfinden sollte, wage ich zu bezweifeln. Die Zielgruppe ist mittlerweile durch ihre Eltern auf Netflix oder Amazon Prime unterwegs.
    Was ironisch ist, da das Kinderfernsehen mit noch die höchste Relevanz für die Zielgruppe besitzt. Es zeigt aber auch, wie beliebig und damit schlecht der ganze Rest des ÖR-Angebots ist.
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  •   tom1966
    (1319 Beiträge)

    13.11.2020 13:26 Uhr
    Wiederholungen
    Natürlich gibt es die auch auf den ÖR Kanälen, auf den privaten ist es jedoch deutlich schlimmer. Da wird z.B. eine Doku auf Kabel 1 gezeigt, auf Kabel 1 Doku läuft die gleiche Doku am gleichen Abend mit einem Zeitverzug, teilweise sogar überlappend. Das gleiche bei NTV oder Welt (weiß nicht genau, bei welchem).

    Was ich bei den ÖR am meisten schätze ist die wenige Werbung bzw. deren Fehlen (auch im Radio). Leider können sie aus finanziellen Gründen nur selten neuere Filme zeigen, bei den Übetragungsrechten werden Sie von den Privaten überboten. Die gleiche bedauerliche Entwicklung zeigt sich auch beim Sport. Wenn es so weiter geht, kann man in D Fußball nur noch gegen Geld auf Sky sehen.

    Apropos Sky, ich sehe nicht, dass jemand darüber aufregt, dass man da zahlen muss und da liegt das einfachste Paket bei 12,50€ (15 € im 2. Jahr), Sport dazu 17,50€.
    Dann doch lieber GEZ und alles frei zugänglich!
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  •   mcclaney
    (1501 Beiträge)

    13.11.2020 14:02 Uhr
    ...
    Die privaten Sender rechnen aber keine Rundfunkgebühren ab, insofern sind sie als Argument in dem Kontext nicht passend.
    Außerdem haben private Sender nicht den expliziten Informationsauftrag der Öffentlichkeit gegenüber wie es beim ÖR der Fall ist.
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  •   mueck
    (12113 Beiträge)

    13.11.2020 15:39 Uhr
    !
    Die Privaten rechnen noch schlimmer ab ...
    Wie man von der "GEZ" loskommt, hat oben "hartzler_von_de_street" ja schon verraten, von der "GEZ" der Privaten kommt man nicht so einfach los, die finanzieren sich ja über Werbung, die wir alle mitzahlen, auch die, die gar keine Privaten schauen wollen oder können (über DVB-T2 kriegt man die nur gegen Extragebühr "wegen HD", nach den 2 Probemonaten wusste ich, dass man sich die besser sparen sparen sollte ... Die eine einzige private Serie, die ich so 1x/Jahr mal schaue, wenn die neue Staffel kommt, geht auch online ...) und da gegen hülfe auch kein Zeddel vom Jobzender ...
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  •   mcclaney
    (1501 Beiträge)

    13.11.2020 15:54 Uhr
    ...
    Das ist ne interessante Perspektive, über die ich gerne mehr erfahren würde...gibt da was zum Nachlesen im Netz, wie sich Werbung über Querfinanzierung auf Produktpreise auswirkt?

    Selber schaue ich bis auf Dokumentationen auf arte oder zdfinfo gar kein Fernsehen mehr, höre kein Radio und bediene mich auch an keinem der Onlineangebote...insofern stehe ich kritisch zu 18 Euro im Monat...
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  •   stefko
    (2329 Beiträge)

    13.11.2020 19:15 Uhr
    Wird nicht einfach
    Ich denke nicht, dass man einfach eine Seite findet, welche belastbare Zahlen liefert, "das kostet Privat TV jeden Bürger pro Jahr".
    Aber, was veröffentlicht ist/wird sind a) die Umsatz-Zahlen der Sender und b) Werbeetats von Firmen (zumindest wenn sie per Gesellschaftsform zu einer Veröffentlichung verpflichtet sind, was aber die meisten sein dürften).
    Natürlich ist da auch Printwerbung usw. mit bei, aber schau Dir FR, SA, So einen Blockbuster bei den einschlägigen Sendern an, notiere wer wann wie oft wirbt, vgl. zu den Werbekosten pro Min ... usw. und dann mal auf's Jahr hochrechnen.
    Die Werbekosten der Firmen sind im Produkt eingepreist und da ist es egal, ob es sich um Prostata-Tee handelt (Sat1, täglich 15-19h) oder Autoreifen (RTL, SO 13:30 - 19h)
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  •   tom1966
    (1319 Beiträge)

    13.11.2020 11:07 Uhr
    !
    Stimmt, ich hatte nur an ARD, ZDF und die Dritten gedacht, die anderen hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Denkfehler meinerseits, dabei sehe ich sie gerne!
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  •   quicksilver
    (104 Beiträge)

    13.11.2020 10:34 Uhr
    die generation swr, br, wdr
    sind doch bald ausgestorben... netflix, Amazon etc. machen es vor wie es geht... 5 € pro user und es kann gestreamt werden was das zeug hält... das ist die Zukunft.. wie werden Tatort Mörsch, Tatort Neuburgweier usw. finanziert? genau mit diesen Abgaben, deren Berechnung keiner versteht... Intendanten mit 6-stelligen Salären??? ob das Zukunftsträchtig ist... wer weiß
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  •   dairai
    (1 Beiträge)

    13.11.2020 20:55 Uhr
    Netflix
    Die Preise bei Netflix und Amazon sind doch derzeit nur für die Monopolisierung so nieder, sobald die Marktanteile aufgeteilt sind schießen die Preise in die Höhe. In den USA ist es üblich 100 dollar pro Monat! Für Kabel TV zu bezahlen. Dennoch finde ich den Ör zu teuer, 5 Sender sollen genügen.
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  •   andip
    (10988 Beiträge)

    13.11.2020 12:13 Uhr
    Was machen die denn vor?
    Nachrichten, Magazine etc. sucht man bei denen vergeblich, manche wollen eben noch was anderes sehen als nur Serien.
    Und die Mitarbeiter und Intendanten der Privaten werden nicht bezahlt oder erhalten nur Mindestlohn?
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