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Stuttgart Nur 1x Impfen: Land will mit Johnson & Johnson der Delta Variante zu Leibe rücken

Das Land will die Ausbreitung der gefährlichen Delta-Variante des Coronavirus verstärkt mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson bekämpfen. Eine zusätzliche Lieferung des Bundes von 30.000 Dosen soll Anfang Juli gezielt an die 40 Kreise im Südwesten verteilt werden, die derzeit von der Variante betroffen sind, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Je mehr dieser Fälle in einem Kreis nachgewiesen wurden, desto mehr Impfstoff soll er erhalten: 700 Impfdosen für Regionen mit weniger als 20 nachgewiesenen Delta-Fällen, 1000 Dosen bei mehr als 20 Fällen, 1500 Dosen bei mehr als 40 Fällen.

Eine einmalige Impfung mit Johnson & Johnson bietet nach zwei Wochen bereits den vollen Impfschutz - im Gegensatz zu anderen Impfstoffen, die zweimal gespritzt werden müssen. "Die Kreise und Impfzentren bitten wir, den Impfstoff mit Vor-Ort-Impfterminen in Stadtteilen und Quartieren und durch ähnliche Aktionen gezielt einzusetzen", sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne).

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg sinkt derzeit, die als besorgniserregend geltende Delta-Variante breitet sich aber weiter aus. Ihr Anteil an allen Infektionsfällen der vergangenen 14 Tage lag am Mittwochnachmittag bei 5,35 Prozent.

 

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  •   Berty87
    (1046 Beiträge)

    24.06.2021 22:35 Uhr
    Erst
    Schlecht Reden dann doch für gu einstufen.

    Geht wohl nicht auf was die Farmer Industrie vor hatte.

    Muss wohl an die Leute der Stoff gebracht werden, jedoch nimmt diesen keiner wie Astra an. Da alle Bio oder Moderna wollen
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  •   AlterMann
    (319 Beiträge)

    24.06.2021 19:39 Uhr
    Ursprüngliche Planung
    Als der Impfstoff von J+J verfügbar wurde war erst geplant die Flüchtlinge in der LEA und vorläufige Unterbringung damit zu impfen. Mit der Begründung dass diese Personen möglicherweise ein paar Wochen später für eine Zweitimpfung nicht mehr auffindbar wären.
    Als dann Nebenwirkungen dieses Impfstoffes bekannt wurden da wurde in den letzten Wochen diese Flüchtlinge mit Biontech geimpft. Die meisten dürften jetzt wohl bald doppelt geimpft sein, viele sind es schon.
    Scheinbar ist jetzt der Stoff von J+J übrig und muss unters Volk gebracht werden, und da bietet so eine Begründung natürlich an.
    Aber ist sicher besser als gar nicht geimpft.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12593 Beiträge)

    24.06.2021 18:34 Uhr
    also weder Cilag, noch AstraZeneca
    sind wohl so richtig geeignet wie es aussieht...
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  •   froschi
    (123 Beiträge)

    24.06.2021 17:13 Uhr
    Den "vollen Impfschutz"
    bekommt man beim Impfstoff von Janssen-Cilag (so heißt der Impfstoff in Europa, in USA heißt er Johnson&Johnson) zwar schon nach einer Impfung. Aber dieser "volle Impfschutz" beträgt laut RKI nur 65 % und ist damit nicht viel wert. Astra-Zeneca kommt laut RKI auf 80 %, und nur Biontech und Moderna kommen auf gute 95 %.

    Zum Verständnis muss man eigentlich das ungeschützte Restrisiko betrachten, also 100 % minus Impfschutz % rechnen. Dieses Restrisiko beträgt bei Biontec und Moderna 5 %, bei Astra-Zeneca 20% und bei Janssen-Cilag stolze 35 %. Wer mit Janssen geimpft wurde, kann sich nicht sicher fühlen.
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  •   NeoTiger
    (739 Beiträge)

    24.06.2021 20:50 Uhr
    65% Schutz vor einer Infektion aber 100% Schutz vor schweren Verläufen.
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  •   Kommentar
    (906 Beiträge)

    24.06.2021 18:20 Uhr
    Das Restrisiko wofür
    genau: Infektion, Erkrankung mit Symptomen, schwere Erkrankung, Tod? Ich nehme Nummer Zwo.

    Und die Prozentzahlen sind überhaupt nicht vergleichbar, da sie in den Phase3-Studien gegen unterschiedliche Varianten erzielt wurden. Auch wenn das immer wieder behauptet/ nicht klargestellt wird, haben die mRNA-Impfstoffe keine 95% gegen die Varianten mehr.
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  •   BMWFahrer
    (726 Beiträge)

    24.06.2021 18:03 Uhr
    Echt, nur 65% ?
    Das ist ja weniger als der chinesische "Sinevac" und auf dem Level des kubanischen kubanisches "Soberana 2".
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  •   Prof.Baerlapp
    (784 Beiträge)

    24.06.2021 17:37 Uhr
    Diese Impfstoffe
    sind nicht minderwertig. Denn am wichtigsten im Moment ist nicht, wie hoch der absolute Schutz vor einer Infektion ist, sondern wie gut der Schutz vor schweren Verläufen ist. Denn nur die belasten das Gesundheitssystem. Und in der Hinsicht sind alle zugelassenen Impfstoffe wirkungsvoll.

    Also im Moment zählt vor allem eines: alles verimpfen, was da ist. Bei Bedarf kann man sich dann immer noch in ein paar Monaten nachimpfen lassen, wenn man meint, dass der Schutz denn unbedingt noch weiter "optimiert" werden muss.
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  •   BMWFahrer
    (726 Beiträge)

    24.06.2021 16:37 Uhr
    Nachdem der Astra-Zeneca Impfstoff
    verschmäht wurde, probiert man es mit der Johnsen+Johnsen Variante, die nach dem gleichen Prinzip funktioniert (Vektor-Impfstoff) und bei deren Anwendung es ebenso zu Thrombosen kam, nur eben nicht so medienwirksam publiziert.

    Weitere Gemeinsamkeit mit Astra-Zeneca ist die Empfehlung der StiKo zur Anwendung nur bei Personen > 60 Jahren.

    "Eine Hirnvenenthrombose ist sehr ernst zu nehmen" sagt unser Herr Spahn. Na, dann!

    In den USA wurde eine Fabrik von J&J wegen Qualitätsmängeln stillgelegt und Millionen Impfdosen weggeschüttet
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