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Neureut Klage abgewiesen: Baden im Neureuter Baggersee bleibt verboten

Eine Privatperson klagt gegen das 2020 verhängte Badeverbot am Neureuter Baggersee. Diese Klage wird jedoch von der dritten Kammer des Karlsruher Verwaltungsgerichts abgewiesen. Die Begründungen des Klägers erklärt das Gericht für nichtig.

Am 31. Juni 2020 sprach das Verwaltungsgericht Karlsruhe mit Allgemeinverfügung ein Badeverbot für den Baggersee in Neureut aus. Grund dafür seien die Gefahren für Badende, die sich aus dem dortigen Kiesabbau ergeben. Ein privater Kläger legte Widerspruch gegen dieses Badeverbot ein, wie einer Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe zu entnehmen ist.

Kiesabbau birgt Gefahren am See

Als Begründung nennt der Antragsteller, dass das  östliche Ufer des Baggersees kaum vom Kiesabbau beeinflusst werde. Außerdem sei an anderen Baggerseen, die größeres Gefahrpotenzial für Schwimmer bieten, das Baden nicht verboten. Einen weiteren Antrag stellte er, um die Wirkung des Badeverbotes aufzuschieben. Beide Anträge wurden jedoch vom Verwaltungsgericht angelehnt.

Verwaltungsgericht Karlsruhe
Verwaltungsgericht Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 1. | Bild: ka-news

Der sogenannte "Allgemeingebrauch von Gewässern", könne durch das Kiesbaurecht eingeschränkt werden, entschied die dritte Kammer des Verwaltungsgerichts. Ein Verbot sei aufgrund der "vorzeitigen Abwehr von Gefahren" rechtmäßig.

Für Badende sei nicht erkennbar, an welchen genauen Stellen das Schwimmen im See gefahrlos ist und wo nicht. Vielmehr bestätigen fachliche Gutachten, dass beim Einstieg in den See überall Gefahren entstehen können.

 

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  •   FinnMcCool
    (528 Beiträge)

    12.05.2021 10:40 Uhr
    Gefahren entstehen
    Wie heisst es im Artikel so gut?
    "Für Badende sei nicht erkennbar, an welchen genauen Stellen das Schwimmen im See gefahrlos ist und wo nicht. Vielmehr bestätigen fachliche Gutachten, dass beim Einstieg in den See überall Gefahren entstehen können."
    Da fachliche Gutachten bestätigen, dass beim Einstieg überall Gefahren entstehen können, dann hätte das Gericht im Grunde auch ein generelles Ausgehverbot verhängen müssen.
    Denn auch wenn ich das Haus verlasse und mich in den Strassenverkehr begebe, können überall Gefahren entstehen.
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  •   Knuter
    (51 Beiträge)

    12.05.2021 13:09 Uhr
    Es geht NICHT darum, dass es Gefahren gibt.
    Du hast es doch zitiert: Man kann die Gefahr nicht erkennen.

    Es geht um EINEN bestimmten See, nicht die ganze Umwelt an sich. In genau diesem See baden gehen zu können, ist kein Grundrecht. Die Freiheit, dass Haus verlassen zu können, dagegen schon.

    Im Straßenverkehr haben wir die Gefahren reduziert. Sei es durch Sicherheitsvorkehrungen im Auto oder durch Verkehrsregeln. Welchen Maßnahmen existieren, um die Gefahren am Baggersee verringern? Keine. Außer nicht baden zu gehen.
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  •   Berty87
    (1016 Beiträge)

    12.05.2021 11:15 Uhr
    Deshalb
    Sollten nur geübte das Schwimmen erlaubt sein
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  •   santana
    (1311 Beiträge)

    11.05.2021 18:40 Uhr
    Manche Leute
    haben anscheinend Langeweile. Weshalb dieser Zeitgenosse gegen das - zurecht - bestehende Badeverbot prozessieren muss, ist nicht nachvollziehbar. Die Gerichte haben ja sonst nichts zu tun. traurig
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  •   FinnMcCool
    (528 Beiträge)

    12.05.2021 10:38 Uhr
    warum prozessieren?
    Nun, ich fand ich Begründung des Klägers schon zutreffend.
    An anderen Baggerseen mit Kiesabbau darf gebadet werden "nur" in Neureut nicht.
    Dies scheint auf den ersten Blick zunächst einmal würdig, dass da eine gerichtliche Überprüfung der Entscheidung angefordert wird.
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  •   Knuter
    (51 Beiträge)

    12.05.2021 13:12 Uhr
    Dann sollte man aber das Baden auch dort verbieten
    anstatt es am Neureuter Baggersee zu erlauben.

    Zumal es hier um den Neureuter Baggersee geht. Die anderen Seen spielen keine Rollen, denn deren Erlaubnis ändert nichts an den Gefahren im Neureuter Baggersee.

    Zumal: Stimmt es überhaupt, dass die anderen Seen gefährlicher sind?
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