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Stuttgart Nachtrag zur Corona-Lage in Baden-Württemberg: Keine Testpflicht für geboosterte Personen bei 2G Plus

Nachdem zunächst geplant war, dass Baden-Württemberg keine Vorteile für Menschen mit einer Impfauffrischung gelten lassen wird, hat das Land jetzt doch grünes Licht für ein solches Vorhaben gegeben. In einer Pressemitteilung wurde nun angekündigt, dass bereits geboosterte Personen keinen tagesaktuellen Test brauchen, um Zugang zu 2G Plus-Events zu erhalten.

17:30 Keine Testpflicht für geboosterte Personen bei 2G Plus

Mit der neuen Corona-Verordnung, die am 4. Dezember in Kraft treten soll, entfällt in Baden-Württemberg bei der 2G-plus-Regelung die Testpflicht für Geboosterte – also für alle Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung gegen Corona erhalten haben. Das teilte der Amtschef des Sozial- und Gesundheitsministeriums, Professor Uwe Lahl, am Freitag, 3. Dezember, mit:

Der Amtschef des Landesverkehrsministeriums von Baden-Württemberg, Uwe Lahl.
Der Amtschef des Landesverkehrsministeriums von Baden-Württemberg, Uwe Lahl. | Bild: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

"Personen, die bereits geboostert sind, müssen überall dort, wo die 2G-plus-Regel gilt, keinen aktuellen negativen Corona-Test mehr vorlegen – also zum Beispiel in Gaststätten, im Zoo oder bei Freizeit- und Kulturveranstaltungen.“ Damit wolle man den hohen Schutz vor Infektionen berücksichtigen, den Menschen nach drei Impfungen hätten.

14:48"Dieses Plus ist eine Genugtung für Impfgegner"

In dem nördlichen Bundesland wird diskutiert, ob Booster-Geimpfte nur die 2G Regel beachten müssen und auf den zusätzlichen Test verzichten können. Im Stuttgarter Ministerium hieß es, auch wenn das Land keine Ausnahmen machen werde, werbe es für die Booster-Impfung und baue die entsprechenden Impf-Angebote aus.

Unterdessen fordert der Chef der Landestheater Tübingen, Thorsten Weckherlin, Ausnahmen für Booster-Geimpfte bei 2Gplus. Wer seine Covid-Impfung aufgefrischt habe, solle im Theater nicht auch noch einen Test vorlegen müssen. "Ich kann doch unserem Publikum, das geboostert ist, nicht mehr abverlangen, als notwendig ist. Dieses Plus ist eine Genugtuung für die Impfgegner und ein Drangsalieren der bereits geimpften Leute."

Der Artikel wurde nachträglich bearbeitet.

 

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Kommentare (49)
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  •   nasan888
    (1 Beiträge)

    05.12.2021 17:58 Uhr
    Vorteil booster Impfung
    Mich würde interessieren, wieso nur die Booster-Impfung den Vorteil haben? Was ist mit den Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nur spät die 2. Impfung erhalten haben oder zwischenzeitlich doch krank waren. Sie können doch keine Booster-Impfung erhalten. Wieso sollen diese benachteiligt werden? Ist es wirklich fair allen gegenüber?
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  •   Schillerlocke
    (616 Beiträge)

    04.12.2021 23:08 Uhr
    Das Unwort des Jahres
    "geboosterte Personen"

    Kann man das bitte schön auch gendern?

    Die Meldung beim Zentralrat für korrektes Neudeutsch lasse ich kulaterweise unter den Tisch fallen.
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  •   schoenix
    (543 Beiträge)

    06.12.2021 00:36 Uhr
    Person
    Und auch "geboosterte Person" sind doch geschlechtsneutral, warum sollte man das jetzt Gendern wollen?
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  •   silberahorn
    (11129 Beiträge)

    04.12.2021 12:52 Uhr
    Beim Archivbild
    von Uwe Lahl ist als Text angegeben, dass er Amtschef im Landesverkehrsministerium ist. Das war einmal.

    Ab März 2021 ist er Ministerialdirektor im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg.

    Ich habe mich nur gewundert, was das Verkehrsministerium mit Corona zu tun hat. Ungeeimpfte haben keine Vorfahrt? Es gilt nicht mehr rechts vor links?
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  •   olafb
    (366 Beiträge)

    04.12.2021 11:31 Uhr
    Und täglich grüßt das Murmeltier!
    Ist halt wie mit dem Esel der eine Karotte vor die Nase gehoben bekommt, damit er nur weiter geht. Er wird sie halt nur nie erreichen.
    Nach Boosterimpfung wird dann wissenschaflich erkannt...Es braucht noch eine Superboosterimpfung
    und wer diese dann hat, ist kurzzeitig von den meisten Beschränkungen z.T. befreit. Dann kommt die neuste Erkenntnis....Es braucht noch eine Megaboosterimpfung etc...
    Und manche glauben tatsächlich wir werden diesen Virus irgendwann wieder los.
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  •   froschi
    (145 Beiträge)

    04.12.2021 12:02 Uhr
    Wenn wir tatsächlich alle 1/2 Jahr eine neue Karotte
    bzw. eine neue Booster-Impfung brauchen, um den Impfschutz zu erhalten, dann müssten wir das eben so machen. Das wäre dann kein böser Wille von irgendwelchen Leuten, sondern eine medizinisch begründete Notwendigkeit. Ich denke sogar, dass man den Impfstoff jährlich an die aktiellen Virus-Mutanten anpassen muss, wie bei der Grippe-Impfung. Auch uns das Ganze keinem von uns Spaß macht, mir auch nicht.

    Es ist halt (sorry für den Vergleich) wie im Krieg mit einem ausdauernden Gegner. Da kann man auch nicht nach den ersten Gefechten sagen "so, jetzt recht es mir, ich habe keine Lust mehr", sondern man muss weiter am Gegner dran bleiben.
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  •   Prof.Baerlapp
    (820 Beiträge)

    05.12.2021 12:51 Uhr
    Man kann
    einen "Krieg" (sorry, Ihre Worte!) aber auch in die Länge ziehen. Da sehe ich momentan das Problem, das auf uns zukommen könnte.

    Was haben wir denn noch an "Waffen"? Wir haben Impfstoffe. Vielleicht dann nächstes Jahr nochmals auf neue Mutationen angepasste Impfstoffe. Wir boostern. Wir diskutieren über eine Impfpflicht, damit der Anteil der schweren Verläufe reduziert wird. Und dann?

    Mehr haben wir nicht - außer eben Lockdown und Beschränkungen. Und das ist genau das, was ich fürchte: 2022 kommt eventuell tatsächlich die Impfpflicht. Wir boostern alle 6 oder 9 Monate. Und der Lockdown kommt vielleicht trotzdem in schöner Regelmäßigkeit?! Das wäre dann ein nicht mehr endender Krieg. Und den können wir nicht gewinnen. Warum? Weil die Menschen irgendwann die Lockdowns und Verbote nicht mehr akzeptieren. Dieses jahrelange Siechtum können wir nur verhindern, wenn mit der Impfpflicht auch die Freiheit zurückkehrt. Der Rest ist dann persönliches Lebensrisiko, so leid es mir tut.
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  •   schoenix
    (543 Beiträge)

    06.12.2021 00:35 Uhr
    Wir haben ...
    ... es immernoch mit einer Krankheit zu tun, mit der die meisten Menschen und damit ihr Immunsystem, noch keinen Kontakt hatten. Durch die Impfung bekommen wir zumindest einen gewissen Teil der Menschen dazu, dass das Immunsystem zumindest mal glaubt diese Krankheit schonmal gesehen zu haben und damit den Krieg im Körper besser gewinnen kann.

    Irgendwann werden auch die Immunsysteme der bisher weder Geimpften noch Genesenen das Virus auch mal kennengelernt haben, entweder durch Impfung oder durch Genesung, spätestens dann wird die Gefährlichkeit des Virus auch zurück gehen.

    Und mit dieser gewissen Grundimmunität in der Bevölkerung wird ein Boostern dann vielleicht auch nicht mehr so häufig, bzw. nur noch für alte und vorerkrankte Menschen notwendig sein. Auch Lockdowns und dann auch Maske tragen, etc. wird dann irgendwann nicht mehr nötig sein.

    Aber von dieser Grundimmunität sind wir noch eine Weile entfernt und jeder Impfverweigerer trägt seinen Anteil dazu bei.
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  •   froschi
    (145 Beiträge)

    05.12.2021 19:11 Uhr
    Ihre Befürchtungen und Bedenken habe ich auch,
    aber was sollen wir den tun? Wir haben ja nur 3 wirksame "Waffen" (um bei dem Kriegs-Vergleich zu bleiben):
    1. Impfen,
    2. Masken (FFP2, nicht diese undichten OP-Masken),
    3. Lockdown
    Die Maßnahmen Nummer 1 und 2 gefallen mir viel besser. Und die würden eigentlich auch reichen. 3 ist ja schon eine Verzweifelungsaktion. Aber was machen wir, wenn die Leute bei 1 und 2 nicht genug mitmachen, und 20% sich einfach weigern? Alles laufen lassen, Kliniken überlasten, Triage?

    Apropos Triage: Einer Freundin meiner Schwester ist jetzt ihre lebenswichtige Krebs-Operation abgesagt worden, weil die Klinik gezwungen war, Plätze für Covid19 Patienten freizumachen. Meine Gedanken dazu behalte ich jetzt mal für mich ...
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  •   Schillerlocke
    (616 Beiträge)

    05.12.2021 07:58 Uhr
    Medizinische Notwendigkeit
    Wir reden hier nicht über Ebola oder Gelbfieber, sondern laut WHO über eine geringfügig letale Grippevariante. Und sich dafür alle 6 Monate "boostern" zu lassen ist einfach nur bescheuert.

    Das funktioniert auch logistisch nicht. Obwohl, jetzt haben sie ja einen Generalmajor am Start, der das organisieren soll. Kommt Ihnen das nach zwei Jahren des Rummurksens nicht auch etwas dubios vor?
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