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Karlsruhe Karlsruher Mietpreise im Vergleich: In diesen Stadtteilen wohnt es sich am günstigsten

Zu teuer? Zu billig? Was darf eine Wohnung kosten und was nicht? Das sind oft Fragen, die sich Mieter, aber auch Vermieter in Karlsruhe stellen. Antworten darauf gibt seit 2013 der sogenannte Mietspiegel. Für 2021 und 2022 gibt es nun eine neue, überarbeitete Ausgabe. ka-news.de verrät, wie teuer oder wie günstig das Wohnen in Ihrem Stadtteil ist.

Eine Orientierung für Mieter und Vermieter sein, um abschätzen zu können, wie viel Miete für eine Wohnung verlangt werden sollte - das ist die konkrete Aufgabe des Karlsruher Mietspiegels. Seit 2013 gibt es diesen in der Fächerstadt, zuletzt neu aufgelegt im Jahr 2019. Für die nun aktuelle, seit dem 1. Januar dieses Jahres gültige Ausgabe wurden rund 27.000 zufällig ausgewählte Haushalte schriftlich befragt.

Letztendlich flossen insgesamt 5.740 (4.533 Wohnungen und 167 Einfamilienhäuser) ausgefüllte Fragebögen in die Erstellung mit ein. Damit dienen im neuen Mietspiegel 4,5 Prozent des gesamten Mietwohnungsbestandes in Karlsruhe als Grundlage zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete. "Eine sehr gute Datengrundlage", wie Bürgermeister Albert Käuflein während der Vorstellung im Rathaus betont.

Bild: Carsten Kitter

Doch wie setzen sich die angegebenen Mietpreis-Empfehlungen zusammen? Vier Faktoren haben hier Einfluss: das Baujahr, die Lage, die Ausstattung und die Wohnfläche. Auch die Zentralität einer Wohnung spielt in der aktuellen Ausgabe eine enorme Rolle beim Quadratmeterpreis. In einem Rechenbeispiel der Stadt wird das deutlich: Sie vergleicht Wohnungen zwischen 61 und 120 Quadratmeter aus den Baujahren von 1949 bis 1977 mit guter oder sehr guter Ausstattung. 

Bild: ka-news.de

Das Ergebnis: Ähnliche Wohnungen sind in der Innenstadt aufgrund ihrer Zentralität fast zwei Euro pro Quadratmeter teurer als am Stadtrand. Doch wie sieht es mit den anderen Stadtteilen aus? Im Mietspiegel werden hierfür die einzelnen Stadtteile in insgesamt fünf unterschiedliche Lagekategorien von L1 bis L5 unterteilt:

  • Lagekategorie L1: Mit Vorteilen
  • Lagekategorie L2: Mit leichten Vorteilen
  • Lagekategorie L3: durchschnittlich
  • Lagekategorie L4: Mit leichten Nachteilen
  • Lagekategorie L5: Mit Nachteilen
Mithilfe dieser Lagekarten wird die Lagekategorie einer Wohnung mitbestimmt.
Mithilfe dieser Lagekarten wird die Lagekategorie einer Wohnung mitbestimmt. | Bild: Screenshot: Mietspiegel Karlsruhe

Zahlen Mieter hier eventuell zu viel für ihre Wohnung? ka-news.de hat sich die Mietpreise in den unterschiedlichen Stadtteilen Karlsruhes einmal genauer angesehen. 

Beim Laden der Tabellen kann es zu Wartezeiten kommen.

  • L1: Innenstadt-West, Innenstadt-Ost, Weststadt, Teile der Südweststadt

    Für Wohnungen in der Innenstadt werden hohe Mieten fällig. Gerade für kleine Wohnungen werden schnell zweistellige Quadratmeterpreise fällig. Der Spitzensatz liegt bei Neubauten, hier können bei Wohnungen unter 30 Quadratmeter bis zu 17,20 Euro fällig werden. Am "günstigsten" sind Wohnungen, die zwischen 1949 und 1965 gebaut wurden. Hier liegt der höchste Preis bei 14,45 Euro.

    Bild: ka-news.de
  • L2: Südstadt, Südweststadt, Weststadt, Oststadt, Nordstadt und Teile von Durlach und Rüppurr
    Für die Wohnungen in L2 fällt auf: Zwischen 1949 und 1965 werden die geringsten Mieten fällig, auch für Wohnungen in Gebäuden die vor 1918 erbaut wurden, fällt die Miete ein wenig höher aus. Bei Neubauten nach 2008 ist das Mietniveau teilweise deutlich höher als bei anderen Baujahren. 
    Bild: ka-news.de
  • L3: Nordweststadt, Neureut, Waldstadt, Rintheim, Grünwinkel, Beiertheim-Bulach, Rüppurr und Teile von Durlach und Mühlburg
    Fällt eine Wohnung in Lagetyp drei, wird sie als "durchschnittlich" bezeichnet. Demenstsprechend ähnlich sind die Preise pro Quadratmeter. Ausnahme: Neubauten sind teuerer, der höchste Mietpreis liegt bei 16,15 Euro und damit mehr als zwei Euro höher als für Wohnungen die zwischen 1949 und 1965 gebaut wurden.
    Bild: ka-news.de
  • L4: Daxlanden, Knielingen, Oberreut, Hagsfeld und Teile von Grötzingen
    Für Wohnungen im Typ vier werden in der Regel einstellige Quadratmeterpreise verlangt. Der Preis übersteigt die Zehn-Euro-Marke nur wenn die Ausstattung der Wohnung "sehr gut" oder "hervorragend" ist. Ausnahme bilden auch hier neue Gebäude. Hier bleibt der Preis zum Teil noch deutlich im zweistelligen Bereich. 
    Bild: ka-news.de
  • L5: Wolfartsweier, Grünwettersbach, Palmbach, Stupferich, Hohenwettersbach und Palmbach
    In den Karlsruher Bergdörfern ist das Mieten einer Wohnung am günstigsten. Die Zehn-Euro-Marke wird hier noch seltener überschritten, der günstigste Preis liegt bei 3,55 Euro bei Wohnungen über 120 Quadratmetern aus den Jahren zwischen 1949 und 1965.
    Bild: ka.news.de

Wo in Karlsruhe wohnt es sich am günstigsten?

Wichtig ist aber: Neben der Lage in einem Stadtteil fließen in die Lagebewertung weitere Faktoren ein. So beispielsweise, ob das Gebäude in "zweiter Reihe" liegt oder ob es denkmalgeschützt ist. Auch die Lage der Wohnung im Gebäude selbst spielt eine wichtige Rolle. Pauschal zu sagen: "Hier ist es am günstigsten", ist dementsprechend schwer. Geht man aber rein von der Lage der Stadteile aus, dürfen sich die Bergdörfer mit dem Titel "Die günstigsten Wohnungen in Karlsruhe" schmücken. 

Der Artikel soll die Preise in den Stadtteilen stark vereinfacht wiedergeben. Für eine vollständige Bewertung ziehen Sie bitte den kompletten Mietspiegel der Stadt Karlsruhe heran. 

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  •   Suedweschter
    (486 Beiträge)

    30.01.2021 16:53 Uhr
    @andip
    der Genossenschaftler ist kein Mieter, sondern wohnt im eben genossenschaftlich genutzten Privateigentum. Die Volkswohnung war und ist KEINE Genossenschaft, sondern eine GmbH!
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  •   ALFPFIN
    (7899 Beiträge)

    29.01.2021 18:43 Uhr
    @andip
    Fraglich allerdings, wie viele der zufällig ausgewählten Haushalte in einer Genossenschaft oder sonstigen Sozialwohnung leben.
    andip, die Genossenschaften mussten nur solange eine gewisse Zahl an Sozialwohnungen vorhalten, so lange sie öffentlich rechtlich anerkannt waren. Damals mussten sie keine Grundsteuer bezahlen, was die Mieten preiswerter machte. Heute können sie auch Sozialwohnungen bauen, wobei sie meistens einen ordentlichen Zuschuss durch das Land bekommen. Die Grundsteuer, die jetzt bezahlt werden muss, wird selbstverständlich auf die Mitglieder umgelegt.
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  •   mueck
    (12458 Beiträge)

    29.01.2021 12:10 Uhr
    !
    Die Uralt-Mietverträge sind irrelevant, da bei der Mietspiegelermittlung nur die Vermietungen einer bestimmten maximalen Zahl zurückliegender Jahre berücksichtigt werden. Ich bin mit bald 24 Jahren auch längst raus. Die genaue Grenze an Jahren steht bestimmt irgendwo, ist mir nur gerade nicht erinnerlich ...
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  •   mueck
    (12458 Beiträge)

    31.01.2021 12:03 Uhr
    !
    Aus dem Mietspiegel 2021:
    "Verlängerung des Betrachtungszeitraums für die ortsübliche Vergleichsmiete von vier auf sechs Jahre"
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  •   mueck
    (12458 Beiträge)

    31.01.2021 12:56 Uhr
    !
    Meine Bude am Stephanplatz hat einen ziemlichen Sprung gemacht ...
    2012 noch "mittlere Lage" (3. Klasse von 4, drüber waren noch gut und sehr gut), 2017 Lagequalität D (4. Klasse von 6, nun plötzlich L1 (beste Klasse von 5) ...
    Möge mein Vermieter diesen neuen Mietspiegel nie finden ... zwinkern
    Bisher war meine m²-Miete noch am unteren Ende der Spanne zu finden, jetzt liegt sie deutlich drunter ... Hmmm ... Vorsichtshalber: Kennt zufällig schon jemand die Lottozahlen von nächster Woche? zwinkern
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  •   Rundbau-Gespenst
    (13039 Beiträge)

    29.01.2021 08:49 Uhr
    alles Augenwischerei und blanke
    Hypothese!
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  •   Angry
    (64 Beiträge)

    29.01.2021 10:09 Uhr
    Welch eine treffliche Argumentation
    nicht nur eloquent vorgetragen sondern vor allem im Mittelteil vollständig überzeugend begründet.
    Chapeau!
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  •   mueck
    (12458 Beiträge)

    29.01.2021 12:11 Uhr
    !
    Der Mittelteil besteht aus "und", also immerhin 2 Argumente stimmig miteinander verknüpft!

    zwinkern
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  •   Tyr
    (657 Beiträge)

    29.01.2021 10:21 Uhr
    und
    das macht er hier schon mit insgesamt 12109 "Beiträgen" zwinkern
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  •   AhmedDerAufklärer
    (886 Beiträge)

    31.01.2021 11:32 Uhr
    Test
    Teste
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Seite : 1 2 3 (3 Seiten)

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