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Karlsruhe Ende nach 121 Tagen: Das Karlsruher Klimacamp wird aufgelöst - aus diesen Gründen

"Wir bleiben, bis ihr handelt", hieß es zu Anfang aus den Reihen der Aktivisten des Karlsruher Klimacamps. Nach rund vier Monaten Dauercamping auf dem Schlossplatz soll damit nun aber doch plötzlich Schluss sein. Ein Grund dafür: die anstehende kalte Jahreszeit.

Zum 29. Mai formierte sich das Karlsruher Klimacamp vor der Schlossfassade, um für Verkehrs-, Energie- und Klimawende zu demonstrieren. Zum 121. Tag des Protests wurde von den teilnehmenden Aktivisten allerdings beschlossen, das Camp wieder aufzulösen, wie sie am Donnerstag in einer Pressemitteilung erklären.

Der nachhaltige Aktivismus sei "mit der Berufstätigkeit, Bildung oder Weiterbildung der Aktiven längerfristig nur unter äußerster Belastung umsetzbar", heißt es darin.

Ebenso seien die anstehenden Wintermonate eine Hürde für den Protest - einerseits, da in der kalten Jahreszeit weniger Aktivisten zu erreichen sein werden, andererseits, da "eine ökologische und nachhaltige Aufrechterhaltung des Camps in der kalten Jahreszeit" nur äußerst schwierig zu bewerkstelligen sei.

Gänzlich Schluss mit den Protesten soll deswegen aber nicht sein: "Neue Projekte sind bereits im Gespräch, als Planungsort wird das Quartier Zukunft in der Oststadt dienen", heißt es in der Meldung. An ihrem Slogan "Wir bleiben, bis ihr handelt" wollen die Aktivisten nach eigenen Angaben daher weiter festhalten.

 

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  •   Rundbau-Gespenst
    (13035 Beiträge)

    02.10.2021 07:18 Uhr
    vielleicht kann zum 01.04.2022
    wieder ein Camp errichtet werden, sofern es die Temperaturen zulassen...
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  •   oststaedtler
    (300 Beiträge)

    01.10.2021 14:07 Uhr
    Wer´s glaubt...
    "mit der Berufstätigkeit, Bildung oder Weiterbildung der Aktiven längerfristig nur unter äußerster Belastung umsetzbar" Seltsam, dass das erst jetzt eine Rolle spielt, wo die Nächte (und langsam auch Tage) wieder kälter werden... Ich denke eher, dass den Leuten die Protestiererei jetzt zu unbequem wird. Aber wenn man was fürs Klima tun will, muss man eben auch mit niedrigeren Temperaturen in den Behausungen leben. Wenn die das Camp im Herbst und Winter durchgezogen hätten, hättei ich vor den Leuten den Hut gezogen, denn das hätte gezeigt, dass die das auch wirklich ernst meinen.
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  •   ordnungshueter
    (209 Beiträge)

    03.10.2021 12:58 Uhr
    man kann natuerlich ...
    auch einfach nur bei ka-news 'rumnoelen.
    es gibt nichts gutes, ausser man TUT es - hat einer gesagt, der kindern und jungen leuten viel zugetraut hat.
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  •   AhmedDerAufklärer
    (761 Beiträge)

    01.10.2021 14:23 Uhr
    Na ja
    "...erst jetzt eine Rolle spielt, wo die Nächte (und langsam auch Tage) wieder kälter werden."
    - oder eben wenn das Semester beginnt. Alles ganz normal.
    Karlsruhe ist Studententadt.
    Viele schlaue junge Leute mit guten Ideen, ich finds super.
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  •   RainerBu
    (1480 Beiträge)

    01.10.2021 14:30 Uhr
    Ideen ??
    Rumgeplärre , aber Paris, das 1,5 Grad Ziel.....wenns ins Detail geht , wirds dünn.
    Gut wir können alle etwas mehr Rad fahren . Aber glaubt ersthaft jemand dass das viel bringt ?
    E-Autos für alle wirds auch nicht werden .
    Also technologieoffen sein, mal runter von dem Panikmodus und auch mal anerkennen was schon alles läuft bzw gemacht wurde. Aus mehreren Gründen gut, die Ölabhängigkeit zu reduzieren . Und sicher ja, man hat sich zulange drauf ausgeruht .
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  •   Schillerlocke
    (607 Beiträge)

    01.10.2021 10:00 Uhr
    Da fällt die Maske
    der Schönwetter "Aktivisten". Man könnte anstatt an der warme Heizung zu protestieren unsere Klimakanzlerin beim Wort nehmen und es mit Kniebeugen und in die Hände klatschen probieren.
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  •   AhmedDerAufklärer
    (761 Beiträge)

    01.10.2021 09:22 Uhr
    Also
    ich fand die Aktion gut.
    Bleibt aktiv und bleibt am Thema dran.
    Es kann verschiedenen Formen geben, sich sinnvoll einzubringen.
    Logisch und verständlich, dass die Aktivisten Berufstätigkeit, Bildung oder Weiterbildung auch nicht vernachlässigen wollen.
    Das sind ja genau die Dinge, die FFF-Kritiker hier stets gefordert haben. Jetzt ist es denen aber auch nicht recht (das zeigt wie vorgeschoben deren Argumentiert wird).
    An den Reaktionen der "Weiter so"-Vertreter sieht man, dass deren Nerven blank liegen.
    Sie befürchen echte Veränderung.
    Ihr seid also auf dem richtigen Weg.
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  •   RainerBu
    (1480 Beiträge)

    01.10.2021 09:55 Uhr
    Wissenschaft
    Technik,Industrie und Politik wird entwickeln was möglich ist .
    Wir wollen ja aber auch nicht ins Mittelalter zurück. Leben oder verhungern abhängig vom eigenen Acker, Waren und Menschentransport nur im Landkreis . Dann bricht die Welt zusammen.
    Man sollte mal für weniger Geburten auf der Welt demonstrieren . Sinkende Weltbevölkerung gleich weniger Energiehunger und Kampf um Lebensgrundlagen. FFF hier ist aber einfacher.
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  •   AhmedDerAufklärer
    (761 Beiträge)

    01.10.2021 11:06 Uhr
    Aber
    nee, so einfach ist das ned. So liegen die jährlichen CO2-Emission pro Kopf
    in Deutschland bei rund 9 t,
    in den USA bei 16t,
    aber in Schweden bei 4t,
    in Frankreich bei 5t.
    Erkennst Du die Unterschiede, selbst zwischen westlichen Industriestaaten?
    Oder meinst Du, dass z.B. Schweden im "Mittelalter" lebt?
    Veränderungen sind machbar, Kopf hoch!
    ...wenn man sie will und daran arbeitet...
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  •   mikado46
    (257 Beiträge)

    02.10.2021 18:09 Uhr
    Schweden….
    …..lebt nicht im Mittelalter.
    Mit sechs ( !!! )Atommeiler, werden ca 34% der Energie erzeugt.
    So gesehen, hat die heilige Greta im eigenen Land genug zu tun.
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