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Karlsruhe Karlsruher Heimat von oben: Spektakuläre Ausblicke über Rheinstetten - eine Bilderstrecke

Ein spektakulärer Blick auf die Region, wie er sonst nur Vögeln vergönnt ist: In der Sonntags-Reihe "Karlsruher Heimat von oben" entführen wir auf eine Reise durch die schönsten Gemeinden und Gegenden rund um die Fächerstadt. Heute: Rheinstetten.

Rheinstetten mit seinen knapp 21.000 Einwohnern besteht aus den Stadtteilen Mörsch, Forchheim und Neuburgweier und liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Pfalz und dem französischen Elsass.

Blick auf das Industriegebiet am Nordende von Rheinstetten.
Blick auf das Industriegebiet am Nordende von Rheinstetten. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Die Stadt Rheinstetten entstand im Jahr 2000 aus der Gemeinde Rheinstetten, welche 1975 aus den bis dahin selbstständigen Gemeinden Forchheim, Mörsch und Neuburgweier zusammengeschlossen wurde. Heute leben in der Großen Kreisstadt rund 21.000 Einwohner auf 3.229 Hektar Gemarkungsfläche.

Blick über den Süden von Forchheim nach Mörsch
Blick über den Süden von Forchheim nach Mörsch | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Forchheim wurde 1086 als "Vorechheim" erstmals in einer Schenkungsurkunde erwähnt. Die Grafschaft Forchheim, war bis um 1100 Hauptort des Ufgaus. Nachdem der Familie Forchheim-Malsch allmählich die Herrschaft entzogen wurde, fiel der Ort 1086 an das Bistum Speyer, später an den Markgrafen Hermann von Baden und wieder zurück an die Grafschaft. Nachdem Forchheim der Linie Baden-Baden angehörte, fiel der Ort 1921 an das Bezirksamt Karlsruhe , aus dem 1938 der Landkreis Karlsruhe hervorging. 

Ufgauhalle in Forchheim
Ufgauhalle in Forchheim | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Mörsch wurde 940 erstmals als "Meriske" in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos III. an das Bistum Speyer erwähnt. Im 12. Jahrhundert herrschten die Ebersteiner beziehungsweise die Ministerialen von Mörsch über den Ort, der anschließend als Lehen an Markgraf Hermann von Baden. Der Markgraf versetzte den Ort zeitweise an das Kloster Herrenalb, holte ihn aber wenig später zurück.

TV Mörsch 1900 e.V. am Sportpark
TV Mörsch 1900 e.V. am Sportpark | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Um 1291 gelang es dem Kloster Weißenburg Teile des Ortes zu besitzen, ehe das Kloster ab 1339 den gesamten Ort in seinen Besitz nahm. 1350 war Mörsch endgültig badisch und gehörte zum Amt Mühlburg. Als 1535 das Land geteilt wurde, fiel Mörsch an die Linie Baden-Baden und gehörte damit zum Amt Ettlingen. Nachdem dieses aufgelöst wurde, kam der Ort zum Landkreis Karlsruhe. 

St. Ursula Kapelle rechts daneben das Rathaus Neuburgweier
St. Ursula Kapelle rechts daneben das Rathaus Neuburgweier | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Die Ursprünge von Neuburgweier liegen im Jahr 1219, als  der Ort im Zusammenhang mit einer Vermögensteilung der Brüder von Eberstein erstmalig urkundlich erwähnt wurde. Von den Ebersteinern gelang der Ort in den Besitz der Kurpfalz. Ein Name des Ortes tauchte erstmalig im Jahr 1396 als "Wilre", also "Weiler" auf, im Jahr 1422 dann als Neuburgweier.

Die in Errichtung befindliche Neue Stadtmitte in Rheinstetten, an der B36.
Die in Errichtung befindliche Neue Stadtmitte in Rheinstetten, an der B36. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Der heutige Name gibt also auch Aufschluss darüber, dass der Ort stets im Bezug zur pfälzischen Stadt Neuburg am Rhein stand. Im 16. Jahrhundert wurde Neuburgweier geografisch durch eine Laufveränderung des Rheines von Neuburg getrennt. Nachdem der Ort 1674 französisch besetzt wurde, war er von 1682 bis 1697 an Frankreich abgetreten. 1707 gelang es den Ort durch den Tausch gegen Sponheimische Besitzungen von der Kurpfalz an die Markgrafschaft Baden-Baden und dann zum Amt Ettlingen. 

Blick über den Epplesee (Badesee)
Blick über den Epplesee (Badesee) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Die Stadt Rheinstetten pflegt schon seit Grund auf eine gute Verbindung zur Stadt Karlsruhe, sodass auf der Gemarkung Forchheim im Jahr 2003 die Neue Messe Karlsruhe gebaut wurde. Die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH betreibt dort in vier Hallen und auf 52.000 Quadratmetern ein riesiges Gelände für Fachkongresse, Veranstaltungen und Messen aller Art. 

Die neue messe in Rheinstetten.
Die neue Messe in Rheinstetten, nahe dem Epplesee an der B36. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Der Epplesee in der Nähe des Hardtwaldes lockt das ganze Jahr über als Freizeit- und Erholungsgebiet. Im Sommer bietet der Epplesee vielfältige Wassersportmöglichkeiten und zieht zahlrieche Menschen aus nah und fern an. 

Noch mehr luftige Ausblicke über Rheinstetten gibt es hier: 

Die Bilder von unserem Fotografen Tim Carmele stammen von Anfang März 2021.

Mehr zum Thema
Karlsruhe von oben: Wildparkstadion, Rheinbrücke, Hauptbahnhof und Co.: Luftige Ausblicke auf die Fächerstadt und die Region, wie Sie sie garantiert noch nie gesehen haben, finden Sie hier in unserem Dossier.
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  •   Ringo.Ginsterburg
    (128 Beiträge)

    08.03.2021 08:42 Uhr
    Ich liebte ein Mädchen in Rheinstetten,
    die fühlte sich ganz wie in Manhattan.
    (Sie nahm wohl ganz komische Tabletten!)

    Schönes Bild vom "Naturstreifen" am Federbach bei Neuburgweier. Das Rheinhafen-Dampfkraftwerk am Horizont sieht aus wie eine Fata Morgana. grinsen
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