Karlsruhe Karlsruher Fahrdienst fährt schwarz: 64-Jähriger erhält Bewährungsstrafe

Ein 64-Jähriger Fahrdienstinhaber wurde vom Amtsgericht Karlsruhe zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten auf Bewährung verurteilt. Der Grund: Vorenthaltung und Veruntreuung von Geldern in 80 Fällen. Der Betrag beläuft sich auf rund 55.000 Euro.

Das Amtsgericht Karlsruhe verurteilte einen 64-jährigen Inhaber eines Fahrdienstbetriebs mit Sitz im Landkreis Karlsruhe zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten wegen des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in 80 Fällen.

Nach Angaben des Hauptzollamtes Karlsruhe wurde der Vollzug der Strafe zur Bewährung ausgesetzt, da "der Mann umfassend geständig war".

Die Ärmelabzeichen von zwei Zollbeamten.
Die Ärmelabzeichen von zwei Zollbeamten. | Bild: picture alliance / Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

Dem rechtskräftigen Urteil seien Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Karlsruhe vorausgegangen.

"Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der inzwischen rechtskräftig verurteilte Unternehmer seine Arbeitnehmer bei den Sozialversicherungsträgern für den abgeurteilten Tatzeitraum Januar 2015 bis Juni 2017 nicht anmeldete und somit Beiträge in Höhe von insgesamt rund 55.000 Euro vorenthalten hatte", heißt es in einer Pressemitteilung.

Zuvor seien mehrere Hinweise beim Hauptzollamt Karlsruhe gegen den Verurteilten eingegangen, weshalb in den Wohn- und Geschäftsräumen des Angeklagten Durchsuchungen durchgeführt wurden. Dort seien dann "umfangreiche Beweismittel" sichergestellt worden.

 

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