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Karlsruhe Karlsruher Corona-Zahlen steigen: Könnte es im Herbst den nächsten Lockdown geben? Das sagt der OB

Urlaub, Sonne, Strand und Meer. Das Reisen in Hochinzidenzgebiete bringt jedoch ein Risiko mit sich - eine Infektion mit dem Corona-Virus. Das spürt inzwischen auch das Karlsruher Gesundheitsamt, was sich momentan um das "diffuse Infektionsgeschehen" in der Fächerstadt kümmern muss. Aber: Um das Amt bei der Nachverfolgung baldmöglichst etwas entlasten zu können, sollen die Bürger schon bald mehr in die Eigenverantwortung genommen werden. Wie das funktionieren soll und wie die Stadt auf den weiteren Corona-Verlauf im Herbst blickt, erklärt Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup während einer Online-Pressekonferenz am Mittwoch.

Zwei Wochen sind inzwischen wieder vergangen, seitdem die Stadt zur Online-Pressekonferenz geladen hatte. Schon damals machte Oberbürgermeister Frank Mentrup deutlich: Die Werte werden wieder deutlich steigen. Jetzt, zwei Wochen später, sieht die Situation nicht anders aus.

Gesundheitsamt kommt erneut an seine Grenzen

"Wir erwarten bei unserem aktuellen Abwasserorakel einen Anstieg von etwa 120", so Mentrup in der Videoschalte.  Sehr zum Leidwesen des Gesundheitsamtes, wie Mentrup anmerkt: "Gestern gab es wohl doppelt so viele Positivmeldungen wie Vorgestern und man merkt, dass das jetzt schon ordentlich anzieht."

Aus diesem Grund müsse das Gesundheitsamt erneut Personal von außerhalb heranziehen, welches das Amt bei der Kontaktnachverfolgung unterstützt. Das Problem: Es gibt keine Ausbrüche mit einem klaren Ursprung, sondern lediglich ein diffuses Infektionsgeschehen. Eine Kontaktverfolgung in diesem Ausmaß könne darum vom Gesundheitsamt personell allein nicht mehr gestemmt werden. Aktuell gelten im Karlsruher Stadt- und Landkreis 566 Personen als infiziert. 

Reiserückkehrer machen 50 Prozent der Neuinfektionen aus 

Einen Anlaufpunkt hat das Gesundheitsamt jedoch: Zu 50 Prozent werden die Neuinfektionen von Reiserückkehrer zwischen 14 und 34 Jahren ausgelöst. Besonders die Rückkehrer aus der Türkei, dem Kosovo und Kroatien würden nach den fünf Tagen in Quarantäne vermehrt positiv auf das Virus getestet. Das bedeutet aber auch, dass beim Rückreisetag selbst das Testergebnis noch negativ ausgefallen sei.

Flugreisende stehen in Terminal 1 des Frankfurter Flughafens am Check-in-Schalter an. Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen sich an Flughäfen verpflichtend auf das Coronavirus testen lassen.
Flugreisende stehen in Terminal 1 des Frankfurter Flughafens am Check-in-Schalter an. Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen sich an Flughäfen verpflichtend auf das Coronavirus testen lassen. | Bild: Arne Dedert/dpa

"Diese Wahrnehmung, dass erst nach der Rückkehr viele positiv getestet werden, lässt mich nur an alle appellieren, sich nachträglich testen zu lassen. Ich glaube, das wäre eine ganz wichtige Maßnahme in der eigenen Verantwortungsübernahme, da der negative Test zum Zeitpunkt der Reiserückreise eben noch nichts darüber aussagt, ob ich mich infiziert habe", so Mentrup.

Eine gute Nachricht gibt es jedoch trotzdem: Mit dem Abschied der Inzidenzen soll auch bald das Gesundheitsamt von Entlastungen profitieren.

Kein weiterer Lockdown trotz steigender Zahlen?

"Es wird wohl so sein, dass in Zukunft viel weniger Menschen, die als Kontaktperson gelten, in Quarantäne müssen, sondern man wird die Kontaktpersonen lediglich auffordern, sich testen zu lassen und die Definition eines größeren Ausbruchs und Nachverfolgungsverpflichtungen, sollen erheblich gelockert werden", erläutert der OB auf der Pressekonferenz am Mittwoch.

(Symbolbild)
(Symbolbild) | Bild: Needham/Mowhawkvisuals

Das würde jedoch auch für jeden Einzelnen bedeuten, mehr eigenverantwortlich zu handeln. Ein Grund mehr, schon bald den nächsten Lockdown zu befürchten? Nach Aussage des Rathaus-Chefs ein klares "Nein".

"Angesichts der Situation, die wir gerade haben, mit den Impfungen und den Kenntnissen über die Krankheitsverläufe, sehe ich absolut keinen Anlass, von einem Lockdown auszugehen oder über die Schließung von Schulen und Kitas nachzudenken." Aber: "Ob wir wieder beim Gesundheitswesen an die Grenzen kommen, das ist etwas, was man im Moment schwer vorhersagen kann."

Mehr zum Thema
Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus hält Karlsruhe in Atem: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für die Fächerstadt und die Region in diesem Dossier.
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  •   schoenix
    (371 Beiträge)

    26.08.2021 08:54 Uhr
    Ziemlich widerlich
    dieser Vergleich. Es gibt da einen fundamentalen Unterschied: Damals konnte niemand einfach so Nichtjude werden, heute ist es dagegen ziemlich leicht vom Ungeimpften zum Geimpften zu werden (kostet noch nichtmal was).
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  •   Beiertheimer
    (1348 Beiträge)

    26.08.2021 07:08 Uhr
    Es reicht wenn die
    Leute die sich nicht impfen lassen wollen,obwohl es möglich wäre, einen Aluhut tragen. Einen Stern zu verlangen ist unterste Schublade.
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  •   Motorhead
    (757 Beiträge)

    25.08.2021 20:48 Uhr
    Eine Unverschämtheit
    Ihr Vergleich mit 6 Millionen ermordeten Juden. Pfui Teufel.
    Der Zentralrat der verurteilt diese Vergleiche aufs Härteste, zu Recht.
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  •   maehdrescher
    (1650 Beiträge)

    26.08.2021 08:24 Uhr
    Aber
    unabhängig davon muss man sich doch fragen, wie die Regierung ihre Aussage einhalten will, dass Geimpfte und Genesene nicht mehr von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen betroffen sein sollen. Das kann doch in der Tat niemand kontrollieren, eben weil Ungeimpfte ja nicht mit irgendeinem Kennzeichen herumlaufen.

    Ich denke, genau mit diesem Argument werden die Einschränkungen dann doch wieder für uns alle gelten.
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  •   Motorhead
    (757 Beiträge)

    26.08.2021 14:02 Uhr
    Wollen Sie
    damit den Judensternvergleich kleinreden?
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  •   Dalli_Klick
    (668 Beiträge)

    25.08.2021 16:51 Uhr
    Für mich ist klar,
    dass es Ende September/ Anfang Oktober heißen wird: Hilfe, unser Gesundheitssystem bricht zusammen (was dann aber so nicht stimmt und übrigens in der gesamten Pandemie nie gestimmt hat). Konsequenz: Schulen, Kitas, Handel, Gastro, Kultur, Sport,.. wieder komplett geschlossen.

    Dass man uns das jetzt anders verkaufen will, ist nur der Wahl geschuldet. Ich kann euch nur warnen: fallt nicht auf die Lockdown-Parteien rein. Wer bisher schon Lockdowns verordnet hat, der wird das auch in diesem Herbst und Winter wieder tun. Auch Mentrups SPD.
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  •   Motorhead
    (757 Beiträge)

    25.08.2021 18:51 Uhr
    Wie
    immer teilen Sie uns nur Ihre Dauerängste mit, von denen bisher ja seit 2015 nie etwas eingetreten ist. Wir leben alle noch, es gibt keine Diktatur, wir haben unsere Freiheit, die Wirtschaft erholt sich gerade...
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (605 Beiträge)

    25.08.2021 17:26 Uhr
    Für mich ist klar,
    dass es nichts, aber auch gar nichts bringt, irgendwelche Rattenfänger zu wählen, die noch nie in Regierungsverantwortung waren und deswegen den Leuten das Blaue vom Himmel versprechen können ohne jemals liefern zu müssen.
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  •   Motorhead
    (757 Beiträge)

    25.08.2021 18:55 Uhr
    Der
    Trupp kann nur contra geben, aber hat bisher null auf die Beine gebracht, außer Korruption in hohem Maße und widerliche Szenen bei ihren Versammlungen. Außer den ewig Gestrigen nimmt die keiner mehr ernst, was auch gut ist. Sogar die Protestwähler haben mittlerweile verstanden, wem sie ihre Stimme gegeben haben.
    Wenn die während des ersten Jahres von Corona hätten bestimmen dürfen, hätten wir Zustände wie in Brasilien.
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  •   maehdrescher
    (1650 Beiträge)

    26.08.2021 08:28 Uhr
    Sie wissen aber schon,
    dass es ausser der AfD noch andere Parteien gibt, die nicht hinter der Strategie der Lockdowns stehen? Ihre Dauerkritik an dieser einen Partei in Ehren, aber die Gleichung Regierungskritik = böser rechter AfD-Anhänger = Verschwörungstheoretiker ist ein bisschen zu simpel. Eine billige Taktik, um jegliche Opposition gegen Merkels Kurs zu diffamieren.
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