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Karlsruhe Karlsruhe bei Städteranking im oberen Viertel - Das wurde bewertet

Die Zeitschrift "Wirtschaftswoche" hat auch im Jahr 2020 mit "ImmobilienScout24" und "IW Consult" die 71 deutschen Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern einem umfassenden Vergleich unterzogen. Getestet wurden die Städte in drei Rankings, die jeweils unterschiedliche Bereiche und Zeiträume abdecken. Die Fächerstadt bleibt dabei weiterhin im oberen Viertel, wie es in der Pressemitteilung der Stadt Karlsruhe lautet.

Im Niveau- und im Dynamikranking werden die Themenbereiche Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstruktur, Immobilienmarkt und Lebensqualität abgebildet. Das erstmals durchgeführte Nachhaltigkeitsranking ist an den Nachhaltigkeitsbegriff der Vereinten Nationen angelehnt und untersucht die Themenfelder Ökonomie, Ökologie und Soziales.

Damit löst das Nachhaltigkeitsranking das in den letzten fünf Jahren durchgeführte Zukunftsranking ab. Während Niveau- und Nachhaltigkeitsranking die Ist-Werte einzelner Kennziffern und damit die aktuelle Situation abbilden, zeigt das Dynamikranking die Veränderungsraten der letzten fünf Jahre.

Niveauranking - Platz 15

Im Niveauranking steht Karlsruhe mit dem 15. Platz weiterhin im oberen Viertel aller untersuchten Großstädte (2019: Rang 12). Die gute Platzierung Karlsruhes spiegelt sich vor allem in den drei betrachteten Teilbereichen Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Immobilienmarkt wider.

So zeigt der Indikatorenvergleich im Bereich Wirtschaftsstruktur vor allem einen in Karlsruhe vergleichsweise hohen Anteil an Beschäftigten in wissensintensiven Dienstleistungen, bei deren Erstellung ein hohes Maß an Fachwissen erforderlich ist. Außerdem sind ein überdurchschnittliches Bruttoinlandsprodukt, ein positiver Saldo aus Gewerbeanmeldungen und -abmeldungen sowie die niedrige Insolvenzquote von Unternehmen im Stadtgebiet für das gute Abschneiden verantwortlich.

Hier kann Karlsruhe punkten:

Im Bereich Arbeitsmarkt kann Karlsruhe wiederholt mit vergleichsweise niedrigen Arbeitslosenzahlen, vor allem unter den jungen Erwerbsfähigen, punkten. Im Bereich Immobilienmarkt erreicht Karlsruhe Spitzenplatzierungen bezüglich der Anzahl der Gesuche pro Eigentums- und Mietwohnung bei Immobilienscout24 sowie der sehr kurzen Vermarktungszeit von Mietwohnungen, was als Zeichen einer prosperierenden Stadt interpretiert wird.

In Sachen Lebensqualität werden Aspekte wie hohe Lebenserwartung, gute Betreuungsquoten der unter Dreijährigen in öffentlich geförderten Einrichtungen, der geringe Anteil privat Verschuldeter und der hohe Anteil naturnaher Flächen in der Stadt positiv gewertet.

Dynamikranking -Platz 24

Im Dynamikranking, welches Indizien für Aufhol- und Annäherungsprozesse darstellt, erreicht Karlsruhe Rang 24 (2019: Rang 23). Besonders positiv fallen hier die wirtschaftliche Entwicklung der Fächerstadt und Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt ins Gewicht.

Nachhaltigkeitsranking - Platz 20

Im erstmals erstellten Nachhaltigkeitsranking erreicht Karlsruhe den 20. Platz und befindet sich damit im oberen Drittel der getesteten Städte. Positiv gewertet wird der hohe Anteil fertiggestellter Wohngebäude mit nachhaltiger Heizenergie und abermals die geringe Jugendarbeitslosigkeit in der Fächerstadt.

Zusätzlich sorgen zwei ökonomische Indikatoren für eine gute Platzierung im Städtevergleich: Beim Anteil der Beschäftigten in Nachhaltigkeitsberufen steht Karlsruhe deutschlandweit genauso an sechster Stelle wie beim Anteil von technologie- und wissensintensiven High-Tech-Gründungen.

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Kommentare (11)
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  •   Knuter
    (50 Beiträge)

    08.12.2020 15:50 Uhr
    München ist übrigens auf Platz 1
    Immobilienkosten spielen anscheinend keine Rolle, sondern je höher die Preise, desto besser ist die Stadt. Das kann es doch nicht sein.
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  •   107
    (767 Beiträge)

    07.12.2020 19:17 Uhr
    Diese rote Fahne auf dem Schloßturm ist gänzlich fehl am Platze.
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  •   mcclaney
    (1505 Beiträge)

    07.12.2020 16:15 Uhr
    ...
    Mangel an bezahlbarem Wohnraum = positiver Faktor für das Ranking.

    Alles erzählt.
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  •   yokohama
    (3450 Beiträge)

    08.12.2020 02:48 Uhr
    Ein Überangebot
    an bezahlbarem Wohnraum gibt es in Städten wie Chemnitz, Gelsenkirchen, Bremerhaven, Herne oder Salzgitter. Aus anderen Gründen will man dort lieber nicht wohnen.
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  •   Knuter
    (50 Beiträge)

    08.12.2020 15:47 Uhr
    Das macht den Mangel an bezahlbarem Wohnraum in KA nicht besser.
    Was auch immer in Herne passiert, das macht die Situation in Karlsruhe nicht besser.
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  •   Gevatter
    (569 Beiträge)

    07.12.2020 15:27 Uhr
    Mit dem Immobilienmarkt
    meinen die "Forscher" wahrscheinlich nur den zu erwartenden Wertzuwachs bei den Immobilien. Das dabei einkommensschwache Mieter auf der Strecke bleiben interessiert in diesem Ranking zu Deutsch gesagt kein Schwein.
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  •   andip
    (11063 Beiträge)

    08.12.2020 12:22 Uhr
    ??
    Steht doch da, wie der Immobilienmarkt bewertet wurde:
    "Im Bereich Immobilienmarkt erreicht Karlsruhe Spitzenplatzierungen bezüglich der Anzahl der Gesuche pro Eigentums- und Mietwohnung bei Immobilienscout24 sowie der sehr kurzen Vermarktungszeit von Mietwohnungen, was als Zeichen einer prosperierenden Stadt interpretiert wird."
    Anzahl der Gesuche und wie schnell eine leere Wohnung wieder vermietet wird hat nicht mit Wertzuwachs zu tun.
    Dass Mieten evtl. zu hoch sind und das Angebot zu niedrig ist, steht auf einem anderem Blatt.
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  •   dipfele
    (5874 Beiträge)

    07.12.2020 22:04 Uhr
    Rein Provitoroentiert....
    …. liest sich dieses Ranking. In KA leben leute, denen man noch Geld aus der Tasche ziehen kann. Kein Wort über die Verschuldung des Stadt, Höhe der Gewerbe,-Grund,- und sonstiger Steuern.
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  •   Route66
    (2991 Beiträge)

    07.12.2020 17:58 Uhr
    So
    ist es. Wenn jemand in Karlsruhe eine bezahlbare Wohnung sucht, kann er lange suchen. Mit den mittlerweile sehr hohen Nebenkosten müssen schon zwei Verdiener in der Familie sein. Ich schaue manchmal aus Spaß bei Immo24, was so auf dem Markt ist, Miete und Eigentum. Da kosten Bruchbuden soviel wie noch vor einigen Jahren ein Haus in guter Lage. Hier wird die Verzweiflung vieler Wohnungssuchender ausgenutzt. Aber so ist das in der freien Marktwirtschaft.
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  •   melotronix
    (3462 Beiträge)

    07.12.2020 15:15 Uhr
    KA-News..
    ..seit wann gähren 3-Jährige?
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