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Karlsruhe Innenstadt Ost: "Hitze-Hotspot" soll durch Begrünung entschärft werden

Untersuchungen haben ergeben, dass die Innenstadt Ost einen Hitze-Hotspot bildet, dies liegt vor allem an der vorhandenen Blockrandbebauung. Um Risiken für die Bevölkerung zu mindern werden verschiedene Maßnahmen getroffen, wie die Stadt in einer Pressemitteilung verkündete. Interessierte Bürger können sich am 28. September informieren lassen.

Anreize für privates Grün im Sanierungsgebiet Innenstadt Ost möchte die Stadt den Bewohnerinnen und Bewohnern Ende September an Aktionstagen auf dem Kronenplatz und dem Lidellplatz geben.

Infostände für Interessierte

Vertreterinnen und Vertreter von Stadtplanungsamt und Gartenbauamt laden für Montag, 28. September, von 15 bis 18 Uhr auf ihre "grüne Insel" auf dem Kronenplatz ein. Dann können sich Interessierte an den Infoständen - Erkennungsmerkmal sind die vier rund sechs Meter hohen Bäume – zum Sanierungsgebiet und zu privaten Begrünungsmaßnahmen beraten lassen.

Forstliches Bildungszentrum Karlsruhe, dahinter das KIT.
Forstliches Bildungszentrum Karlsruhe, dahinter das KIT. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Zudem informiert die Stadt über "Bürgerschaftliches Engagement im öffentlichen Grün". Am Mittwoch, 30. September, sind die städtischen Experten mit ihrem Infostand zur gleichen Zeit auf dem Lidellplatz zu finden.

Durch Begrünung Immobilienwert steigern

In der dicht bebauten Innenstadt Ost mit ihrer vorherrschenden Blockrandbebauung kommt der privaten Begrünung der Innenhöfe und der Gebäude ein hoher Stellenwert zu.

Durch die Entsiegelung von Hofflächen, den Abriss von Nebengebäuden oder Parkierungsflächen und die Begrünung von Höfen und Gebäuden kann sowohl die Aufenthalts- und Wohnqualität erheblich erhöht als auch der Gebäude- und Grundstückswert gesteigert werden.

Blick über die Ludwig-Erhard-Allee, Parkdeck des Scheck-in-Center bis zum Schloss.
Blick über die Ludwig-Erhard-Allee, Parkdeck des Scheck-in-Center bis zum Schloss. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Hierfür sucht die Stadt unter anderem über die Aktionstage Verbündete. Während des bis 2030 laufenden Sanierungsverfahrens können private Begrünungsmaßnahmen zur ökologischen Erneuerung im Sanierungsgebiet immerhin mit bis zu 19.000 Euro je Grundstück gefördert werden.

Durch Grünflächen soll Klima verbessert werden

Ausgangspunkt: Im März 2018 hatte der Gemeinderat das Sanierungsgebiet Innenstadt Ost förmlich festgelegt und als Satzung beschlossen.

Ziel ist, städtebauliche Missstände im Gebiet zu beheben oder wesentlich zu verbessern. Wie üblich, ging dem Sanierungsbeschluss eine sogenannte "Vorbereitende Untersuchung" voraus, um städtebaulichen Missstände zu identifizieren.

Innenstadt Ost ist ein "Hitze-Hotspot"

Ein Aspekt war hier die klimatische Ausgangssituation in der Innenstadt Ost. Dabei wurde festgestellt, dass das Untersuchungsgebiet einen Hitze-Hotspot bildet, der zu Beeinträchtigungen und Risiken für die Stadtbevölkerung führt.

Die Kombilösung entlang der Kriegsstraße.
Die Kombilösung entlang der Kriegsstraße. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Aus diesem Grund wurde die Verbesserung der klimatischen Bedingungen in der Innenstadt Ost als Sanierungsziel festgelegt.

Wer an den beiden Aktionstagen keine Zeit zum Vorbeischauen hat, kann sich auch auf der städtischen Homepage unter www.karlsruhe.de/begruenunginnenstadtost zu den Rahmenbedingungen dieser Fördermöglichkeit informieren.

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  •   andip
    (10504 Beiträge)

    16.09.2020 08:34 Uhr
    Hinterhöfe begrünen?
    Dann wäre da ja kein Platz mehr für die Autos, die müssten dann auf den sowieso schon vollgestellten Strassen stehen.
    Das geht doch gar nicht. zwinkern
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  •   Nachteule
    (856 Beiträge)

    16.09.2020 07:25 Uhr
    Innenstadt-Ost - ein Hitze-Hotspot?
    Meine Freundin wohnt am Rondellplatz - das ist der noch gar nicht aufgefallen.
    Muss ich ihr unbedingt mal sagen, sonst merkt die das gar nicht.
    Und vor allem würde sie nicht verstehen, warum die Innenstadt-Ost demnächst zum Urwald wird....
    grinsen grinsen grinsen
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  •   patrickkk
    (1630 Beiträge)

    15.09.2020 18:16 Uhr
    ...
    Wem bringt es etwas den Wert der Immobilie zu steigern wenn es Mietswohnungen sind und die Mieten schon an der Grenze des erlaubten liegen? Weshalb Geld investieren? Zum Verkaufen? Der Käufer will dann ja auch Vermieten, und seine Zahlungsbereitschaft hängt komplett vom Ertrag ab. Im Mietspiegel sind diese Straßen sowieso alle "niedrigstes level", doch wenn dann eine Wohnung zu haben ist, gibt es dutzende Interessenten. Also ist die Nachfrage sowieso schon viel viel höher als das Angebot, auch ohne Begrünung.

    Man könnte meinen die Verwaltung wisse nichts über den Bestand in dieser Stadt.
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  •   FCKSUV
    (415 Beiträge)

    16.09.2020 13:30 Uhr
    Soll wohl auch gentrifiziert
    werden, wie große Teile der West- und Südweststadt.
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  •   patrickkk
    (1630 Beiträge)

    16.09.2020 16:54 Uhr
    ...
    Ist doch schon längst so. Die Leute die jetzt dort wohnen tuen es weil sie bereit sind 400-500€ für ein Zimmer in einer WG zu zahlen. Junge Leute die dort aufgewachsen sind und dort eine eigene Familie hochziehen wollen können sich die 1500€ für 3 Zimmer doch jetzt schon nicht mehr leisten.

    Jetzt sind blos die die gentrifiziert haben selber sauer das andere noch mehr zahlen würden.
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  •   FCKSUV
    (415 Beiträge)

    16.09.2020 19:19 Uhr
    treibt die Nähe zur Uni
    dort die Preise nach oben? Die Innenstadt-Ost ist für mich, neben der Südstadt, so ziemlich der hässlichste Stadtteil.
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  •   HerrNilson
    (1648 Beiträge)

    16.09.2020 17:36 Uhr
    Die 400-500 €
    fürs WG-Zimmer werden hier aber auch von den gut betuchten Eltern der angehenden Juristen beglichen.
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  •   andip
    (10504 Beiträge)

    17.09.2020 08:24 Uhr
    Nur zur Info
    Am KIT kann man nicht Jura studieren, also gibt es hier auch keine angehende Juristen.
    Das sind also die gut betuchten Eltern der angehenden Ingenieure. zwinkern
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  •   patrickkk
    (1630 Beiträge)

    17.09.2020 09:10 Uhr
    jo
    Stimmt. Und es sind auch viele von ihnen aus weniger betuchtem Elternhaus. Viele jobben neben dem Studium, leben (bis auf den Alkohol) auch vergleichsweise Sparsam, aber irgendwo wohnen müssen sie ja. Und die 350-375€ für ein Zimmer etwas weiter draußen (Büchig, Neureut etc.) sind ja auch nicht billig. Den einzigen Vorwurf den Mann der Masse an Karlsruher Studenten machen kann ist das sie zu Männlich ist zwinkern

    Ich gebe da keinem die Schuld, finde es nur unehrlich auf der einen Seite von dieser Entwicklung zu profitieren, und auf der anderen dann sich zu beschweren wenn es jemand anderes tut.
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  •   FCKSUV
    (415 Beiträge)

    17.09.2020 11:03 Uhr
    350 EUR für ein Zimmer
    auf dem Dorf? Die spinnen, die Römer....

    Meine erste Junggesellenbude war ein möbliertes Zimmer in Daxlanden, 300 DM all inclusive. War Mitte der 90er. Und die Eigentümerin meinte, dass Damenbesuch nicht erwünscht sei. grinsen
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