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Stuttgart Corona-Strategiewechsel: Infizierte müssen Kontakte selbst informieren

Angesichts der sprunghaft steigenden Zahl von Corona-Fällen in Baden-Württemberg rufen Gesundheitsämter die meisten infizierten Menschen und deren Kontaktpersonen künftig nicht mehr direkt an. Das müsse ein Erkrankter selbst übernehmen, kündigte das Gesundheitsministerium am Freitag an.

Das sogenannte "individuelle Fallmanagement" werde im ganzen Südwesten eingestellt, um die Ämter zu entlasten. Vielen Behörden sei es nicht mehr möglich gewesen, zeitnah Kontakte von Betroffenen - zum Beispiel aus dem Restaurant, dem Kino oder von Geburtstagsfeiern - zu informieren. Mehrere Medien hatten zuvor bereits über den Strategiewechsel berichtet.

Fokus auf Risikogruppen

Gesundheitsämter sollen sich daher stärker auf den Schutz von Risikogruppen zum Beispiel in Alten- und Pflegeheimen, in Krankenhäusern, Kitas und Schulen sowie auf das Management von größeren Ausbrüchen konzentrieren, teilte das Ministerium weiter mit.

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.
Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle. | Bild: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

"Oberstes Ziel ist es, Ausbruchsgeschehen einzudämmen und den Schutz vulnerabler Personengruppen sicherzustellen", sagte der Amtschef des Sozialministeriums, Uwe Lahl. Er betonte allerdings, die Quarantäne sei für Ungeimpfte nach wie vor vorgeschrieben. Da positive Fälle an die Gesundheitsämter vermeldet würden, wüssten die Behörden Bescheid.

"Eigenverantwortlichkeit der Betroffenen"

Den Strategiewechsel hatte das Ministerium bereits im Sommer angekündigt und nun in einer Konferenz mit den örtlichen Gesundheitsämtern abgestimmt.

"Die Nachverfolgung bindet sehr viel Zeit und Personal und verliert, je später sie erfolgt, zunehmend ihre Wirksamkeit im Kampf gegen die Pandemie", sagte Brigitte Joggerst, die Chefin des Gesundheitsamtes beim Landratsamt Enzkreis. Sie appellierte "dringend an die Eigenverantwortlichkeit der Betroffenen", sich nach einem positiven Test auch zurückzuziehen. Wer geimpft oder genesen ist, muss in aller Regel - auch wenn er oder sie Kontaktperson ist - nicht in Quarantäne.

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  •   Grumberekicker
    (107 Beiträge)

    06.11.2021 01:22 Uhr
    Bankrotterklärung
    Die Behörden wissen Bescheid? Wenn ich eins aus Corona gelernt habe ist es , das man sich auf viele Aussagen von Politikern nicht verlassen kann, wie soll das den bitteschön funktionieren, das die Infizierten ihre Kontakte informieren und die Kontakte dann wieder ihre Kontakte oder was? Wer gilt den als sogenannter Kontakt? Die Verantwortung wird schön von oben nach unten delegiert!(Eigenverantwortlichkeit). Zum Glück funktioniert ja noch die Zustellung der Strafzettel für Verkehrsvestöße in Deutschland, da gibt es keinen Personalmangel.
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  •   myopinion
    (114 Beiträge)

    06.11.2021 04:38 Uhr
    da haben Sie
    leider so recht. Es wird, von Seiten der Politik, nur geredet....Konkrete Maßnahmen? Fehlanzeige....
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  •   Motorhead
    (1070 Beiträge)

    05.11.2021 16:56 Uhr
    Eigenverantwortlichkeit
    der Betroffenen...soosooo....jaja
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