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Karlsruhe Impfung "to Go" im Pausenhof: Mobile Impfteams können jetzt für Karlsruhes Schulen gebucht werden

Der Herbst ist da, die Inzidenzen steigen. Inzwischen ist der Wert im Karlsruher Stadtkreis sogar auf 114 geklettert, sodass auch im Krankenhaus wieder vermehrt jüngere Personen auf den Intensivstationen landen. Aus diesem Grund hat Oberbürgermeister Frank Mentrup, wie vor zwei Wochen angekündigt, sich mit den geschäftsführenden Schulleitern von Karlsruhe getroffen, um über Impf-Möglichkeiten an Karlsruhes Schulen zu sprechen. Das Ergebnis: Die Mobilen Impfteams (MIT) könnten schon bald Impfaktionen an Karlsruhes Schulen durchführen.

Wie das Städtische Klinikum bereits in der vergangenen Woche bestätigte: Die Option als ungeimpfte, junge Person auf die Intensiv zu gelangen, ist durch die Delta Variante deutlich höher. Ebenso erhöhe sich damit auch das Risiko, dass die Infektion sogar tödlich enden könne.

Ein leeres Bett steht in einer Intensivstation.
Ein leeres Bett steht in einer Intensivstation. | Bild: Jonas Güttler/dpa/Archivbild

"Die Mortalitätsrate lag bei uns in der ersten Infektionswelle bei 26 Prozent und liegt jetzt bei 38 Prozent, das ist ein recht dramatischer Anstieg", erläutert der Oberbürgermeister auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Auch die Situation Im Klinikum mache dem Oberbürgermeister Sorgen. Der Grund: Wegen Personalmangels im Intensivbereich, müssten rund 35 Prozent der Intensivbetten abgemeldet werden, da die Versorgung nicht mehr bewerkstelligt werden könne.

Erstimpfungen nehmen wieder zu

Positiv sei hingegen, dass die Zahl der Erstimpfungen wieder zunehme, was auch dem Einsatz der Mobilen Impfteams (MIT) zu verdanken sei. "Man kann da schon einen Zusammenhang herstellen zwischen dem Wegfall der kostenlosen Test zu einer gesteigerten Impfbereitschaft", so Mentrup weiter und ergänzt, "ich denke aber, dass die vielen Veranstaltungen, die als 2G stattfinden werden, auch nochmal einen Anreiz schaffen werden."

Frank Mentrup (SPD), amtierender Oberbürgermeister von Karlsruhe und Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl Karlsruhe.
Frank Mentrup (SPD), amtierender Oberbürgermeister von Karlsruhe und Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl Karlsruhe. | Bild: Uli Deck/dpa/Archivbild

In diesem Zusammenhang betont Mentrup erneut, dass auch in Schulen vermehrt auf Impfangebote hingewiesen und organisiert werden sollte: "Ich bin der Meinung, dass in Kooperation mit Schulen Zugänge zu impfbereiten Schülern geschaffen werden sollen."

Darum habe sich der OB mit dem Leiter der Impfzentren und der mobilen Impfteams, Andreas Ruf, und den Schulleitern zusammengesetzt, um weitere Impf-Angebote in die Wege zu leiten.

Mobile Impfteams sollen zu den Schulen kommen

Hierbei wurden drei Modelle diskutiert, die zur Erweiterung dieses Impfangebots führen sollen. Das erste Modell sieht vor, Zeitfenster für Schulen im Gartensaal des Karlsruher Schlosses zu reservieren. Das zweite Modell sieht vor, dass sich mehrere Schulen aus einem Stadtteil abstimmen und dann gemeinsam MIT buchen. Das dritte Modell nimmt Lehrer in den Fokus, die eine "Booster-Impfung" erhalten möchten.

Joachim Frisch ist Leiter des Schul- und Sportamtes der Stadt Karlsruhe.
Joachim Frisch ist Leiter des Schul- und Sportamtes der Stadt Karlsruhe. | Bild: Lars Notararigo

"Die Schulleiter denken auch, dass das Angebot gut angenommen werden wird", ergänzt Joachim Frisch, Leiter des Schul- und Sportamts der Stadt Karlsruhe. Aktuell sind im Karlsruher Stadt und Landkreis 35 Kitas und 82 Schulen bekannt, an denen Corona-Infektionen gemeldet wurden. Zumeist fänden die Infektionen jedoch im Familienkreis statt, nur im Einzelfall würden die Infektionen innerhalb der Einrichtungen weitergegeben werden.

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Kommentare (18)
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  •   lynx1984
    (3448 Beiträge)

    22.10.2021 13:10 Uhr
    Und nun?
    Solange es bei Impfaktionen wie letzten Samstag in der Innenstadt nach nicht mal 100 Personen heißt "wir sind überrannt worden" brauchen wir nicht anfangen die Gruppe systematisch zu impfen die am geringsten Risiko vor einer Infektion hat und bei der der Nutzen hierdurch am Kleinsten ist.
    Erkenntnis ist doch: Wenn die Leute Zeit haben und es sehr leicht zugänglich ist, dann wird sich auch impfen gelassen. Das mag blöd klingen: Aber Termin ausmachen beim nicht vorhandenen Hausarzt oder die Angst "blöde Fragen" gestellt zu bekommen ist bei einigen Teilen der Bevölkerung sehr stark ausgeprägt. Nur der kleinste Teil ist absolute Impfgegner. Und den Teil der "bin faul und bleibe heute lieber im Bett" darf man auch nicht unterschätzen bei sowas...
    Durchhalten und noch niederschwelliger das Angebot machen.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (13035 Beiträge)

    22.10.2021 12:45 Uhr
    Impfung "to Go"
    gibts die auch "Kame Run"?
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  •   Kiwi
    (647 Beiträge)

    22.10.2021 09:32 Uhr
    Impfung "to Go
    Hauptsache bei allen Aussagen ist ein kleinwenig "Denglisch" dabei
    Kaffee to go
    Pizza to go
    usw. to go
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  •   maehdrescher
    (1696 Beiträge)

    22.10.2021 08:31 Uhr
    Ein nettes Bemühen,
    Aber was wird es bringen? So wie sich gerade die Panikmeldungen wieder häufen, rechne ich spätestens Mitte November mit dem nächsten totalen Lockdown. Was nützt dann die Impfung, wenn sowieso wieder alles dicht gemacht wird...
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  •   andip
    (11284 Beiträge)

    22.10.2021 13:40 Uhr
    Panikmeldungen?
    Steigen die Zahlen denn nun oder etwa nicht?
    Und wer die sachliche Meldung, dass die Zahlen kräftiger steigen, für Panikmache hält....
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  •   AhmedDerAufklärer
    (757 Beiträge)

    22.10.2021 09:27 Uhr
    Das
    Bemühen Panik und Alarmstimmung zu verbreiten erkenne ich vor allem in Deinen Kommentaren.
    So manch Uninformierte/r läßt sich von sowas vielleicht anstecken... ; Menschen, die ich kenne, die es in echt mit Corona zu tun haben (Krankenhaus,...) sehen die ganz Sachlage völlig anders und sind über jeden froh, die/der sich impfen läßt.
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  •   maehdrescher
    (1696 Beiträge)

    22.10.2021 10:51 Uhr
    Mag ja sein
    dass die alle übers Impfen froh sind. Aber das ist keine Antwort auf meine Aussage zum Lockdown. Fakt ist nun mal eine Alarmstimmung, die durch die Politik gerade wieder verbreitet wird. Und wer das Verhalten der Politik seit März 2020 verfolgt hat, der weiß, was demnächst auf uns zukommt.

    Kritisieren Sie doch lieber die Entscheidungsträger und nicht denjenigen, der nur ehrlich und offen seine Meinung darüber sagt, was wir zu erwarten haben. Oder schauen Sie mal nach Lettland, dann ist doch auch schnell klar, dass Impfungen keinen Lockdown verhindern.
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  •   tom1966
    (1691 Beiträge)

    22.10.2021 12:24 Uhr
    Antwort auf "Mag ja sein"
    Ein allgemeiner Lockdown dürfte nicht kommen, der liese sich weder "verkaufen" noch wäre er rechtlich durchsetzbar. Ich gehe jedoch davon aus, dass 2G+ (Genesen, geimpft, negativer PCR-Test) kommen wird und für alle, die sich impfen lassen KÖNNEN und nicht das nicht WOLLEN, Einschränkungen kommen werden - alles jedoch abhängig davon, wie sich die Infektionszahlen entwickeln.

    Ihr Vergleich mit Lettland: Impfquote unter 50 % - mehr gibt es dazu nicht zu sagen! Der Vergleich hinkt also gewaltig.
    Hinzu kommt welche Impfstoffe wurden dort verwendet? Astrazeneca, Johnson&Johnson, evtl. sogar Sputnik?
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  •   Prof.Baerlapp
    (809 Beiträge)

    22.10.2021 13:34 Uhr
    Derzeit
    schätze ich das ähnlich ein. Da haben wir zunächst mal die Rechtslage nach Verordnung, die von 2G + PCR-Test ausgeht bzw. bei noch höheren Zahlen von ausschließlichem 2G. Ein Lockdown für Geimpfte wäre unverhältnismäßig. Ferner haben wir angesichts ca. 80% geimpften Erwachsenen auch keinen Rückhalt mehr für neue Lockdowns, sondern allenfalls noch für die Basismaßnahmen.

    Aber eine Garantie, dass nicht bei der Politik wieder Panik ausbricht und man erneut mit härtesten Maßnahmen reagiert, sehe ich nicht. Stutzig macht mich z.B., warum Söder nach der Niederlage vor dem bayerischen VGH in Sachen Ausgangssperre (es ging um 2020) jetzt vor das Bundesverwaltungsgericht zieht. Wenn das Thema endgültig durch wäre, warum sollte er dann die Sache unbedingt noch weiter durchfechten? Da könnte schon die Überlegung dahinter stecken, dass man das Instrument vielleicht doch noch einmal reaktivieren möchte.
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  •   Kommentar
    (1117 Beiträge)

    22.10.2021 15:03 Uhr
    Es gibt
    in der aktuellen Verordnung 2G als maximale Einschränkung - keine Verbote von Veranstaltungen, Clubs usw. Das ist ein Problem, denn bei einer ausreichend hohen Inzidenz werden die Intensivstationen auch nur mit Geimpften/Genesenen (besonders in höherem Alter) voller. Dann brauchen wir schon wieder eine neue Verordnung.

    Baden-Württemberg wird mit Beginn der Herbstferien in der Warnstufe sein. Die Testungen der Schüler fallen erstmal für eine Woche weg und es gibt zusätzlich noch einen weiteren Schub durch die Urlauber. Wird bestimmt ganz "überraschend".
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