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Karlsruhe "Ich bin sicher, wir bewegen uns in die richtige Richtung": Das sagt der Majolika-Chef zur finanziellen Schieflage seiner Manufaktur

Neue Konzepte - das war die Voraussetzung der Stadt für weitere Finanzhilfe an die Karlsruher Majolika. In den vergangenen Jahren wurden von immer neuen Investoren immer neue Konzepte vorgestellt, die allerdings bis heute kaum die gewünschte Wirkung zeigten. Wie geht es der Geschäftsführung damit? Wie ist die Stimmung innerhalb der Majolika und wie reagiert man auf den Vorwurf, dass es so nicht weitergehen könne?

Der Entschluss des Gemeinderates am Dienstag war von hitzigen Diskussionen begleitet, doch das Ergebnis steht fest: Der Sperrvermerk über der Karlsruher Majolika wird aufgehoben und die Keramikmanufaktur wird 2021 mit rund 125.000 zusätzlichen Euro unterstützt werden. Das wird allerdings nicht die letzte Finanzspritze der Stadt sein, so die Einschätzung von Klaus Gutowski, dem Geschäftsführer der Majolika.

Majolika wird gemeinnützige Organisation

"Wir sind auf jeden Fall dankbar für die Entscheidung des Gemeinderats und es ist auch richtig, dass eine Neuausrichtung nötig war, aber genau deswegen benötigen wir auch weitere Hilfe", so Gutowski im Gespräch mit ka-news.de am Tag nach der Gemeinderatsentscheidung.

"Wir befinden uns gerade im Umbruch und im Neuaufbau als kulturelle Institution. Und wir planen bereits jetzt einige Veranstaltungen und Projekte, da werden wir nicht auf die Hilfe der Stadt verzichten können."

(Archivbild)
Die Majolika Karlsruhe. | Bild: Paul Needham

Immerhin wolle man die Majolika durch das neue Konzept zu einer gemeinnützigen Organisation umgestalten. "Zu diesem Zweck wolle man innerhalb des Keramikbetriebs vor allem ein Bildungsprogramm etablieren und Künstler und Designer fördern", meint Gutowski. 

"Für dieses Jahr reicht das Geld der Stadt völlig aus"

Dieses Konzept finde auch einigen Anklang, nicht nur bei Künstlern, sondern auch bei Unternehmen. "Verschiedene Privatfirmen finden dieses Konzept der Majolika gut und unterstützen uns sowohl finanziell als auch durch Sach- und Materialspenden."

Auch dieser Unterstützung sei es gedankt, dass "wir die finanzielle Unterstützung der Stadt nun etwas nachhaltiger Nutzen können, worüber wir sehr erleichtert sind", sagt der Geschäftsführer. Mit derartigen Hilfen reiche beispielsweise "das Geld, mit dem uns der Gemeinderat unterstützt, für dieses Jahr auch vollkommen aus", wie Gutowski auf Nachfrage von ka-news.de erklärt. 

Zwar seien es nicht viele helfende Firmen und keine davon könne man als tatsächlichen Investor bezeichnen, doch der Geschäftsführer sei dennoch "auf jeden Fall optimistisch" für die Zukunft der Majolika. "Wir befinden uns gerade im Umbruch und ich bin mir sicher, wir bewegen uns in die richtige Richtung."

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Kommentare (1)
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  •   myopinions
    (1275 Beiträge)

    02.10.2021 09:34 Uhr
    .................manchmal entsteht der
    Eindruck einer gewissen Ahnungslosigkeit in der Majolika-Führung, was durch die Proktionsverlagerung der umstrittenen Lüpertz-Werke nach Zell-Harmersbach eindeutig belegt wird.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
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