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Berlin Home-Office ist beliebt: 76,9 Prozent möchten auch nach Corona zuhause arbeiten

Als die Corona-Pandemie über Deutschland hereinbrach, mussten Millionen Arbeitnehmer von heute auf morgen ins Homeoffice umziehen. Inzwischen wollen viele gar nicht mehr ins Büro zurück.

Weniger Stress, mehr Zeit für die Familie und sogar eine höhere Produktivität: Der Wechsel ins Homeoffice infolge der Corona-Krise war für viele Arbeitnehmer eine positive Erfahrung. Das geht aus einer Studie der Krankenkasse DAK hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Forscher des Instituts für Wirtschaft (IW) sind sich sicher, dass die Coronavirus-Krise die Art, wie wir arbeiten, nachhaltig verändern wird.
Forscher des Instituts für Wirtschaft (IW) sind sich sicher, dass die Coronavirus-Krise die Art, wie wir arbeiten, nachhaltig verändern wird. | Bild: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Fühlten sich vor der Pandemie 21 Prozent der Beschäftigten regelmäßig gestresst, waren es während der Corona-Krise nur 15 Prozent. Der Anteil der Erwerbstätigen, die nie oder nur gelegentlich gestresst waren, stieg unterdessen von 48 auf 57 Prozent.

Pendeln entfällt: Mehr Zeit für Arbeitnehmer

Die Forschungsinstitute IGES und Forsa hatten für die DAK-Studie vor und während der Pandemie jeweils rund 7.000 Beschäftigte befragt. Von denjenigen, die mittlerweile regelmäßig zu Hause arbeiten, sagten 56 Prozent, sie seien dort produktiver als im Büro. Zwei Drittel erklärten zudem, sie könnten Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren. Ähnlich viele freuen sich über den Zeitgewinn, seit das Pendeln zum Arbeitsplatz weggefallen ist.

Eine Frau arbeitet mit Hörschutz im Homeoffice.
Eine Frau arbeitet mit Hörschutz im Homeoffice. | Bild: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

"Von zu Hause aus zu arbeiten, senkt nicht nur die Ansteckungsgefahr vor Virusinfektionen, sondern zahlt sich auch für das seelische Gleichgewicht aus", bilanzierte DAK-Vorstandschef Andreas Storm. Die positiven Erkenntnisse müsse man für die Zukunft nutzen - "ohne die negativen Aspekte des Homeoffice zu übergehen, die es ebenfalls gibt".

Trennung zwischen Beruf und Privatleben fehlt

Denn fast jeder Zweite vermisst laut der Studie die klare Trennung zwischen Job und Privatleben. Bei den 18- bis 29-Jährigen bemängelt das sogar eine Mehrheit von 52 Prozent. Drei Viertel der Befragten fehlt zudem der direkte Kontakt zu den Kollegen.

Doch viele Betroffene wollen das Homeoffice trotzdem nicht mehr missen: 76,9 Prozent der Beschäftigten, die erst seit der Corona-Krise regelmäßig in der eigenen Wohnungen arbeiten, möchten diese Arbeitsform auch in Zukunft - zumindest teilweise - beibehalten.

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  •   Schillerlocke
    (461 Beiträge)

    23.07.2020 08:48 Uhr
    Homeoffice
    hat den Vorteil, dass man sich anziehen muss. Und man spart sich den Weg zur Arbeit.

    Mehr Effizienz - zweifelhaft.
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  •   schmidmi
    (2822 Beiträge)

    23.07.2020 13:45 Uhr
    Mehr Effizienz zweifelhaft?
    Wie kommst Du auf diese Aussage. nach meinen Erfahrungen und auch anderer Steigt die Produktivität zu Hause enorm, weil viele störende Unterbrechungen und Ablenkungen einfach entfallen...
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  •   Schillerlocke
    (461 Beiträge)

    23.07.2020 08:53 Uhr
    NICHT
    anziehen muss. Da kann man ganz bequem im Räuberzivil am PC sitzen.
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  •   andi79
    (2990 Beiträge)

    22.07.2020 21:08 Uhr
    @gesteigerte Produktivität
    aber auch nur wenn keine Kinder im Haushalt sind die nicht in die Kita dürfen weil sie mal gehustet haben.... ansonsten rauscht sie in den Keller. Ständige Unterbrechung und wieder neu in den Vorgang reinkommen... da braucht man eigentlich nicht mal anfangen.
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  •   schmidmi
    (2822 Beiträge)

    23.07.2020 13:46 Uhr
    Wer hat schon Kinder
    ?
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  •   andip
    (10988 Beiträge)

    23.07.2020 12:19 Uhr
    Ach was
    Dann wird die Arbeit abends erledigt, wenn die Kinder im Bett sind.
    Dann wäre das richtige Büro bereits zu.
    Ironie off
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  •   schmidmi
    (2822 Beiträge)

    23.07.2020 13:46 Uhr
    Richtig!
    Das mache ich oft und gern...
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  •   Mimik1
    (31 Beiträge)

    22.07.2020 19:52 Uhr
    So So
    Mehr als 75 % möchten also weiter von zu Hause arbeiten. Strom, Wasser, Arbeitsmaterialen und Laptop und PC selbst bezahlen. Wahrscheinlich auch 24 erreichbar sein. Natürlich aus vieles selbst Ausdrucken und in eigenen Briefumschlägen die Korrespondenz zur Post bringen.
    Die Internetleitung ist ja auch sowieso schon bezalt. Da ist ja auch die Arbeitsplatz Austattung in den eigenen 4 Wänden auch schon mit drin. Klasse, Der erste Hlfe Kasten mit dem Verbandsbuch für Arbeitsunfälle kann man sie ja auch mal bei der DGUV bestellen.
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  •   stefko
    (2329 Beiträge)

    22.07.2020 20:06 Uhr
    Mir dünkt ...
    ... Du arbeitest im falschen Betrieb - wenn das alles ist, was Dir dazu einfällt.
    Allerdings sehe ich auch eine Nötigkeit, dass gesetzlich so manches an moderne Arbeitsmethoden/Abläufe angepasst wird.
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  •   barheine
    (583 Beiträge)

    22.07.2020 08:49 Uhr
    Ich arbeite seit fast 20 Jahren dort, wo mein Handy und mein Notebook sind. Bei dem Wetter auch gerne im Outdoor-Office. Hauptsache Internetanschluss. Was will man mehr?
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