Karlsbad Großer Polizeieinsatz nach Morddrohung an Ex-Freundin in Karlsbad

Einen größeren Polizeieinsatz löste eine Bedrohungslage am Sonntagnachmittag in Karlsbad aus. Eine 47-Jährige kam gegen 13.25 Uhr zur Polizei und teilte dort mit, dass sie von ihrem ehemaligen Lebensgefährten, von dem sie sich vor einer Woche getrennt hatte, bedroht werden würde. Der 55-Jährige habe ihr Bilder einer Pistole geschickt und ihr gedroht sie zu töten, wenn sie nicht zu ihm zurückkommen würde.

"Die ersten Ermittlungen ergaben, dass sich der 55-Jährige an seiner Wohnanschrift in Ittersbach aufhalten dürfte. Mehrere Streifenwagenbesatzungen wurden zu dem Wohnanwesen beordert und das Haus umstellt. Da davon auszugehen war, dass es sich bei der Pistole um eine scharfe Schusswaffe handelt, wurde das Sondereinsatzkommando Baden-Württemberg verständigt. Vorsorglich wurden ein Notarzt und ein Fahrzeug des Rettungsdienstes vorgehalten", erklärt die Polizei Karlsruhe in einer Pressemeldung.

Kurz vor der geplanten Festnahme des Mannes durch das Sondereinsatzkommando verließ der 55-Jährige gegen 18.00 Uhr das Wohnanwesen und konnte widerstandslos festgenommen werden. Er hatte keine Waffe bei sich. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung des Mannes wurde eine scharfe Schusswaffe, aber keine dazugehörende Munition aufgefunden und sichergestellt. "Er ist nicht im Besitz einer erforderlichen waffenrechtlichen Erlaubnis", so die Polizei.

Ein Atemalkoholtest bei dem Beschuldigten ergab einen Wert von fast 2,3 Promille. Der 55-Jährige wurde zunächst in Gewahrsam genommen und konnte am Montagmorgen die Gewahrsamseinrichtung wieder verlassen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Bedrohung und illegalem Besitz einer Schusswaffe eingeleitet.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Links
Rechts
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen