Karlsruhe Flugzeugabsturz bei Karlsruhe-Rheinstetten: Bislang keine Hinweise auf technisches Versagen

Ein Ultraleichtflugzeug ist am Sonntagabend in einem Wald zwischen Rheinstetten und Oberreut abgestürzt. Die beiden Männer, die mit dem Flugzeug unterwegs waren, sind bei dem Unfall ums Leben gekommen. Die Unglücksursache ist derzeit noch unklar, laut Polizei und Staatsanwaltschaft gebe es bislang keine Hinweise auf ein technisches Versagen am Flugzeug.

Montag

13:04Eventuell Schaffung von Waldschneise für Aufräumarbeiten nötig

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressemeldung mitteilen, planen Polizei und Forstverwaltung derzeit den Abtransport der Wrackteile. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat mittlerweile einen Sachverständigen beauftragt, der in die weiteren Ermittlungen eingebunden wird.

"Für heute ist eine weitere Begutachtung der Unglücksstelle angedacht", heißt es weiter. Um die beschlagnahmten Wrackteile aus dem dicht bewaldeten Gebiet bringen zu können, werde voraussichtlich unter Mitwirkung der Forstverwaltung ein Zugang für den Abtransport geschaffen werden müssen.

Bild: Thomas Riedel

Der Sachschaden am Flugzeug wird derzeit auf 50.000 Euro geschätzt. "Geprüft werden muss auch, ob durch ausgelaufene Betriebsstoffe Waldboden abgetragen werden muss", so Polizei und Staatsanwaltschaft weiter.

Bei den beiden Getöteten handelt es sich um Brüder aus dem Ruhrgebiet. Sie waren am Sonntagmorgen vom Heimatflughafen in Iserlohn-Rheinermark gestartet. Nach dem geplanten Aufenthalt in Rheinstetten wollten sie am Abend wieder nach Iserlohn zurückfliegen. "Im laufenden Todesermittlungsverfahren haben Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Karlsruhe bislang keine Hinweise auf ein technisches Versagen am Kleinflugzeug."

07:15Kurz nach dem Start abgestürzt

"Die Unglücksursache ist derzeit noch unklar", teilt das Polizeipräsidium Karlsruhe in einer Pressemeldung mit. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen startete das Ultra-Leichtflugzeug gegen 18.10 Uhr vom Flugplatz in Rheinstetten-Forchheim. Aus noch ungeklärter Ursache stürzte es unmittelbar danach in einem nahe gelegenen Waldgebiet ab.

Durch den Einsatz eines Rettungshubschraubers konnte die Unglücksstelle gegen 19.05 Uhr zirka 800 Meter südlich von Karlsruhe-Oberreut ausgemacht werden. Diese wurde in der Folge großflächig abgesperrt. Die beiden Insassen, ein 61-jähriger Pilot und ein 54 Jahre alter Passagier kamen offenbar durch den Absturz ums Leben.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung wurde eingeschaltet. Die weiteren Ermittlungen zum Unglück werden von der Kriminalpolizei Karlsruhe übernommen. Dafür wurden auch die Trümmerteile des Flugzeugs beschlagnahmt. Insgesamt waren 28 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Karlsruhe, elf der Freiwilligen Feuerwehr Rheinstetten, zehn Rettungskräfte und rund 25 Polizeibeamte beteiligt.

Sonntag

20:00Flugzeug verunglückt

Das Flugzeug sei gegen 18.11 Uhr "im Sturzflug" in das Waldgebiet in der Nähe von Rheinstetten und des Golfclubs Gut Scheibenhardt verunglückt. Gestartet sei es wahrscheinlich am Segelflugplatz Rheinstetten. Der Artikel wird aktualisiert, sobald weitere Informationen vorliegen.

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