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Karlsruhe Neue Regeln für E-Roller in Karlsruhe: Können Nutzer die kleinen Flitzer bald nur noch zentral leihen und abgeben?

2022 könnte für E-Scooter viele Veränderungen bringen. Gleich mehrere Fraktionen des Karlsruher Gemeinderates wollen neue Regeln für die Nutzung der kleinen Flitzer einführen. So soll beispielsweise eine Testfläche in Karlsruhe als fester Abstell- und Ausleihort eingeführt werden, um unsachgemäß abgestellten Rollern einen Riegel vorzuschieben.

Seit September 2019 gehören E-Scooter zum Karlsruher Stadtbild. Nachdem mit Voi der erste Anbieter in der Fächerstadt an den Start ging, sind mittlerweile viele verschiedene Anbieter vertreten. Die Vorteile der kleinen Elektroflitzer liegen auf der Hand. Schnelle, spontane und umweltfreundliche Fortbewegung für kleines Geld. Eine gute Alternative für die letzten Meter zum Ziel. 

E-Roller bringen auch Nachteile und sorgen für Unmut

Doch mit der Zeit wurden die Scooter lästig. Unachtsam abgestellte oder umgeschmissene Roller versperren Gehwege und sorgen für ein unschönes Stadtbild. Die Rufe nach Regelungen wurden lauter und der Karlsruher Gemeinderat befasste sich in der Vergangenheit schon mit dem Thema. Nachdem manche Anbieter auf die Kritik reagierten und Nutzer immer ein Bild ihres ordnungsgemäß abgestellten Roller in der jeweiligen App hochladen mussten, könnte nun die Karlsruher Stadtpolitik bald neue Leitplanken setzten.

Bilder wie diese soll es in Karlsruhe bald nicht mehr geben. Helfen soll ein zentraler E-Scooter-Hub.
Bilder wie diese soll es in Karlsruhe bald nicht mehr geben. Helfen soll ein zentraler E-Scooter-Hub. | Bild: Lisa-Maria Schuster

Die Fraktionsgemeinschaft der Freien Wähler und Für Karlsruhe (FW/FÜR) im Karlsruher Gemeinderat, möchte in einem Antrag die Stadtverwaltung beauftragen, ausgewiesene Parkplätze für E-Roller einzuführen. Sogenannte E-Scooter Hubs. Diese sollen laut Fraktion an stark frequentierten Orten als feste Abstell- und Ausleihfläche dienen. Unachtsam abgestellte Roller sollen so der Vergangenheit angehören.

Testfläche kommt, aber wo? 

"Wenn die E-Scooter nicht mehr nur irgendwo stehen, sondern es zentrumsnahe Parkmöglichkeiten gäbe, die man schnell findet und für viele erreichbar sind, wäre das für das Auffinden und für die Ordnung wirklich hilfreich.", sagt Stadtrat Friedemann Kalmbach in einer Pressemitteilung der Fraktionsgemeinschaft. 

Bild: Lisa-Maria Schuster

Am Dienstag, 11. Januar, beschäftigte sich der Hauptausschuss des Karlsruher Gemeinderates mit dem Antrag. Wie die Fraktion weiter mitteilt, wird in Karlsruhe  bald ein solcher E-Scooter-Hub testweise eingeführt. In anderen Städten wären solche Hubs bereits in Betrieb. 

Neben den Hubs könnten auf Scooter-Fans noch weitere Maßnahmen zukommen. Der Hauptausschuss beschäftigte sich auch mit Anträgen anderer Fraktionen zu dem Thema. So fordern CDU und Grüne beispielsweise ein interaktives Tool, um falsch abgestellte E-Scooter melden zu können. Die AfD möchte für falsch abgestellte Roller eine "angemessene Sanktionierung" einführen. Wann und wo der "Testhub" entstehen soll, ist aktuell noch unklar. 

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Kommentare (14)
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  •   kritiker_2014
    (851 Beiträge)

    14.01.2022 11:05 Uhr
    Neue Regeln für E-Roller
    Das ist längst überfällig. An jeder Ecke stehen oder liegen die Dinger rum.
    Das wär doch eine gute Einnahme Quelle für Abschleppunternehmen die Karren die wahllos in der Pampa rumliegen einzusammeln und bei Abholung die Kosten dem Inhaber aufs Auge zu drücken.
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  •   mein-senf
    (1059 Beiträge)

    14.01.2022 07:28 Uhr
    ach
    ist man KA nun langsam auch drauf gekommen, dass diese Spackenroller nit das Gelbe vom Ei sind , Vor einem Jahr war es noch der Grosse Wurf, nachhaltig, CO neutral , mit geringem Fussabdruck, das Verkehrskonzep der Zukunft , bla bla bla bla

    Es soll Leute gegeben haben die damals schon dieses tolle Geschäftsmodell anhand Erfahrungen aus andenen Städten für nicht so gut erachtet haben und man dises tolle Verkehrskonzept in KA nicht einführen sollte , Damals wurden diese Leute mit den üblichen Floskeln abgebügelt .

    Na ja, es ist ja bekannt, in KA dauert Einsicht halt immer ein wenig länger und clevere Lobbyisten finden scheinbar leichter Befürworter mit offenen Taschen.

    Isch halt Kalsruh , des derf mer ned so eng sehe ...
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  •   Grünwinkler
    (24 Beiträge)

    13.01.2022 19:18 Uhr
    Scooter mit Ka-Feedback melden
    Die App Ka-Feedback wird noch für E-Scooter erweitert. Man kann die E-Scooter aber schon heute melden: Kategorie Verunreinigungen / Schrottfahrrad im Straßenraum. Bilder von Scooter und Kennzeichen einfügen, unter Beschreibung E-Scooter , Firma und Standort angeben, ggf. Standort auf Karte markieren. Auf diese Weise melden wir schon lange die Scooter!
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  •   kommentar4711
    (3454 Beiträge)

    13.01.2022 20:07 Uhr
    Wobei...
    ... die MEldung dann wohl nur 1:1 an die Betreiber geht. Die Stadt wird nicht eingreifen.
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  •   patrickkk
    (2304 Beiträge)

    13.01.2022 18:03 Uhr
    ...
    Bitte regulieren. Leihräder genauso. Leihautos auch (auch sogenanntes "carsharing").

    Karlsruhe Straßen sind mittlerweile Gewerberaum für Leihanbieter jeder art. Nächstens werden hier wohl bald noch geparkte Wohnmobile als Airbnb angeboten (andernorts schon geschehen!). Vermutlich schaut die Stadt dann auch da weg wenn die Parkpreise stimmen zwinkern.

    Die Gewerbetreibenden zahlen nichts für diesen Gewerberaum.
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  •   Kommentar
    (1307 Beiträge)

    14.01.2022 09:30 Uhr
    Das gilt
    aber auch für Gastronomie mit stetig wachsenden Bewirtungsflächen in Fußgängerbereichen und für teils jahrelang bestehende Materiallager bei Sanierungen auf Gehwegen, Park- und Straßenflächen.
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  •   patrickkk
    (2304 Beiträge)

    14.01.2022 10:53 Uhr
    ...
    Ganz ihrer Meinung.
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  •   dope
    (123 Beiträge)

    13.01.2022 17:37 Uhr
    Eine Korrektur für den Text und noch etwas
    das Hochladen von Bildern der abgestellten Rollern war bei jedem Anbieter nur optional und keine Pflicht. Die Aufforderung dazu konnte man einfach überspringen. Ist auch unnötig gewesen. Man kann auch ein Foto eines ordentliches geparkten Rollers machen und dann den Roller im Anschluss auf den Gehweg werfen...

    Umweltfreundlich sind die Roller nicht, da sie in den meisten Fällen nur Fahrrad fahren, zu Fuß gehen oder das Bahnfahren ersetzten. In den seltensten Fällen ersetzen Sie ein Auto. Außerdem betrieben mit Batterien/Akkus, daher weit entfernt von umweltfreundlich.
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  •   müllermeier
    (129 Beiträge)

    13.01.2022 17:25 Uhr
    abcde
    Also werden Parkflächen für Pkws weggenommen, die Flächen extra beschildert und bemalt. Auf wessen Kosten? Warum sind seit neuestem alle gegen Autos?
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  •   Denkfehler
    (257 Beiträge)

    13.01.2022 18:14 Uhr
    Quatsch...
    ....wie viele Parkflächen für KFZ sind denn bisher in Fahrradabstellflächen (mit Abstellanlage und Bemalung / Beschilderung) umgewidmet worden (Anzahl oder prozentual zur Gesamtparkfläche für KFZ bitte)?
    Nein - die Flächen werden wohl nahezu ausschließlich dort eingerichtet werden, wo es in erster Linie Fußgänger und Radfahrer stört.
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