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Karlsruhe Events ab sofort digital? Messe Karlsruhe lässt Gartenhalle virtualisieren

Als Avatar durch digitale Messestände. Da Corona wirkliche Events unmöglich macht, will die Messe Karlsruhe diese über eine webbasierte Eventplattform trotzdem stattfinden lassen. Allerdings soll nicht die Messe selbst als virtueller Raum zum Einsatz kommen, sondern die Gartenhalle am Karlsruher Kongresszentrum.

Teilnehmer, die sich als Avatare frei in der realgetreuen digitalen Nachbildung der Location bewegen, digital rekonstruierte Messestände, spontane Videokonferenzen mit dem virtuellen Gegenüber: Das soll nun mit der webbasierten Eventplattform Allseated exVo möglich sein, wie die Messe Karlsruhe jetzt per Pressemitteilung bekanntgibt. 

Die neue messe in Rheinstetten.
Die neue Messe in Rheinstetten. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Dafür habe das Unternehmen "Allseated" die Gartenhalle des Kongresszentrums Karlsruhe virtualisiert und so eine virtuelle Parallelwelt für hybride und digitale Messe- und Kongressformate sowie Networking- und Firmenevents kreiert. Damit können trotz Corona wieder Events, Ausstellungen und Co. veranstaltet werden.

Pandemiezeit  genutzt 

"Wir haben die Zeit der Pandemie genutzt, um uns digital in vielfältiger Weise aufzustellen. Allseated exVo gibt Veranstaltungen durch eine realitätsgetreue 3D-Parallelwelt nun Event-Feeling zurück und setzt in Sachen Begegnung und Interaktion im virtuellen Raum ganz neue Maßstäbe. Die für unsere Aussteller wichtige Leadgenerierung und der Erlebnischarakter einer Veranstaltung werden dadurch im Gegensatz zu anderen digitalen Lösungen signifikant verbessert“, erklärt Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe.

Die Messe Karlsruhe sei eine der ersten Messegesellschaften in Deutschland, die mit dem Unternehmen Allseated zusammenarbeite.

Bild: Messe Karlsruhe/Heidi Ofterdinger

"Mittels eines Klicks auf die im virtuellen Raum sichtbaren Avatare anderer Teilnehmer, deren Namen, Foto und Unternehmenszugehörigkeit angezeigt werden, können Besucher leicht eine Videokonferenz starten. Dadurch können sie nicht nur mit Ausstellern interagieren, sondern auch Einzel- und Gruppengespräche im digitalen Messegang initiieren", heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Des Weiteren könnten Messestände virtuell konstruiert und individuell mit Grafik- und Videocontent sowie Informationsmaterialien bestückt werden.

Darüber hinaus biete der virtuelle Raum den Veranstaltern Möglichkeiten für "Sponsorenoder Corporatebranding" sowie zahlreiche frei gestaltbare Werbeflächen. "Wir stellen Ausstellern und Sponsoren damit zukünftig eine virtuelle Präsenz als Alternative oder Ergänzung zur vor Ort-Teilnahme zur Verfügung, die unkompliziert zu nutzen ist und Gestaltungsspielraum lässt“, erläutert Holger Klanfer, Bereichsleiter Kongress und Kultur der Messe Karlsruhe.

Erste digitale und hybride Formate für eigene Messen, aber auch für Gastveranstaltungen seien bereits erfolgreich umgesetzt werden.

So habe beispielsweise das 30. Karlsruher Deponie- und Altlastenseminar als hybrides Konferenz-Konzept mit einer Präsenzveranstaltung auf Abstand in der Gartenhalle und einem interaktiven Online-Webinar mit Livestream, Chatrooms, und Diskussionsräumen stattgefunden.

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Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus breitet sich aus: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für Karlsruhe und die Region in diesem Dossier.
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  •   todi01
    (1183 Beiträge)

    22.04.2021 15:51 Uhr
    Warum genau
    soll ein Messeveranstalter oder Aussteller ausgerechnet bei der Provinzmesse Karlsruhe eine virtuelle Halle mieten, wenn er stattdessen auf jeder Plattform weltweit unterkommen kann und dabei weder den Wasserkopf noch die Investitionsruinen mitbezahlen muss?
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  •   Kommentar
    (732 Beiträge)

    22.04.2021 11:51 Uhr
    Second Life reloaded
    Das Geld muss weg.
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