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Karlsruhe Die neuen Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern: Das gilt für "Risikostädte"

Einen zweiten Lockdown verhindern: Das ist das Ziel, was in ganz Deutschland zu verhindern gilt. Aus diesem Grund haben sich am Mittwoch, den 14. Oktober, alle 16 Länderchefs persönlich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einer Kabinettssitzung zusammengefunden, um die Verordnung auf die neuen Verhältnisse anzupassen. ka-news.de hat das Wichtigste kurz für euch zusammengefasst.

Die Zahlen der Infizierten steigen - und das immer schneller. Viele größere Städte bewegen sich inzwischen an der kritischen Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Warum kritisch?  Weil bis zu diesem Wert vom Bund und vom  Robert-Koch-Institut (RKI) die Nachverfolgung der Kontakte noch gewährleistet werden kann - So würden weitere Anstiege zum Beispiel zu Engpässen bei den Testkapazitäten führen. 

Eine Laborantin in einem Corona-Testzentrum.
Eine Laborantin in einem Corona-Testzentrum. | Bild: Michael Kappeler/dpa/Symbolbild

Die Maßnahmen sollen nun dazu beitragen, "die Infektionsdynamik in Deutschland unter Kontrolle zu behalten", indem die "Inzidenz in allen Regionen Deutschlands unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gesenkt wird". Das geht aus dem Beschluss der Länderchefs und der Kanzlerin hervor.

"Hotspot-Strategie" ab Inzidenz von 35

Neben der konsequenten Abstandhaltung von 1,5 Metern , der Einhaltung der AHA+AL Regeln (Abstand, Hygieneregeln, Alltagsmasken, Warn-App und lüften), betreffen die neuen Regelungen von Bund und Länder insbesondere die sogenannte "Hotspot Strategie". Diese treten ab sofort für Städte ein, die einen Inzidenzwert von 35 Personen pro 100.000 Einwohner aufweisen.

(Symbolbild)
Bei privaten Feiern kann häufig der Abstand nicht eingehalten werden (Symmbolbild) | Bild: pixabay @ Andi_Graf

Es gilt: Ab einer Inzidenz von 35 Personen dürfen nur noch 25 Teilnehmer im öffentlichen- und 15 Teilnehmer in privaten Räumen zusammenkommen. Außerdem soll die ergänzende Maskenpflicht in Kraft treten. Das heißt: Die Maske soll auch in der Öffentlichkeit getragen werden sobald der Mindestabstand nicht mehr gewahrt werden kann.

Auf dem Boden markierte Richtungs- und Abstandshinweise in einer Fußgängerzone im walisischen Cardiff.
Auf dem Boden markierte Richtungs- und Abstandshinweise in einer Fußgängerzone | Bild: Ben Birchall/PA Wire/dpa

Darüber hinaus empfehlen Bund und Länder eine Sperrstunde ab 23 Uhr im Gastronomiebetrieb sowie neue Auflagen und Kontrollen einzuführen. 

Durch die neuen Verordnungen der Hotspot-Strategie soll das Steigen des Inzidenzwertes abgeschwächt werden - ist das in zehn Tagen nicht der Fall sind "weitere Beschränkungsschritte unvermeidlich".

Ausgesperrt auf der Gesellschaft? Die Isolation der Corona-Krise könnte für Risikopatienten, darunter ältere Menschen, noch sehr lange dauern.
Steigen die Zahlen weiter werden massivere Kontakteinschränkungen durchgesetzt | Bild: Bodo Marks/dpa-tmn

Damit sind gezielte Kontaktbeschränkungen gemeint, die den Aufenthalt im öffentlichen Raum nur noch mit fünf Personen oder den Angehörigen von zwei Hausständen gestattet.

Karlsruhe weit weg von kritischen Werten

Die Fächerstadt weist mit aktuell 139 Neuinfektionen eine 7-Tages-Inzidenz von 21,1 pro 100.000 Einwohner auf. Karlsruhe zählt somit nicht zum kritischen Bereich.

Der Inzidenzwert von Karlsruhe liegt bei 21,1. | Bild: Landratsamt Karlsruhe

Des Weiteren wurde beschlossen, dass Corona-Schnelltests nun vermehrt bei Pflege- und Seniorenheimen, Behinderteneinrichtungen sowie Krankenhäusern zum Einsatz kommen sollen. Die Kosten sollen vom Bund übernommen werden. Eine Entscheidung zum umstrittenen Beherbergungsverbot wurde auf den 8. November aufgeschoben.

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Kommentare (8)
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  •   RainerBu
    (1206 Beiträge)

    16.10.2020 13:25 Uhr
    Masken und Abstand
    bremst wohl etwas aber wird vermutlich nicht verhindern , dass wir bald überall die Marke von 50 reißen.
    200 , 250 in Nachbarländern . Das Virus weht auch rüber. Ist wahrscheinlich schon überall , fragt sich nur in welcher Konzentration . So viel anders werden sich die Menschen nicht verhalten wie vor vier Wochen.
    Der Anstieg liegt vielleicht an bereits anderen Faktoren ? Wetter ? Licht ?
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  •   andip
    (10627 Beiträge)

    16.10.2020 12:18 Uhr
    Und noch etwas
    Das Gebot, dass die Gastronomie ab 23.00 schliessen muss, wurde bereits in Berlin von einem Gericht gekippt.
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  •   schlaule2
    (256 Beiträge)

    16.10.2020 13:27 Uhr
    prima, Hauptsache feiern
    bis zum Untergang, haben die im Mittelalter bei der Pest auch gemacht
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  •   Route66
    (2716 Beiträge)

    16.10.2020 16:31 Uhr
    Ja stimmt
    Und die, die man komplett weggeschlossen hat, haben überlebt.
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  •   andip
    (10627 Beiträge)

    16.10.2020 12:06 Uhr
    War da nicht so etwas
    dass die Begrenzung der Besucher in einer privaten Wohnung nur eine Empfehlung ist und nicht verordnet werden kann?
    Hat was mit dem GG zu tun und der Unverletzlichkeit einer Wohnung, wonach man eben nicht solche Vorschriften erlassen kann.
    Und eine Maskenpflicht im Freien, wer legt das fest und vor allem wo genau sollen diese Zonen dann sein?
    Das gibt dann einen Flickenteppich und keiner weiss dann, wo gerade was gilt.
    Mal abgesehen davon, dass im Freien Masken m.M nach nicht nötig sind. Wenn man sich nicht gerade direkt von Angesicht zu Angesicht anschnauft, kann nichts passieren.
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  •   Route66
    (2716 Beiträge)

    16.10.2020 16:34 Uhr
    Sagen wir mal so
    Wer immer noch nicht gerafft hat auf was wir zusteuern, der macht weiter Party und lädt sich die Bude voll. Ich erwarte aber, dass diese Leute auf ihren Intensivplatz im Krankenhaus verzichten und keine Hilfe vom Staat - sprich von unseren Steuergeldern - wollen, wenn sie aufgrund ihrer Mitwirkung in Kurzarbeit, arbeitslos oder aufgrund von Langzeitschäden berufsunfähig werden. Weil: Solidarität ist keine Einbahnstrasse.
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  •   Tellerrand
    (77 Beiträge)

    16.10.2020 17:23 Uhr
    Was für eine Argumentation
    Mir fehlen die Worte.
    Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich erbrechen möchte.
    Haben sie es schon mal mit Lachen und Fröhlichkeit probiert?
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  •   Route66
    (2716 Beiträge)

    16.10.2020 19:37 Uhr
    ja genau
    Lachen und Fröhlichkeit helfen ungemein gegen diesen Virus. Stellen Sie sich ihm entgegen und retten Sie uns alle.
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