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Karlsruhe "Die Lage ist angespannt": Ab heute gilt in Baden-Württemberg die Warnstufe

Am Dienstag, 2. November, wurden auf den Intensivstationen in Bade-Württemberg den zweiten Werktag in Folge 284 Covid-19-Patienten behandelt. Damit wird in Baden-Württemberg die sogenannte Warnstufe ausgerufen. Die damit zusammenhängenden Einschränkungen, vor allem für Nicht-Geimpfte oder -Genesene, treten am Mittwoch, den 3. November 2021 in Kraft.

In der Warnstufe müssen nicht-geimpfte und nicht-genesene Personen in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens einen PCR-Test vorlegen – insbesondere in Innenräumen. Das betrifft etwa Veranstaltungen, den Restaurant-, Messe- oder Kinobesuch, aber auch den Vereinssport in geschlossenen Räumen. Der PCR-Test darf nicht älter als 48 Stunden sein.

"Lage ist angespannt"

"Die erste kritische Marke ist erreicht, die Lage in den Krankenhäusern angespannt, sagt Gesundheitsminister Manne Lucha in einer Pressemittelung des Gesundheitsministeriums Baden-Württemberg. "Wir erleben derzeit eine Pandemie der Ungeimpften. Das sehen wir nicht nur an den getrennt ausgewiesenen Inzidenz-Werten, sondern auch auf den Intensivstationen. Dort liegen fast ausnahmslos nicht-geimpfte Patienten mit einem schweren Verlauf. Es ist deshalb klar, dass wir mit den Einschränkungen bei den Nicht-Geimpften ansetzen müssen."

Sozialminister Manfred Lucha (Bündnis 90/Die Grünen).
Sozialminister Manfred Lucha (Bündnis 90/Die Grünen). | Bild: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Sie seien Treiber der Pandemie und würden für die Belastung des Gesundheitssystems sorgen. Die Einschränkungen würden aber auch dem Schutz der gesamten Bevölkerung dienen. Denn wenn die Auslastung der Krankenhäuser zunehme, müssten auch wieder Operationen, Krebsbehandlungen oder andere nicht zwingend notwendige Eingriffe in den Krankenhäusern verschoben werden. Die Lösung sei deshalb eindeutig: "Die Impfung ist der Weg aus der Pandemie", so Lucha weiter.

Mit der Warnstufe entfällt auch die Befreiung von der Maskenpflicht beim 2G-Optionsmodell für immunisierte  Besucher sowie Beschäftigte. Ein Haushalt darf sich in der Warnstufe nur noch mit fünf weiteren Personen treffen – ausgenommen sind auch hier Geimpfte oder Genesene, Personen unter 18 Jahren sowie Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können oder für die keine Impfempfehlung der Stiko besteht.

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  •   Gaensebluemchen
    (625 Beiträge)

    03.11.2021 07:38 Uhr
    Richtig!
    So lange die extrem überwiegende Mehrheit der Intensivpatienten ungeimpft sind, sollten noch viel drastischere Maßnahmen getroffen werden!
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  •   haenger
    (569 Beiträge)

    03.11.2021 12:51 Uhr
    Extrem überwiegender Anteil?
    Wo haben Sie diese Information her? Der aktuelle Wochenbericht des RKI vom letzten Donnerstag sieht das anders. Dort steht, dass die vollständig Geimpften mittlerweile einen Abteil von über 40% der Intensivpatienten ausmachen. Mit 60% Anteil an Ungeimpften gerechnet bedeutet das, dass grob jedes sechzehnte Intensivbett mit einer ungeimpften Person belegt ist. Wenn das wirklich eine "angespannte Lage" auslöst, dann haben wir ganz andere Probleme.
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  •   Gaensebluemchen
    (625 Beiträge)

    03.11.2021 14:16 Uhr
    Unfug…
    … ich habe mir genau diesen Bericht durchgesehen, der aber auch schon fast wieder eine Woche alt ist:
    Die Tabelle Seite 22 sagt ganz klar für Intensivpatienten mit Impfung (Impfdurchbruch):
    0% (12-17 Jahre)
    12% (18-59 Jahre)
    33,4% (ab 60 Jahren)
    Zu beachten ist dabei, dass die älteren Patienten sehr oft entscheidende Vorerkrankungen haben.
    Ich wünsche jedem Impfverweigerer mal ein paar Tage einen Schlauch im Hals, nur um mal zu erfahren, was man sich hätte sparen können…
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  •   Forever
    (101 Beiträge)

    03.11.2021 17:31 Uhr
    Gehen
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   Gaensebluemchen
    (625 Beiträge)

    03.11.2021 19:46 Uhr
    Da schau …
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere Netiquette und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   AhmedDerAufklärer
    (895 Beiträge)

    03.11.2021 14:00 Uhr
    Ja
    das ist dann aber natürlich damit ins Verhältnis zu setzen wie groß in der erwachsenen Bevölkerung die Zahl derer ist, die geimpft bzw. nicht geimpft sind. Nach Adam Ries ergibt das dann, dass die Wahrscheinlichkeit auf Intensiv zu kommen für Ungeimpfte rum rund 900% erhöht ist im Verleich zu den Geimpften.
    900% - nicht relevant?
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  •   Mondgesicht
    (2799 Beiträge)

    04.11.2021 08:42 Uhr
    Und wenn wir
    rein theoretisch irgendwann 100 % Geimpfte hätten, dann lägen auf den Intensivstationen nur noch Geimpfte.

    Die Politik könnte dann sagen: schaut her, Geimpfte sind extrem gefährdet. Wir müssen sie durch einen Lockdown schützen....
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  •   Oitastisch
    (476 Beiträge)

    03.11.2021 04:46 Uhr
    Welche Zahlen?
    Mit welchen Zahlen arbeitet Frau Manne Lucha eigentlich? Die Inzidenzen der Geimpften und Ungeimpften kann man ja schlecht miteinander vergleichen, da unsere Politik ja dafür gesorgt hat dass diese "Gruppen" völlig unterschiedlich getestet werden.
    Und viel Vertrauen hat die Politik meiner Meinung nach auch nicht wirklich in die vielen Impfungen. Letztes Jahr ohne Impfungen blieb die Überlastung des Gesundheitswesens jedenfalls aus. Jetzt sind 2/3 der Bevölkerung geimpft und man hat trotzdem wieder Panik davor? Mal abgesehen davon hatten wir im Jahre 2018 eine heftige Überlastung des Gesundheitswesens, aber es interessierte leider kaum jemanden. Die Ausgrenzung von Ungeimpften, welche übrigens noch immer fühlende menschliche Wesen sind, erscheint mir also doch noch immer sehr drastisch, wenn nicht sogar unmenschlich und diskriminierend?
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  •   AhmedDerAufklärer
    (895 Beiträge)

    03.11.2021 14:05 Uhr
    Aha
    "eine heftige Überlastung des Gesundheitswesens in 2018" - haben sie dazu Zahlen?
    Mir geht es so, dass meine Gespräche mit Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten immer ganz anders verlaufen als die Diskussionen hier im Forum. Sind das Ihrer Meinung nach alles wehleidige Memmen, die nix bessseres zu tun haben als Fake News zu verbreiten, oder wie kann das kommen, dass Sie das alles besser wissen?
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  •   Winston_Smith
    (846 Beiträge)

    03.11.2021 14:52 Uhr
    Die Lage im März 2018 in Karlsruhe
    Quelle
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